Heinkel

Ernst Heinkel Flugzeugwerke A.G.
Rostock und Oranienburg, Deutschland

HeinkelErnst Heinkel (1888-1958) gründete 1922 die Ernst Heinkel Flugzeugwerke in Warnemünde. Zwischen 1922 und 1945 konstruierte er mit seiner Firma über 100 Flugzeugtypen. Die Heinkel-Werke entwickelten sich bis 1932 zum größten Industriebetrieb in Mecklenburg. Ab 1935 unterstützten die Heinkel-Werke das Heereswaffenamt. Das Unternehmen zahlte vor Kriegsbeginn im Vergleich zu anderen Industriebetrieben meist überdurchschnittliche Löhne. Während des Krieges wurden in allen Zweigwerken bis zu 55000 Mitarbeiter beschäftigt.

In den 30er Jahren sind die Heinkel-Werke in Rostock an die Grenze ihrer Kapazität gestoßen. Daher ist die Entscheidung gefallen, die Serienfertigung neu konstruierter Flugzeugtypen in einem neuen Werk durchzuführen.
Der zukünftige Produktionsstandort sollte eine Reihe von Anforderungen erfüllen. Genügend freies Bauland unter anderem auch für den geplanten Werkflugplatz mußte vorhanden sein (Wiesen oder Brachflächen). Weiterhin war die vorhandene Infrastruktur sehr wichtig. Eine gute Anbindung an Eisenbahn, Straßen, Autobahn und Wasserwege mußte gegeben sein. Festgelegt wurde der neue Produktionsstandort direkt vom Reichsluftfahrtministerium.
Der Standort in Oranienburg nahe der Ortschaft Leegebruch erfüllte alle diese Voraussetzungen. Zur Anbindung an das Stadtzentrum von Oranienburg wurde die so genannte "Heinkelchaussee" gebaut. Im Einzugsbereich des neuen Werkes gab es zur damaligen Zeit auch genügend verfügbare Arbeitskräfte für Anlerntätigkeiten. Spezialisten wurden gezielt im ganzen Land angeworben. In Oranienburg und Leegebruch entstanden Wohnsiedlungen für die Mitarbeiter der Heinkel-Werke. Die Nähe zur Reichshauptstadt Berlin war ebenfalls ein wichtiges Kriterium für die Standortentscheidung.
In den Jahre 1936 bis 1939 wurde das Heinkel Flugzeugwerke in Oranienburg nach einem Entwurf des Architekten Herbert Rimpl (1902-1978) erbaut. Über die Eintragung der Heinkel-Werke ins Handelsregister wurde am 3. März 1937 im Oranienburger Generalanzeiger berichtet.

Die Flugzeuge:

