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Dornier Flugzeugwerke GmbH, Manzell/Friedrichshafen Werke: Friedrichshafen-Löwenthal, manzell, Oberpfaffenhofen-Neuaubing
Der diplomierte Maschinenbauer Claudius Dornier erhielt 1910 eine Anstellung als Statiker in der Luftschiffbaufirma Graf Zeppelins bei Friedrichshafen, wo er sich ganz auf den Einsatz von Leichtmetallen im Flugzeugbau spezialisierte. Noch vor dem I. Weltkrieg gründete er mit der Dornier Metallbau GmbH sein eigenes Unternehmen, das 1922 zum Dornier Flugzeugwerk wurde. Die Konstruktion des ersten Gesamtmetallflugzeugs gelang dem Techniker bereits 1914. Als der Flugzeugbau in Deutschland durch den Versailler Vertrag verboten wurde, verlegte Dornier die Produktion ins Ausland. Berühmt wurde das 1922 entwickelte zweimotorige Flugboot "Dornier-Wal", mit dem zahlreiche Erstüberquerungen von Ozeanen sowie der Nordpolflug Amundsens 1925 glückten. In dem zwölfmotorigen Riesenflugboot Do-X von 1928 gelang die Überquerung das Südantlantiks in Rekordzeit. Aufgrund ihrer Zuverlässigkeit wurden Dornier-Flugzeuge schon in den 30er Jahren von der Lufthansa für Trans-Atlantikflüge eingesetzt. Im NS-Regime als Wehrwirtschaftsführer tätig, hat sich das Werk durch Zweigbetriebe in Neuaubing und Oberpfaffenhofen, sowie in Wismar(Norddeutsche Dornier-Werke GmbH), stark erweiterte.
Die Flugzeuge:
1922 - Dornier "Libelle II", Kleinflugboot Die Libelle ist ein Kleinflugboot, das vor allem in wasserreichen weitläufigen Gebieten eingesetzt wurde, z.B. in Brasilien, Neuseeland, Australien, Japan und auf den Fidschi-Inseln. 1922 - Dornier Gs II, Fernaufklärungs-Flugboot 1922 - Dornier H Falke, Jagdflugzeug Vergleichsweise moderne Konstruktion, die auch mit Schwimmern als See-Jagdflugzeug gebaut wurde. Wurde in verschiedenen Motorisierungsvarianten gebaut. In Zusammenarbeit mit Wright wurde ein Wright H-3 eingebaut und die Konstruktion der US-Navy angeboten. 1923 - Dornier Do I, Fernauflkärungs-Flugboot 1924 - Dornier C, Taktischer Aufklärer Wurde mit unterschiedlichen Triebwerken bestückt (u.a. Napier Lion IV, 450ps, 176km/h) 1924 - Dornier D, Seegestützter Torpedobomber 1924 - Dornier E, Aufklärungsflugboot 1925 - Dornier J, Fernaufklärungs-Flugboot 1926 - Dornier N, Bomber 1926 - Dornier R Ris, Fernaufklärungsflugboot 1929 - Dornier X, Langstreckenflugboot 1930 - Dornier P, Schwerer Bomber 1930 - Dornier Do X, Langstrecken-Passagierflugboot 1931 - Dornier Do 10, Jagdflugzeug 1931 - Dornier C 2 A, Seegestützter Aufklärer 1931 - Dornier C 3, Seegestützter Aufklärer 1931 - Dornier C 4, Jagdflugzeug 1931 - Dornier Y I, Schwerer Bomber 1932 - Dornier Do 11, Bomber 1933 - Dornier Do 13, Bomber 1933 - Dornier Do 15 "Wal", Flugboot 1934 - Dornier Do 16, Fernaufklärungs-Flugboot 1934 - Dornier Do 23, Kampfflugzeug 1936 - Dornier Do 17 P, Bomber 1936 - Dornier Do 18 G, Küstenaufklärungs-Flugboot 1936 - Dornier Do 19, Schwerer Bomber 1936 - Dornier Do 22, Aufklärer-Schwimmerflugzeug 1937 - Dornier Do 24 T, Flugboot für Transport, Seeüberwachung und Seenotrettung Die Do 24 war das erfolgreichste deutsche Flugboot im 2. Weltkrieg. Sie wurde für Seeüberwachung, Rettungs- und Transportaufgaben eingesetzt. Do 24 wurden in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich gebaut und waren auch noch lange nach dem Krieg im Einsatz. In den 80er Jahren wurde daraus die Do ATT gebaut. 1940 - Dornier Do 26 D, Flugboot 1941 - Dornier Do 215, Bomber 1941 - Dornier Do 217 E-2, Mittlerer Bomber 1943 - Dornier DO 335 A-02 "Pfeil" (Ameisenbär), Jagdflugzeug Die Do 335 hatte zwei Motoren, je einer am Bug und am Heck. Dadurch hatte der Pfeil die Aerodynamik eines einmotorigen Jagdflugzeuges, aber die Leis- tung eines zweimotorigen. Dadurch ist er das schnellste serienmäßige kolbenmotorgetriebene Flugzeug der Welt. 1944 - Dornier / Morane Saulnier D 3802, Mehrzweckkampfflugzeug Weiterentwicklung der Morane Saulnier MS540, jedoch dem Saurer YS-2 Motor. Kam nicht über die Null-Serie hinaus, da 1946 Jets angeschafft wurden. 1944 - Dornier Do 317, Kampfflugzeug 1944 - Dornier Do P 410, Experimentalflugzeug
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