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| Schnellboote im Einsatz 1939-45 |
Erste Einsätze 1939
Norwegen 1940Die nächste Gelegenheit die S-Boote einzusetzen kam während der Operation "Weserübung" - der Besetzung Norwegens und Dänemarks. Ärmelkanal 1940/41Die S-Boote hatten ihre erste richtige Bewährungsprobe als effektive Waffe an der holländischen Kanalküste, als die deutsche Offensive im Mai 1940 gestartet wurde. In der Nacht vom 9. auf 10. Mai trafen die Boote S-30, 31, 32 und 33 der 2. Flottille auf eine Gruppe britischer Kreuzer und Zerstörer, die nach deutschen Minenlegern suchten. S-30 und S-32 mussten sich nach schwerem Beschuss zurück ziehen und S-33 verlor nach einem Zusammenstoss mit einem britischen Zerstörer einen Teil seines Vorschiffs. Nur S-31, unter Oberleutnant Hermann Opdenhoff, gelang es einen Angriff durchzuführen. Er torpedierte den britischen Zerstörer "Kelly". Schwer beschädigt dauerte es 91 Stunden bis der Zerstörer erfolgreich in seinen Heimathafen geschleppt wurde. Die Deutschen verpassten es aufgrund der Annahme das der Zerstörer bereits gesunken sein, ihn vollständig zu versenken. Am 21. Mai versenkten S-Boote den britischen Minenleger "Corburn" bei Le Havre. Zwei Tage später gelang der 1. Flottille der erste richtige Erfolg gegen den größten Feind der S-Boote - die feindlichen Zerstörer -, als S-23 unter Oberleutnant Georg Christiansen und S-21 unter Oberleutnat Götz von Mirbach, den französischen Zerstörer "Jaguar" bei Malo les Bains versenkten. Nach Kämpfen mit dem holländischen U-Boot O-13 und dem britischen Zerstörer "Vega" am 26. Mai an der belgischen Küste, versenkten S-Boote nach deutschen Angaben diese beiden Boote. Die Alliierten dementierten dies. Am 29. Mai versenkte S-30 unter Oberleutnant Wilhelm Zimmermann (2. Flottille) den britischen Zerstörer "Wakeful" bei Nieuport. Am folgenden Tag torpedierte S-24 unter Oberleutnant Hans Detlefsen den französischen Zerstörer "Cyclone" bei Dünkirchen. Obwohl schwer getroffen, gelang es dem Zerstörer sich nach Dover zurück zu ziehen. Von hier aus verlegte der Zerstörer nach Brest, wo er am 18. Juni in deutsche Hände fiel. Am 30. Mai versenkten die S-Boote S-23 und S-26 (Oberleutnant Kurt Fimmen) der 1. Flottille mit zwei Torpedotreffern den Zerstörer "Sirocco" - das Schwesterschiff des "Cyclone" - im Kanal. Der erste erfolgreiche S-Boot Einsatz an der britischen Ostküste ereignete sich in der Nacht von 19. auf 20. Juni 1940, nach dem kurz nach Mitternacht die Boote S-19 und S-26 den britischen Frachter "Roseburn" bei Dungeness mit einem Torpedo und dem Feuer der 20mm Kanonen versenkten. Dies war der erste von vielen weiteren Einsätzen die in den folgenden Monaten und Jahren durchgeführt wurden. Das erste S-Boot wurde am 21. Juni 1940 im Kanal verloren, als S-32 auf eine Mine südlich von Dungeness fuhr. Der Kapitän und sechs Besatzungsmitglieder fanden den Tod, die Überlebenden wurden von S-31 und S-35 geborgen.Am Ende des Monats sank S-21 bei Boulogne, doch das Boot konnte gehoben und im Juli Instand gesetzt werden. Ind er Nacht von 23. auf 24. Juni operierten die S-Boote wider bei Dangeness. Hier versenkten die Boote S-19 (Oberleutnant Werner Töniges) und S-36 (Oberleutnant Dietrich Babbel) den britischen Tanker "Albuera" und das Küstenschiff "Kingfisher". Im Juli 1940 kam es zum ersten Einsatz an der britischen Südküste. Am 4. Juli war hier südlich von Portland der Konvoi AO 178 das Ziel der S-Boote. Die 1. Flottille operierte von Cherbourg aus mit den Booten S.24, 19, 20 und 26. Sie versenkten den Frachter "Elmcrest" und beschädigten durch Torpedotreffer zwei weitere Schiffe. Am 25. Juli, ebenfalls südlich von Portland, versenkte S-27 (Oberleutnant Bernd Klug) das französische Passagierschiff "Meknes". Das Schiff transportierte französische Soldaten von England zurück nach Frankreich. Am 26. Juli gelang es der 1. Flottille drei Schiffe des Konvois CW8 zu versenken, weclher bereits von deutschen Stukas attackiert wurde. In der Nacht von 7. auf 8. August verlor der Konvoi CW8 ebenfalls durch S-Boote der 1. Flottille drei Schiffe. Bei diesem Einsatz wurden S-21 und S-27 durch feindliches Feuer beschädigt. Am 12. Juli 1940 verlor die 1. Flottille das Boot S-23, dass nördlich von Calais auf eine Mine fuhr. Die 2. Flottille verlor S-37 östlich von Orfordness am 12. Oktober 1940, ebenfalls durch eine Mine. Bis zum Winter 1940/41 kam es an der Süd- und Südostküste Englands zu weiteren Einsätzen der S-Boote gegenüber Konvois. Am 19. November 1940 entdeckten britische Schiffe zwei miteinander kollidierte S-Boote an der Themsemündung. Eines der Boote (S-38) wurde aufgegeben und von den Briten gekapert - dass Boot sank jedoch anschließend. Während des Jahres 1940 versenkten die S-Boote im westlichen Gebiet: - 3 Zerstörer - 1 Minenleger - 3 Trawler - 23 Fracht- und Handelsschiffe Ab dem Sommer 1940 operierten 3 S-Boot Flottillen im Westen. Eine dritte Flottille wurde am 15. Mai 1940 in Kiel gebildet. Ihr erster Kommandeur war Oberleutnant Töniges, welche