Arado

Arado Flugzeugwerke GmbH, Warnemünde
Werke: Brandenburg (Havel), Warnemünde, Anklam, Rathenow, Wittenberge, neuendorf und Babelsberg.

Arado 1925 entstand aus der 1917 gegründeten Werft Warnemünde der Flugzeugbau Friedrichshafen GmbH die Arado Handelsgesellschaft mbH. Sie befasste sich anfangs mit dem Bau von Heinkel-Doppeldeckern auf der Werft Warnemünde. Ab 1927 entstanden die ersten eigenen Konstruktionen, die zunehmend militärischen Charakter aufwiesen. So konnte sich Arado einen wichtigen technologischen Vorsprung erarbeiten. Mit der geheimen Erprobung von Kampfeinsitzern hatte das Unternehmen aber bereits frühzeitig die Grundlagen für die Entwicklung schneller Kampfflugzeuge gelegt. Dieser Entwicklungsvorsprung trug entscheidend dazu bei, daß Arado die 1930 einsetzende allgemeine Weltwirtschaftskrise überlebte.
1933 erfolgte die Umbenennung in Arado Flugzeugwerke, die ersten deutschen Serienjagdflugzeuge seit 1918 verließen die Werkshallen und liefen bald auch in Lizenz bei anderen Herstellern vom Band. In den Rüstungsplänen der Nationalsozialisten aber waren die Arado-Werke langfristig als reiner Lizenznehmer anderer Flugzeugmuster eingeplant. 1935 wurde das Zweigwerk Brandenburg eröffnet. Die Geschäftsführung setzte sich zunehmend gegen die rüstungspolitischen Ziele der Nationalsozialisten zur Wehr, mit dem Ergebnis, dass man die Arado Flugzeugwerke 1936 verstaatlichte und sie dadurch mehr und mehr zum gigantischen Nachbaubetrieb degradiert wurden. Gleichzeitig betrieb man deren kontinuierlichen Ausbau, so dass die Gründung der Zweigwerke Anklam, Rathenow und Wittenberg schon bald folgte.
Trotz immer umfangreicherer Lizenzfertigung entstanden im Lauf der Zeit richtungsweisende Konstruktionen wie die Arado 232, der erste Kampfzonentransporter der Welt. Am herausragendsten war jedoch der ab 1940 in Angriff genommene zweistrahlige Fernaufklärer und Bomber Arado 234, der in Serie gebaut wurde und den Ruf der Firma bis heute prägt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden die Arado Flugzeugwerke zerschlagen und demontiert.

Die Flugzeuge:

1925 - Arado S 1, Schulflugzeug
1926 - Arado SC 1, Übungsflugzeug
1928 - Arado S III, Schulungsflugzeug
1928 - Arado SC II, Übungsflugzeug
1928 - Arado SD 1, Jagdflugzeug
1929 - Arado W II, Seegestütztes Übungsflugzeug
1929 - Arado SD II, Jagdflugzeug
1929 - Arado SD III, Jagdflugzeug
1929 - Arado SSD I, Seegestütztes Jagdflugzeug
1930 - Arado Ar 64 a, Jagdflugzeug
1930 - Arado L II a, Schulungsflugzeug
1933 - Arado Ar 66 C, Sport-, Schul- und Übungsflugzeug
Die AR66 wurde von Rethel entworfen. Dabei wurden die Anforderungen der neu aufgebauten Luftwaffe zugrundegelegt. Die AR66 wurde so zu einem Standardübungsflugzeug.
1933 - Arado Ar 67, Jagdflugzeug
1934 - Arado Ar 65 F, Jagdflugzeug
1934 - Arado Ar 68 E, Jagdflugzeug
1934 - Arado Ar 69 B, Schulungsflugzeug
1935 - Arado Ar 76, Jagdflugzeug und Fortgeschrittenenschulung
1935 - Arado Ar 80 V2, Jagdflugzeug
1936 - Arado Ar 197, Trägergestützter Jagdbomber
1936 - Arado Ar 81, Sturzkampfbomber
1936 - Arado Ar 95 A1, Seegestützter Bomber und Torpedobomber
1937 - Arado Ar 198, Kampfaufklärer
1938 - Arado Ar 195, Trägergestützter Torpedobomber und taktischer Aufklärer
1938 - Arado Ar 79, Reise- und Schulflugzeug
1938 - Arado Ar 96 B, Schulflugzeug
Die Ar 96 war das wichtigste Schulungsflugzeug, daß bei der Luftwaffe zum Einsatz kam. Während des Krieges wurden 11546 Stück hergestellt, u.a. auch als C-2 in Tschechien. Dort wurden Ar 96 noch bis 1948 produziert. Das grundlegende Konzept lebte in der Zlin Trèner-Familie weiter.
1940 - Arado Ar 196 A3, Aufklärungs- und Seekampfflugzeug
1940 - Arado Ar 231, Seeaufklärer für Einsatz von U-Booten aus
1942 - Arado Ar 232 Tausendfüssler, Kampfzonentransporter
1942 - Arado Ar 240, Zerstörer und Aufklärer
1942 - Arado Ar 440, Langstreckenzerstörer
1943 - Arado Ar 396, leichtes Kampfflugzeug
1944 - Arado Ar 234 B Blitz, Strahlbomber
Der Arado 234 war der erste serienmäßig gebaute strahlgetriebene Bomber der Welt. Er wurde auch in Varianten als taktischer Aufklärer und als vierstrahliger Bomber gebaut.

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 13. März 2010 um 02:16 Uhr
 

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