1923 - Heinkel HE 1, Seeaufklärer
1923 - Heinkel S 1, See-Aufklärer
1924 - Heinkel CO 2, Aufklärer
1924 - Heinkel HD 21, Schulungsflugzeug
1924 - Heinkel HD 17 a, Aufklärer
1925 - Heinkel HD 14, Seegestütztes Torpedoflugzeug
1925 - Heinkel HD 25, Seeaufklärer
1925 - Heinkel HD 26, Seeaufklärer
1925 - Heinkel HD 29, Schulungsflugzeug
1925 - Heinkel HD 32, Schulungsflugzeug
1926 - Heinkel He 5 a, See-Aufklärer
1926 - Heinkel HD 22, Schulungsflugzeug
1926 - Heinkel HD 23 a, Jagdflugzeug
1926 - Heinkel HD 24 a, Schulungsflugzeug
1926 - Heinkel HD 33, Aufklärer
1926 - Heinkel HD 35, Schulungsflugzeug
1926 - Heinkel HD 20, Übungsflugzeug
1926 - Heinkel HE 4, See-Aufklärer
1927 - Heinkel HD 15, Aufklärungsflugboot
1927 - Heinkel HD 28, Seeaufklärer
1927 - Heinkel HD 36, Schulungsflugzeug
1927 - Heinkel He 7, Seegestützter Torpedobomber
1928 - Heinkel HD 16 W, Seegestützer Torpedobomber
1928 - Heinkel HD 19 w, Seegestützter Aufklärer
1928 - Heinkel HD 30, Seegestützter Aufklärer
1928 - Heinkel HD 31, Seegestützter Aufklärer
1928 - Heinkel HD 34, Fernaufklärer
1928 - Heinkel HD 37, Jagdflugzeug
1928 - Heinkel HE 10 a, Übungsflugzeug
1928 - Heinkel HE 8 a, Seegestützter Aufklärer
1929 - Heinkel HD 38 A, Jagdflugzeug, auch seegestützt
1929 - Heinkel HD 41 a, Jagdflugzeug, Aufklärer
1929 - Heinkel HD 44, Versuchsflugzeug
1929 - Heinkel HE 9 a, Seegestützter Aufklärer
1930 - Heinkel HD 55, Aufklärungsflugboot
1931 - Heinkel HD 43, Jagdflugzeug
1931 - Heinkel HD 46 a, Aufklärer
1931 - Heinkel He 42 A, Seegestütztes Schulungsflugzeug
1931 - Heinkel He 63 a, Übungsflugzeug
1932 - Heinkel He 35 SK 5
1932 - Heinkel He 45 C, Trainer und Aufklärer
1932 - Heinkel He 50, Sturzbomber, Aufklärer
1932 - Heinkel He 59 B-1, Seegestütztes Mehrzweckflugzeug
1932 - Heinkel He 60, Seegestützter Aufklärer
1932 - Heinkel He 61, Aufklärer
1932 - Heinkel He 49 a, Jagdflugzeug
1933 - Heinkel He 46, Aufklärer
1933 - Heinkel He 51 A, Jagdflugzeug
1933 - Heinkel He 56, Seegestützter Aufklärer
1933 - Heinkel He 62, Seegestützter Aufklärer
1933 - Heinkel He 72 B Kadet, Schulungsflugzeug
1934 - Heinkel He 70 F, Postflugzeug, Fernaufklärer
1934 - Heinkel He 74 a, Übungs-Jagdflugzeug
1934 - Heinkel He 66, Aufklärer, Sturzbomber
1936 - Heinkel He 100, Jagdflugzeug Prototyp
1936 - Heinkel He 112 B-1, Jagdflugzeug
1936 - Heinkel He 115, Aufklärungs-Seeflugzeug
1937 - Heinkel He 111 H, Mittlerer Bomber
Die He 111 war im 2. Weltkrieg der deutsche Standardbomber. Die Konstruktion ist abgeleitet aus einem zivilen Schnelltransportflugzeug, daher war sie zu Beginn des Krieges relativ schnell, aber später konnte sie den schnellen und stark bewaffneten alliierten Jägern nicht mehr standhalten.
1937 - Heinkel He 178, Strahl-Versuchsflugzeug
1938 - Heinkel He 3 E
1939 - Heinkel He 114, Seegestütztes Aufklärungsflugzeug
1939 - Heinkel He 176, Experimental-Raketenflugzeug
1940 - Heinkel He 116, Kurierflugzeug
1940 - Heinkel He 118, Kampfflugzeug
1940 - Heinkel He 119, Experimental Kampfflugzeug
1940 - Heinkel He 177 A "Greif", Schwerer Bomber
1940 - Heinkel He 280, Strahlgetriebenes Jagdflugzeug
1941 - Heinkel He 219 "Uhu", Nachtjäger
1942 - Heinkel He 274, Schwerer Bomber
1944 - Heinkel He 162 A-2 "Salamander / Volksjäger", Strahlgetriebenes Jagdflugzeug
Der Salamander war ein kleines leichtes Jagdflugzeug, das mit einem Strahltriebwerk ausgestattet war. Der Typ wurde in extrem kurzer Zeit entwickelt und gebaut. So hatte die Maschine viele Schwächen, vor allem unberechenbare Flugeigenschaften, was sie zu einem Flugzeug nur für Spezialisten machte.
1944 - Heinkel He 277, Schwerer Bomber
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