aber Ende Mai durch Kapitänleutnant Friedrich Kemnade ersatzt wurde. Als neue Boote in Dienst gestellt wurden, war es möglich alte Boote zu entfernen und diese zu Ausbildungszwecken zu nutzen. Insgesamt jedoch, waren zu wenig S-Boote einsatzbereit um den Konvoiverkehr an den britischen Küsten ernsthaft zu bedrohen. Viele Boote wurden auch zum Minenlegen eingesetzt, in dem sie bis zu 8 Minen auf dem hinteren Deck lagerten. Am 1. Oktober 1940 wurden neue S-Boote in Auftrag gegeben, um somit eine 4. Flottille bilden zu können, welche dann von Kapitänleutnant Niels Bätge kommandiert wurde. Es dauerte jedoch bis 1941, als die Flottille dann vollständig einsatzbereit war. In den ersten sechs Monaten des Jahres 1941, begannen die 4 Flottillen damit, in den Gebieten von Southwold, Cromer, Smith's Knoll, Lowestoft, Great Yarmouth usw. zu operieren. Hier gab es Berichte von versenkten britischen Zerstören und Frachtern, die deutsche Propaganda übertrieb bei diesen Einsätzen stark. In Wirklichkeit wurden während dieser Zeit nur ein Zerstörer (HMS Exmor) am 25. Februar 1941 von S-30 (Oberleutnant Klaus Feldt) bei Position 52° 32°N, 02° 05°E versenkt. Hinzu kamen 16 Frachter und Handelsschiffe. Die Vorbereitungen für die Operation "Barbarossa" machten es nötig, die Stärke der S-Boote in der westlichen Nordsee zu reduzieren. Am 1. April 1941 wurde die 6. Flottille gebildet und unter das Kommando von Kapitänleutnant Albrecht Obermaier gestellt. Diese Flottille bestand jedoch anfangs nur aus veralteten Booten. Erst in der zweiten Jahreshälfte war die Flottille, nach dem neue Boote geliefert wurden, einsatzfähig. In den ersten sechs Monaten des Jahres 1941 wurden 15 neue Boote in Auftrag gegeben, diese waren das S-39 - S48, 61, 103 - 106. Ostsee 1941Im Mai 1941 wurden die 1., 2. und 3 Flottille in die Ostsee verlegt. Die 4. Flottille verblieb im Ärmelkanal. Am 16. Juni 1941 gab Kapitänleutnant Klug den Befehl mit den Booten S-27, 28 und 29 nach Gotenhafen zu verlegen. Hier verlegten die drei S-Boote Minen und waren der 1. Flottille zugeteilt, bis sie schließlich der 5. Flottille zugeteilt wurden. Zu diesem Zeitpunkt gab es zu wenig Boote um die 5. Flottille auf eine Sollstärke von 10 Booten zu bringen. Der Großteil der 1. Flottile befand sich Danzig-Neufahrwasser, dies waren die Boote S-26, 39, 40, 101, 102, 103 und das Nachschubschiff "Carl Peters". Die Flottille machte sich auf den Weg nach Finnland, wo sie am 18. Juni 1941 in Helsingfors eintraf um am unteren Anlegeplatz der Festung Sveaborg anzulegen. In der Nacht von 22. auf 23. Juni 1941 - dem Tag des Angriffs auf die Sowjetunion - eskortierten 4 Boote der 2. Flottille eine Gruppe Minenleger, die das Minenfeld "Apolda" zwischen Fanö Fjord und Dagö anlegten. Später stellten 6 Boote der 2. Flottille den Schutz für die Minenlegergruppe "Cobra", als diese das Minenfeld "Corneatha" zwischen Kallbada-Grund und Pakenort legten. Die anderen Boote der 2. Flottille legten selbst Minen zwischen Soela und Moon. Die Boote der 5. Flottille verteilten Minen am westlichen Eingang zur Irben-Strasse und die 3. Flottille legte Minen vor Libau und Windau. Vor Windau versenkten die Boote S-59 (Oberleutnant Alber Müller) und S-60 (Oberleutnant Siegfried Wuppermann) den lettischen Kreuzer "Gaisma", wenige Minuten nach dem die Offensive gegen die Rote Armee begann. Einheiten der 1. Flottille kaperten den estnischen Frachter "Estonia". Am frühen Morgen des 22. Juni 1941 liefen die Boote S-103 und S-39 der 1. Flottille vor Helsinki auf Grund. Dabei nahmen sie so großen Schaden, dass sie auf längere Sicht nicht mehr einsatzbereit waren. S-103 wurde sogar so weit beschädigt, dass das Boot zurück nach Deutschland gebracht werden musste, um dort repariert zu werden. Die folgenden Tage verbrachten die S-Boote mit Minenlegen und Küstenpatrouille. Bei einem Einsatz bei Hangö am 23. Juni versenkte das S-44 (Oberleutnant Opdenhoff, 3. Flottille) das sowjetische Küstenschutzboot MO-238. Am gleichen Tag gelang es S-35 (Leutnant Horst Weber) das U-Boot S-3 bei Steinort mit Unterwasserbomben und Handgranaten zu zerstören. In der Nach von 26. auf 27. Juni kaperten Boote der 2. Flottille das sowjetische Motor-Torpedo-Boot TKA-47 bei Backofen. In der Nacht von 25. auf 26. Juni stellten Boote der 2. und 5. Flottille wieder den Schutz für Minenlegergruppen. Im Norden Moons fuhren diese Boote in ein sowjetisches Minenfeld, dass bereits vor Kriegsbeginn gelegt wurde. Dabei gingen die Boote S-43 und S-106 verloren. Am gleichen Tag legten Boote der 3. Flottille Minen in der Irben-Strasse. Auf dem Rückweg versenkte S-34 (Leutnant Erwin Lüders) den estnischen Kreuzer "Lizada", während S-54, 60 und 61 Torpedos in den Hafen von Windau feuerten. Im Laufe einer Operation der 3. Flottille in der Nacht von 26. auf 27. Juni, torpedierte S-31 (Leutnant Heinz Haag) und S-59 den sowjetischen Zerstörer "Storozevoi" und trafen das Vorschiff. In einem nachfolgenden Angriff versenkten S-59 und S-60 (Oberleutnant Wuppermann) das sowjetische U-Boot S-10. Während