Luftwaffe Fallschirmtruppe 9. Fallschirmjäger-Division
9. Fallschirmjäger-Division
Die Bildung der 9. Fallschirm-Jäger-Division wurde am 24. September 1944 befohlen und am 25. Oktober 1944 allerdings wieder widerrufen. Die Fallschirm-Luftnachrichten-Abteilung 9, die eigentlich für die Bildung der Division gedacht war, wurde der Wehrmacht unterstellt und wurde am 2. Januar 1945 Teil der 85. Infanteriedivision.
Zwischen Dezember 1944 und Februar 1945 wurde die Division in Stettin neu formiert.
Ende Februar 1945 flogen das Fallschirm-Jäger-Regiment 25 und 26 nach Breslau und wurden von der Division entfernt. In der Festung Breslau kämpften sie bis zu ihrem Ende und die wenigen Überlebenden gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Der Rest der 9. Fallschirm-Jäger-Division kämpfte im Gebiet von Stargard-Dramburg an der Ostfront. Im März 1945 befanden sich diese Teile der Division in Prenzlau zur Auffrischung. Am 23. März 1945 sollte die Division einige Teile der 2. Fallschirm-Jäger-Division erhalten, doch dazu kam es jedoch nicht.
Am 8. April 1945 befand sich die Division mit rund 11.600 Mann im Raum Berlin.
Die Division wurde in extrem heftige Kämpfe an der Oder-Front (Frontabschnitt beiderseits Zechin, Gefechtsstand in Platkow) geschmissen und wurde dort von der sowjetischen Übermacht fast völlig aufgerieben. Die letzten Reste der Division wurden bis nach Berlin getrieben, wo sie bis zum Ende am Humboldthain Flakturm kämpfte. Einige Reste versuchen sich über die Charlottenbrücke in Spandau aus Berlin herauszukämpfen.
Die letzten Soldaten der Division ergaben sich zwischen 30. April und 2. Mai 1945 den sowjetischen Streitkräften, als Berlin bereits gefallen war.

Gliederung


Divisionsstab
Fallschirm-Jäger-Regiment 25

   I./FJR 25, II./FJR 25, III. FJR 25
Fallschirm-Jäger-Regiment 26
   I./FJR 26, II./FJR 26, III. FJR 26
Fallschirmjäger-Bataillon 27
Fallschirm-Panzerjäger-(Zerstörer-)-Abteilung 9 (am 13.2.1945 aus Pz.Jg.Lehr-Kp. Bergen)
Fallschirm-Artillerie-Regiment 9
   I., II. und III. Abteilung
Fallschirm-Pionier-Bataillon 9
Fallschirm-Luftnachrichten-Abteilung 9
Fallschirm-Feld-Ersatz-Bataillon 9
Fallschirmjäger-Bataillon 69

Kommandeure


GenLt. Gustav Wilke
Gen. Bruno Bräuer
Oberst Harry Herrmann

Einsätze

Januar 1945: Abwehrkämpfe im Raum Stargard-Dramenburg (Pommern)
März 1945: Brückenkopf Stettin, Absetzbewegungen in den Raum Prenzlau
April 1945: Brückenkopf Küstrin
Mai1945: Kämpfe bei Zechlin - Gusow - Neu-Hardenberg - Buckow - Straußberg-Berlin
Kapitulation - russische Gefangenschaft, teilweise amerikanische Gefangenschaft

II./FJR 25 und das III./FJR 26 werden Ende Februar 1945 in die Festung Breslau eingeflogen und gehen dort unter. Teile kommen durch die Kapizulation am 6. Mai 1945 in russische Gefangenschaft.

Kommentare (0)Add Comment
Kommentar schreiben

busy
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 06. November 2010 um 05:20 Uhr
 

Unterstützung

Sie finden diese Seite hilfreich oder wollen unser Projekt unterstützen?
 PayPal
Mit den eingegangenen Spenden finanzieren wir ausschlieslich diese Homepage und garantieren eine stetige Fortentwicklung.

Unser Newsletter

Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!


Banner