einem dritten Angriff versenkten S-35 und S-60 den sowjetischen Minenräumer T-208. Nach weiteren Minenlegoperationen im Juni und Juli 1941, führte die 1. Flottille mit den Booten S-26, 28, 39, 40 und 101 am 10. Juli einen Angriff auf eine Gruppe sowjetischer Schiffe im Golf von Finnland durch. Hier wurde der lettische Frachter "Rasma" torpediert, der zuvor schon durch eine Mine beschädigt war. Eine ähnliche Attacke der gab es am 14. Juli, jedoch mit ähnlich geringem Erfolg: hier beschädigten die Boote S-47, 54, 57 und 58 der 3. Flottille einen sowjetischen Zerstörer in der Bucht von Riga. Am 27. Juli hatte die 3. Flottille mehr Glück, als S-54 (Leutnant Herbert Wagner) den Zerstörer "Smelyi" versenkte. Danach gab es keine nennenswerten Erfolge mehr während des Herbstes 1941. Die Einsätze der S-Boote in der Ostsee wurden auf ein Minimum reduziert. Die 2. und 5. Flottille wurden wieder in den Westen verlegt. Es war geplant die 1. Flottille in das Schwarze Meer zu verlegen, während die 3. Flottille im September Wilhelmshaven erreichte und weiter über den Rhein und die Rhone ins Mittelmeer verlegt werden sollte. Die Einsätze in der Ostsee zeigten, dass die S-Boote durchaus effektiv eingesetzt werden konnten. Allerdings litten sie immer wider an technischen Mängeln und waren nur teilweise einsatzbereit. Als Beispiel: In der ersten Woche in der Ostsee, hatte die 3. Flottille 3 Boote wegen technischen Problemen im Dock liegen. Insgesamt hatte die 3. Flottille kaum mehr als 5 oder 6 Boote (von 10) gleichzeitig einsatzbereit. Bei den anderen Flottillen waren es ähnliche Verhältnisse. Der insgesamt magere Erfolg der S-Boote in der Ostsee, zeigte auch, dass das erfolgreiche Vorgehen der S-Boote sehr vom Glück abhängig war. Mehr Erfolg hatten die S-Boote, wenn zuvor Aufklärungsflugzeuge der Luftwaffe eingesetzt wurden, doch die Zusammenarbeit der S-Boote und Luftwaffe klappte nur selten. Ärmelkanal, 1941Nach dem Verlegen der drei Flottillen in die Ostsee, verblieb nur die 4. Flottille am Ärmelkanal um weitere Einsätze an der britischen Küste durchzuführen. In den Monaten Mai, Juni und Juli 1941 versenkte jedoch kein S-Boot ein Schiff an der britischen Küste. Im August gelang es der 4. Flottille zwei Frachter, im September drei Frachter und im Oktober zwei weitere Schiffe zu versenken. Es dauerte bis November bis sich die Erfolge erhöhten, denn dann traf die 2. Flottille wieder aus der Ostsee ein. In der Nacht von 19. auf 20. November wurde ein Einsatz von nur 4 Booten (S-41, 53, 104 und 105) durchgeführt, welche einen Konvoi nahe Great Yarmouth angriffen. Hier versenkten sie drei Schiffe, darunter befand sich auch der Öltanker "War Methar", welcher von S-104 versenkt wurde. Bei diesem Einsatz wurde S-41 so stark beschädigt, dass das Boot aufgegeben werden musste. Im November unternahm die 4. Flottille zwei weitere erfolgreiche Einsätze. Inder Nacht von 23. auf 24. November attackierten die Boote S-50, 51, 52, 109 und 110 einen Kovoi östlich von Orfordness. Hier versenkte S-109 (Leutnant Walter Bosse) den britischen Tanker "Virgilia". Weiters wurde der holländische Frachter "Groenlo" und ein weiteres Schiff versenkt. In der Nach von 28. auf 29. November versenkten die Boote S-51, 52 und 64 der 4. Flottille drei britische Handelsschiffe. Neben den nächtlichen Angriffen auf Konvois, legten die S-Boote auch diverse Minenfelder vor britischen Häfen. Insgesamt versenkten die S-Boote in dieser Zeit: - 1 Zerstörer - 30 Handelsschiffe und Frachter Arktische Gewässer 1941/42 Der Kommandeur der Torpedoboote orderte am 19. Oktober weitere Boote für den Einsatz in der nördlichen Nordsee. Hierfür wurden die umgerüsteten Boote S-42, 44, 45 und 46 der 2. Flottille gemeinsam mit dem Nachschubschiff Adolf Lüderitz, nach Narvik verlegt. Diese 4 S-Boote wurden dort Teil der 8. Flottille. Im Dezember 1941 startete die Verlegung der Boote von Kiel aus in Richtung Nordnorwegen, jedoch stand die Verlegung unter keinen guten Stern.Am 27. Dezember erreichte die 8. Flottille Tromsö. S-45 lief am Vortag auf Grund und musste ins Dock geschleppt werden, wo es repariert wurde. Am nächsten Tag erreichten die ersten drei Boote Narvik. Am 29. Dezmeber wurden die Boote dann gegen britische Zerstörer bei Tranöy/Vestfjord eingesetzt, doch aufgrund des schlechten Wetters mussten sie ihre Mission abbrechen. S-42 und S-44 kollidierten miteinander und wurden dabei so stark beschädigt, dass sie für den Rest des Einsatzes nicht mehr einsatzfähig waren. Der 8. Flottille blieben so nur noch zwei einsatzbereite Boote. Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Gerog-Stuhr Christiansen operierte die Flottille später von Kirkenes aus in Richtung des Gebietes des Kola-Zuflusses. Dort gab es jedoch keinerlei Erfolge zu vermelden. Im Juni 1942 ersetzte die Kriegsmarine die 8. Flottille mit der 6. Flottille, welche am 21. Juni mit den Booten S-71, 73, 74, 75 und S-114 in Tromsö eintraf und bereits am nächsten Tag ihre Basis in Kirkenes erreichte. Am frühen Morgen des 30. Juni begaben sie die 5 Boot auf ihre erste Mission, in dem sie ein Minenfeld am Kola-Zufluss legten. S-69, 76 und 113 der 6. Flottille verblieb als "Schnellbootgruppe Narvik" mit Oberleutnant Gerhard Meyering (S-76) als Kommandeur. S-68 verlegte nach Trondheim zur Reparatur und kehrte nicht später mehr nach Kirkenes zurück. Die 8. Flottille, welche sich jetzt aus den Booten S-42, 44, 45 und 46 zusammensetzte, kehrte nach Deutschland zurück und wurde am 10. Juli 1942 aufgelöst. Es dauerte bis 1. Dezember, als die 8. Flottille unter dem Kommando von Korvettenkapitän Felix Zymalkowski neu gebildet wurde. Mittelmeer 1941/42Die Reise zum Mittelmeer Am Morgen des 7. Oktober 1941 begann für die 3. Flottille, aufgeteilt in zwei Gruppen (S-55, 35, 61, 31 und 34 / S-56, 54, 57, 58, 59), die Reise in Richtung Mittelmeer. Von Wilhelmshaven aus ging es erst nach Rotterdam. Rauhes Wetter in der Nordsee hatte die Boote S-54 und S-57 beschädigt, welche nun in Rotterdam repariert werden mussten. Danach ging die Reise auf dem Rhein mit 15 Knoten weiter und nach einigen Tagesetappen erreichten sie dann Straßburg. Von her aus führte die Route durch den Rhein-Rhone Kanal und durch 167 Schleusen. Weiter ging es auf dem Fluss Doubs bis zu Mündung in die Saone bei St. Sinforien. Von hier aus weiter auf der Saone in die Rhone bei Lyon. Von hier aus ging es Flussabwärts bis ins Mittelmeer. Dei erste Gruppe beendete seine Reise kurz danach und noch im Dezember 1941 war sie bereit für ihren ersten Einsatz in Sizilien. In den Nächten des 16., 22, 23. und 31. Dezember 1941 legten die 5 Boote insgesamt 73 Minen am Eingang zum Großhafen auf Malta. Die zweite Gruppe benötigte etwas mehr Zeit um seine Reise zum Mittelmeer zu beenden. Der niedrige Wasserstand auf der Rhone hielten die Gruppe 6 Wochen lang fest und so dauerte es bis 10. Januar 1942 bis sie endlich ihre Reise fortsetzen konnte. Am 15. Januar erreichte sie La Spezia, von wo aus es weiter nach Augusta in Sizilien ging. Von hier aus startete bereits die erste Gruppe ihre Einsätze. In der Zwischenzeit trafen per Zug der Nachschub und das Basispersonal in Sizilien ein. Insgesamt waren 120 Waggons eingesetzt. Insgesamt war die Verlegung von Deutschland aus sehr schwierig, da es auf der Strecke sehr viele enge Schleusen und niedrige Brücken gab. Die S-Boote waren mit ihren 20-Zylinder-Motoren zu groß für die Schleusen des Rhein-Rhone-Kanals. Die Boote der 3. Flottille, welche noch mit dem kleineren 16-Zylinder-Motor ausgestattet waren, konnten die Schleusen jedoch problemlos nutzen. Bei diesen Booten waren jedoch auch bestimmte Modifikationen nötig - auch wegen Tarnungsgründen. Unter Anderem wurde die 20mm Flak-Kanone entfernt. Weiters wurden die Torpedorohre mit Blech überzogen und ein Trichter über den vorderen Motorelüftungsschlitzen angebracht. Die Brücke wurde um die hälfte der Höhe abgesenkt und die abgeschnittene Hälfte auf dem hinteren Deck abgelegt - das hies, das der Steuermann währen der Fahrt im Freien stand. Am Ende erhielten die Boote einen pechschwarzen Anstrich und fuhren unter der deutschen Handelsflagge. Ziel war es, die Boote als Luft-See-Rettungsboote auszugeben. Die Besatzungen trugen zivile Kleidung und alle militärischen Gespräche waren verboten. Auf der gesamten Reise war der Postverkehr untersagt und das Verlassen des Bootes verboten. Kurz danach fuhren die S-Boote von Augusta nach Porto Empedocle. Als die Boote während ihrer Einsätze beim Minenlegen entdeckt wurden, wurden sie umgehend von der Küstenartillerie unter Beschuss genommen. S-34 erhielt einen Volltreffer im Motorenraum. Drei Besatzungsmitglieder wuden dabei getötet. Das Boot sollte von der Besatzung beim verlassen gesprengt werden, doch die Sprengladung versenkte das Boot nicht. Am nächsten Morgen wurde die Luftwaffe gerufen um das Wrack vollständig zu versenken. NordafrikaAm 24. Mai 1942 wurde die 3. Flottille, mittlerweile durch die Boote S-30, 33, 36 und 60 verstärkt, nach Derna in Nordafrika befohlen. Einen Tag später erreichte sie die Bucht von Suda auf Kreta. Von hier aus ging es inder Nacht weiter nach Derna. Am 14. Juni ergab sich die Möglichkeit den Malte-Konvoi "Vigorous" anzugreifen, welcher gemeinsam mit dem Konvoi "Harpoon" von Westen aus ankam. Der Kovoi war bereits bereits durch deutsche und italienische Luftwangriffe beschädigt und dezimiert. Am Abend des 14. Juni machten sich die Boote S-56, 54, 55, 58, 59 und 60 von Derna aus auf den Weg. S-55 (Oberleutnant Horst Weber) verseknte den britischen Zerstörer "Hasty" und S-56 (Oberleutnant Wuppermann) traf den leichten Kreuzer "Newcastle" mit zwei Torpedos. Eine Such nach nachzüglern in der folgenden nacht blieb erfolglos. Eine Woche später operierten 6 Boote der Flottille gegen britische Schiffe, die sich aus Tobruk zurückzogen, welches am 20. Juni vom Afrikakorps eingenommen wurde. Dabei wurden das Südafrikanische Minenräumboot "Parktown", ein Motor-Segel-Schiff und 8 kleinere Schiffe versenkt oder gekapert. S-55 kaperte LCT.150. S-58 wurde während dieser Kämpfe beschädigt, dabei wurde der Kapitän und ein Arzt getötet. Danach verlegten die Schiffe nach Tobruk, von wo aus sie weitere Einsätze vornahmen. Nach dem sie keine Spuren des Feidnes mehr finden konnten, erlegten sie am 2. Juli nach Mersa Matrush. Im August wurde die 3. Flottille in drei Gruppen aufgeteilt: 4 Boote blieben in Mersa Matrush, 2 in der Bucht von Suda und die verbleibenden 6 Boote verlegten nach Augusta und Palermo, wo drei von ihnen ins Dock zur Reparatur mussten. Am 13. August attackierte die Augusta-Gruppe gemeinsam mit italienischen Motor-Torpedobooten den Malta-Konvoi "Pedestal". S-30 und S-36 versenkten dabei die "MV Wairangi". Im September 1941 wurde die gesamte 3. Flottille in Porto Empedocle wieder gesammelt. Augusta sollte nun als Basis für die 7. Flottille (Kapitänleutnant Hans Trummerer), welche bereits auf dem Weg ins Mittelmeer war, dienen. Die 7. Flottille wurde am 1. Oktober 1941 in Swinemünde gebildet und war jetzt erstmals einsatzbereit. Die Boote der Flottille (S-151 bis 158) hatten eine Wasserverdrängung von nur 54 t. Die Maße betrugen 28x4 m und der Tiefgang lag bei 1-6 m. Damit war die Reise über den Rhein und Rhone problemlos möglich. S-151-158 waren Boote, die in Schiedam Yard/Holland übernommen wurden und für die Nutzung innerhalb der Kriegsmarine umgerüstet wurden. Im Oktober 1942 blieb die 3. Flottille im hafen liegen. Als die Alliierten am 8. November 1942 während der Operation "Torch" in Nordafrika landeten, verlegte die Flottille ihre Basis nach Tunesien. Hier operierte sie von Bizerta und La Goulette aus. Im Winter 1942/43 legte sie bei Bone und Philippeville mehrere Minenfelder. Während einer dieser Einsätze versenkte S-58 am 1. Januar 1943 das britische Minenräumboot "Horatio" an der afrikanischen Küste. Während dieser zeit verlor die Flottille das Boot S-35, welches am 28. Ferbuar nordwestlich von Bizerta auf eine Mine fuhr. Am 12. März versenkte S-55 (Oberleutnant Weber) den Zerstörer "Lightning" in der Strasse von Messina. Am 7. Mai 1943 verliesen die letzten S-Boote Bizerta und halfen bei der Evakuierung des Afrikakorps. Das Schwarze Meer 1942-1944 Im Schwarzen Meer, wo bisher nur ein paar alte rumänische Schiffe gegen die sowjetische Schwarzmeerflotte vorging, hielt es die deutsche Führung für nötig, deutsche Schiffe einzusetzen. Die Führung der Kriegsmarine sendete vorerst 6 U-Boote und einige kleinere Schiffe in das Schwarze Meer. Zu ihnen gehörte auch die 1. S-Boot Flottille. Die Route der Flottille verlief von Kiel durch den Kanal nach Hamburg, die Elbe hinab nach Dresden, von wo aus Spezialfahrzeuge die Boote nach Ingolstadt transportierten, Von hier aus ging es weiter die Donau hinunter bis ins Schwarze Meer.Der Großteil der Flottille konnte seine Reise erst im Frühling 1942 beenden, als endlich das Eis schmolz. Die Flottille war in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste setze sich aus den Booten S-26, 27, 28, 40, 72 und 102 zusammen. Für den Transport auf der Autobahn mussten alle Aufbauten abmontiert werden, da sie sont nicht unter die Autobahnbrücken gepasst hätten. Ebenfalls mussten die Motoren aufgrund ihres Gewichtes entfernt werden. Der Zusammenbau der Boote erfolgt auf der Donau in Linz. Im Mai 1942 erklärte der Flottillenführer, Korvettenkapitän Birnbacher, die ersten 4 Boote (S-26, 28, 72 und 102) im rumänischen Constanza als Einsatzbereit. S-27, 40, 42, 45, 46, 47, 49, 51, 52, 131, 148 und 149 folgten auf der selben Route. Die ersten einsatzbereiten Boote nahmen bereits bei der Schlacht um die Festung Sevastopol teil. In der Nacht des 19. juni 1942 hatte die 1. Flottille ihren ersten Erfolg im Schwarzen Meer zu vermelden: S-102 versenkte einen Frachter südlich der Krim. Bei einem Kampf in der Nacht des 3. Juli wurden 2 sovietische Kanonenboote versenkt, welche aus Sevastopol flüchten wollten. S-40 und S-28 erlitten bei den Kämpfen Schaden und Verwundete. In den folgenden Monaten operierte die 1. Flottille an der kaukasischen Küste, wo sie mehrere sovietische Küstenschutz-Boote und einige Frachter versenken konnte. Die Verluste auf deutscher Seite hielten sich in diesem Gebiet auf niedrigem Niveau: 1942 - S-27 durch eigenen Torpedo (ein sog. "Kreisdreher"9, 1943 - S-102 durch fahrt auf eine Mine und S-46 durch Fliegerangriff. Als sich die deutschen Streitkräfte aus Südrussland zurückzogen und die Krim evakuiert wurde, hatte die 1. Flottille mehrere Kämpfe mit sovietischen Schiffen. Weiters halfen die S-Boote bei der Evakuierung. Im August 1944 brachte der Vormarsch der Roten Armee nach Rumänien das Ende für die 1. Flottille. S-26, 40, 42, 52 und 131 wurden durch Bomben zerstört, S-148 sank durch Fahrt auf eine Mine und die verbleibenden S-28, 45, 47, 49, 51 und 149 wurden gesprengt, kurz bevor die Häfen von der Roten Armee überrannt wurden. Ärmelkanal 1942Die Hauptaufgabe der S-Boote im Ärmelkanal un der westlichen Nordsee waren weiterhin das attackieren der Konvois entlang der süd- und sdöstlichen Küste Englands. Auch zum anlegen von Minenfeldern waren die S-Boote weiterhin im Einsatz. Am 11. März 1942 versenkte die 2. Flottille die "SS Horseferry", ein kleiner Frachter, östlich von Cromer. Drei Tage später versenkte S-104 (Oberleutnant Ullrich Roeder) im gleichen Gebiet den britischen Zerstörer "Vortigern" mit zwei Torpedos. Am gleichen Tag verlor die 2. Flottille S-53, welches bei Dover über eine Mine fuhr. S-111 sank nach einem Kampf mit der "HMS Guillemont". Danach gab es eine längere Pause für die S-Boote. Es dauerte bis zur Nacht des 9. juli, als die 2. Flottille (Kapitänleutnant Klaus Feldt) neue Erfolge zu vermelden hatte: In der Bucht von Lyme attackierten die S-Boote S-48, 50, 63, 67, 70, 104 und 109 einen Konvoi und versenkten dabei einen holländischen, drei norwegische Frachter und den Trawler "Manor". Zusätzlich versenkte S-67 (Kapitänleutnant Felix Zymalkowski) den britischen Motor-Tanker "Pomella". Die 5. Flottille (Kapitänleutnant Klug) operierte am 2. Oktober 1942 mit den Booten S-65, 77, 82 und 112 bei Eddystone und versenkte den Trawler "Lord Stonehaven". Fünf Tage später setzte sich die 2. Flottille aus den Booten S-101, 46, 63, 80, 105 und 108 zusammen und wurde zusätzlich von den Booten S-63, 79 und 117 der 4. Flottille unterstützt, als sie beo Cromer einen Konvoi attackierte. Sie versenkten drei Frachtschiffe, einen Schlepper und ML.339. Im Oktober 1942 traf die 6. Flottille, bisher in Nordnorwegen unter Kapitänleutnant Albrecht Obermaier stationiert, wieder im Ärmelkanal ein. Am 14. Oktober torpedierten S-69 und S-71 zwei handelsschiffe bei Cromer. Im November hatten die 2. und 5. Flottille weiterhin Erfolge zu verbuchen. Am 9. November wurd ein Frachtschiff bei Lowstoft versenkt und ein weiteres torpediert. Zehn tage später setzte sich die 5. Flottille aus den Booten S-68, 77, 82, 112, 115 und 116 zusammen und attackierten bei Eddystone und versenkten dort drei Frachter und den Trawler "Ullswater". S-81 versenkte den Trawler "Jasper" am 1. Dezember im Kanal. In der Nacht von 2. auf 3. Dezember war die 5. Flottille wieder im Spden von Portland aktiv, wo S-115 (Oberleutnant Joachim k. Klocke) den Zerstörer (der Klasse "Hunt") "Penylan" versenkte. Andere Boote der Flottille versenkten einen französischen Frachter. Am 12. Dezember attackierten S-48, 63, 80, 110 und 117 der 4. Flottille den Konvoi FN 889 bei Lowestoft und versenkten 5 Frachter. Im zeitram vom 29. November 1941 bis 9. Oktober 1942 führten die Flottillen im Ärmelkanal 22 Angriffe, 11 Eskorteinsätze und 51 Minenleger-Operationen aus. Insgesamt legten die S-Boote in diesem Zeitram 1902 Minen. Im Ärmelkanal konnten 1942 folgende Erfolge (exclusive Minenopfer) erreicht werden: - 2 Zerstörer - 1 Motor-Tanker - 4 Trawler - 20 Frachter und Handelsschiffe Mitte Oktober 1942 war die S-Boot Stärke im Ärmelkanal wie folgt: 2. Flottille S.29, 46, 62, 67, 70, 83, 101, 104, 105, 108 4. Flottille S-42, 45, 48, 63, 64, 66, 78, 109, 110, 117 5. Flottille S-65, 68, 77, 81, 82, 85, 112, 115, 116, 118 6. Flottille S-39, 44, 69, 71, 72, 74, 75, 76, 113, 114 Ärmelkanal 1943Das Jahr 1943 symbolisierte für die S-Boote in diesem Bereich einen immer härter und schwerer werdenden Kampf. Es mussten erstmals hohe Verluste miteingerechnet werden. Die englische Marine änderte ihre Verteidigungstaktik und verstärkte die Küstenkonvois enorm. Erstmals wurden verstärkt Flugzeuge gegen die S-Boote eingesetzt. Während des Jahres 1943 verloren die Flottillen im Westen bei Kämpfen S-63, 71, 77, 88 und 96. S-70 und S-104 fielen Minen zum Opfer, S-74, 75 und 121 wurden Opfer von Flugzeugen, während S-44, 66 und 137 Opfer der Luftangriffe auf Kiel wurden. Die Boote S-74, 78, 124, 125, 126 und 134 wurden nach Spanien verlegt. Neben den üblichen Minenlegoperationen waren folgende Einsätze erwähnenswert für das Jahr 1943: In der Nacht von 26. auf 27. Februar operierte die 5. Flottille auserhalb von Cherbourg und versenkte den Frachter "Modavia", LCT.381 und die Trawler "Harstad" und "Lord Hailsham" in der Bucht von Lyme. Sieben Boote der 2. Flottille operierten auserhalb von Ostend um den Konvoi FS 1074 bei Smith's Knoll zu attackieren, doch sie wurden von den starken Eskortschiffen geschlagen. In der Nacht von 13. auf 14. April waren 6 Boote der 5. Flottille dabei den Konvoi PW 323 bei Lizard Head anzugreifen, welcher von zwei Zerstörern und fünf Trawlern eskortiert wurde. Es gelang nur eines der insgesamt sechs Dampfschiffe ("Stanlake") zu versenken. Beim anschliesenden Kampf mit den Konvoieskorten versenkten S-65 (Oberleutnant Walther Sobottka) und S-112 (Kapitänleutnant Karl MÜller) den norwegischen Zerstörer "Eskdale". In der folgenden Nacht versenkte die 4. Flottille während einer Minenlegoperation den Trawler "Adonis" bei Lowestoft. Die kürzer werdenden Sommernächte liesen die Aktivitäten der S-Boote fast zum erliegen bringen. Als am 5. August die Angriffe wieder aufgenommen wurden, versenkte die 6. Flottille den Trawler "Redgaunlet" während eines Angriffs bei Harwich. Am 25. September versenkte im gleichen Gebiet die 4. Flottille die Trawler "Franc Tireur" und "Donna Nook" per Torpedo. Bei diesem Angriff ging S-96 nach einem Zusammenstoss mit ML.145 verloren. Bei einem gemeinsamen Angriff mit 28 S-Booten der 2., 4., 6 und 8. Flottille gegen den Konvoi FN 1160 in der Nacht von 24. auf 25. Oktober 1943 bei Cromer, wurde verdeutlicht in welchem Umfang die neglische Marine ihre Verteidigungstaktik erweitert hatte: Die S-Boote wurden von den Zerstörern "Mackey", "Pytchley", "Worcester" und einigen Kanonenbooten zum Kampf gestellt. Es galng den S-Booten nicht an den Konvoi heran zu kommen. S-63 und S-88 der 4. Flottille gingen verloren und Kapitänleutnant Werner Lützow getötet. Als einzigen Erfolg hatte die 6. Flottille das Versenken des Trawlers "William Stephen" zu vezeichnen. Neun Boote der 5. Flottille hatten am 2. November mehr Glück, als sie einen Überraschungsangriff auf Konvoi CW 221 südwestlich von Dungeness durchführten und dabei 3 Frachter versenkten. Dies war der erste Angriff im östlichen Ärmelkanal seit August 1941. zwei Nächte später wurden zwei Schffe des Konvoi FN 1170 zwischen Cromer und Great Yarmouth torpediert. Auf dem Rückweg am Morgen zur Basis, wurde S-74 der 6. Flottille von einem britischen Jagdbomber versenkt. Den letzten Erfolg im Jahre 1943 hatte die 5. Flottille zu verzeichnen, die am 1. Dezember den Trawler "Avanturine" bei Beachy Head versenkte. Im November sanken zwei Frachter bei Harwich, nach dem sie auf von S-Booten gelegte Minen fuhren. Im Dezember wurden die Zerstörer "Holderness" und "Worcester" durch Minen beschädigt. Bei Torpedoattacken im jahr 1943 versenkten die S-Boot Flottillen im Ärmelkanal: - 1 Zerstörer - 1 LCT - 8 Trawler - 5 Handelsschiffe und Frachter Ärmelkanal 1944Im Januer 1944 führte die 5. Flottille zwei erfolgreiche Konvoiangriffe durch: In der Nacht von 5. auf 6. Januar operierten 7 Boote vor Cherbourg und versenkten 3 Frachter und den Trawler "Wallasea" des Konvois WP 457. Der zweite Angriff fand am 31. Januar südöstlich von Beachy Head gegen Konvoi CW 243 statt. Zwei Frachter, "Polperro" und "Underwood", und der Trawler "Pine" wurden dabei versenkt. Danach operrierten die Flottillen auserhalb von Ijmuiden, die 6. Flottille wurde in die Ostsee verlegt. Die 6. Flottille bestand aus 6 Booten, welche am 15. Februar 1944 in Reval eintrafen. Im Ärmelkanal verblieben die 2. und 8. Flottille, die bei Ijmuiden operierten, die 4. Flottille in Rotterdam und die 5. und 9. Flottille in Cherbourg. Am 5. Februar hatten die Flottillen eine Stärke von 28 S-Booten - die Sollstärke lag bei 50 Booten. Hinzu kam, dass weitere technische Schwierigkeiten einige Boote immer wieder ausfallen liesen. Die Flottillenführer hatten mittlerweile längst ihre alte Taktik, an Konvoirouten einfach zu warten, aufgegeben. Sie praktizieren nun die sog "Hit and Run"-Taktik, d.h. schnell zuschlagen und schnell wieder verschinden. Dazu war natürlich eine gute Aufklärung nötig. Zu diesem zeitpunkt war die Luftwaffe allerdings schon stark geschwächt und es war nur selten möglich Aufklärungsflüge zu fliegen. Von Februar bis Ende Mai 1944 gelang es den S-Booten lediglich einen Trawler und zwei Frachter vor der britischen Küste zu versenken. Der bedeutenste Erfolg war ein Angriff der 5. und 9. Flottille, welche am 28. April LST 289 und LST 507 vernkten und LST 531 torpedierten. Dies geschah in der Bucht von Lyme. Die VErluste für die briten beifen sich dabei 197 Marineangehörige und 441 Soldaten. Im Gegenzug wurden S-94 und S-128 verloren, nach dem diese kollidiert hatten. S-87 wurde durch Luftangriffe versenkt, S-93 und S-129 wurden bei der Bombardierung von Ijmuiden zerstört und S-141 und S-147 gingen bei Kämpfen mit Konvoieskorten verloren. Die Invasion in der NormandieDie meisten Verluste mussten die S-Boote, die im Ärmelkanal eingesetzt waren, während der Operation "Overlord"/"Neptune", die alliierten Invasion in der Normandy am 6. Juni, hinnehmen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Flottillen im Westen 34 Boote einsatzbereit und 5 in Reparatur. Jede Nacht wurden Minen gelegt und Torpedos gegen die Invasionsflotten abgeschossen. Trotz der enormen Menge an Zielen hielt sich der Verlust der Invasionsflotte durch die S-Boote in Grenzen: durch Torpedotreffer wurden die amerikanischen LST.376 und LST.314, die britischen LCT 105, LCT 875, 2 Schlepper, 4 kleinere Frachter, MGB 17 und die Fregatte "Halstead" versenkt. Die 5. Flottille verlor dabei S-136 während der Kämpfe und S-139 und S-140 durch Minen. Die 2. Flottille verlor S-178, 179, 189 und 190. Die schwersten Verluste an S-Booten während des gesamten Krieges mussten in der Nacht von 14. auf 15. Juni hingenommen werden, als 325 Lancaster-Bomber Le Havre bombardierten. Folgende S-Boote wurden dabei zerstört: 4. Flottille: S-171, 172, 173, 187, 188, 189 5. Flottille: S-84, 100, 138, 142, 143, Kapitänleutnant Kurt Johannsen wurde getötet 9. Flottille: S-144, 146, 150 Insgesamt gingen also 15 S-Boote verloren. Trotz des enormen Stärkeverlustes setzten die S-Boote im Juli 1944 fort. Bei ihren Angriffen auf die Invasionsflotten wurden sie jedoch meist durch alliierte Patroullien abgedrängt. Mittlerweile war die 6. Flottille im juni wieder von der Ostsee in den Ärmelkanal verlegt worden. Die Flottillen 2., 4., 8. und 6. torpedierten bei einem gemeinsamen Angriff die Fregatte "Trollope", welche nur beschädigt wurde, und versenkten 6 Frachter und ein weiteres Nachschubschiff. In der Nacht von 10. auf 11. August attackierten die Boote erstmals mit dem neuen "Dackel", einem neuen langen Torpedo. Dabei wurde der Kreuzer "Frobisher" und zwei weitere Schiffe getroffen und ein Frachter versenkt. S-182 wurde im juli verloren und S-39, 91 und 119 gingen im August verloren. Die Entwicklung der Situation an der Westfront zwang die letzten verbliebenen 13 S-Boote zum Rückzug aus dem Ärmelkanal. Am 4. September fuhren sie zurück nach Rotterdam und Ijmuiden, von wo aus sie bis Ende des Krieges weitere Einsätze vollzogen. In der Nacht von 18. auf 19. September stellten die Boote S-183, 200 und 702 der neu gebildeten 10. Flottille (Kapitänleutnant Karl Müller) den Geleitschutz für 4 Schiffe, die Nachschub in das belagerte Dünkirchen Schiffen wollten. Die gesamte Eskorte wurde von der Fregatte "Stayner" und den norwegischen MBT 624 und 728 ausgelöscht. Im Oktober hatten die S-Boote keine Erfolge zu verzeichnen und im November gab es nur einen nennenswerten Erfolg, als die 9. Flottille den kleinen Tanker "Rio Bravo" bei Ostende versenkte. S-128, 183, 184, 200 und 703 wurden im September 1944, S-185, 192 und 198 im Dezember, S-185 und 192 in der Nacht von 22. auf 23. Dezmeber bei einem missglückten Angriff auf einen Konvoi an der Scheldt-Mündung vernichtet. Westliche Nordsee 1945Zu Beginn des Januar 1945 war die Stärke der S-Boote in der westlichen Nordsee folgende: 2. Flottille: 7 Boote - Den Helder 4. Flottille: 5 Boote - Rotterdam 6. Flottille: 6 Boote - Rotterdam 8. Flottille: 5 Boote - Ijmuiden 9. Flottille: 4 Boote - Rotterdam Die 5. Flottille, welche seit August 1944 in der Ostsee eingesetzt war, erreichte am 28. Dezember 1944 Rotterdam. Ihre 7 Booten hatten ihre Basis in Den Helder um die anderen Flottillen bei ihren Einsätzen zu unterstützen. Das schlechte Wetter im Januar 1945 lies fast keine Einsätze zu. Bei einem der wenigen Einsätze in diesem Monat versenkte die 9. Flottille am 22. Januar den Frachter "Halo" und die 8. Flottille LST.415. Bei diesem Angriff gingen S-180 (2. Flottille) und S-199 (8. Flottille) verloren. In der Nacht von 21. auf 22. Ferbuar führte die 8. und 9. Flottille einen Angriff auf den Konvoi FN1734 an der Scheldt-Mündung durch. Hier gelang es die beiden Frachter "Goodwood" und "Blacktoft" zu versenken, jedoch gingen dabei S-193 (8. Flottille) und S-167 (9. Flottile) verloren. Einige Erfolge konnten in den ersten beiden Monaten im Jahr 1945 durch Minen erzeilt werden. Insgesamt wurden durch gelegte Minenfelder 7 Schiffe und 3 kleinere Boote versenkt. Im März 1945 führten die S-Boote nur einen erfolgreichen Torpedo-Angriff durch: In der Nacht von 18. auf 19. März gelang es bei Lowestoft die Frachter "Crichtoun" und "Rogate" zu versenken. Dies waren die letzten Frachtschiffe, die während des Zweiten Weltkriegs durch S-Boote versenkt wurden. Während des Monats wurden noch 4 Dampfschiffe und zwei Fischerboote durch Minen versenkt. Im März gingen S-203, 220 der 4. Flottille und S-181 der 2. Flottille verloren. Der Führer der 2. Flottille, Korvettenkapitän Opdenhoff wurde getötet. Während des April 1945 hatten die S-Boote schwere Kämpfe gegen die britischen Eskortpatrouillen zu bestehen. Während ihrer letzten Minenlegoperation in der Nacht von 6. auf 7. April, verlor die 2. Flottille S-167 und 177 bei Kämpfen. Dabei wurden die beiden britischen MTB.5001 und MTB.494 versenkt. In der folgenden Nacht operierten die 4. und 6. Flottille wieder entlang der östlichen britischen Küste. Hier gingen S-202 und 703 nach einer Kollision und S-233 durch eine Mine verloren. In den holländischen Gewässern verblieben jetzt nur noch 15 einsatzbereite S-Boote. Diese konnten jedoch aufrgund des Mangels an Treibstoff und Torpedos keine Einsätze mehr durchführen. Für sie war der Kampf zu Ende. Von Januar bis April 1945 führten die S-Boote insgesamt 351 Einsätze aus. Mittelmeer 1943-45Nach dem Verlust Nordafrikas wurden die 3. und 7. Flottille nach Sizilien verlegt, von wo aus sie mehrere Operationen, bis hin zur nordafrikaniscehn Küste, durchführten. Am 6. Juli 1943 ging S-59 durch einen Luftangriff verloren. Norwegen 19441944 operierten die S-Boote in Norwegen nur kurzzeitig und mit eher kleinerem Erfolg. Mitte November setzte sich die 4. Flottille aus 8 Booten und dem Versorgungsschiff "Hermann von Wissmann" zusammen und verlegte nach Egersund. Auf dem Weg dort hin, sank S-203 nach einer Kollision mit dem Minenleger R.220 südöstlich von Lindesnes. Die restlichen Boote erreichten ihr Ziel am 19. November 1944. Ende Dezember wurden alle Boote nach Rotterdam verlegt. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 21. März 2009 um 16:35 Uhr |