Junkers

Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG
Dessau

JunkersDer am 3.2.1859 in Rheydt geborene Ingenieur Hugo Junkers arbeitete nach dem Studium an den Technischen Hochschulen Berlin, Karlsrue und Aachen in verschiedenen Maschinenfabriken, entwickelte eine Reihe von Wärmeaustauschapparaten und gründete 1895 in Dessau eine eigene Fabrik für 'Gasapparate'. Während des ersten Weltkrieges mußte er auf Geheiß der Obersten Heeresleitung mit dem Holländer Anthony Fokker Militärflugzeuge produzieren. Durch die Verlagerung eines Teils der Produktion nach Rußland und Schweden versucht Junkers 1919 die Auflagen des Versailler Vertrages zu umgehen. Es erfolgte die Gründung der Junkers-Flugzeugwerke AG in Dessau. Junkers wendete sich entschieden von der militärischen Flugzeugnutzung ab, was ihm nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zum Verhängnis wird. Wegen seines Gesinnungswandels wird er als "politisch unzuverlässige Person" eingestuft, muss alle Patente an den Staat abtreten und verstirbt wenige Jahre nach seiner Enteignung am 3. Februar 1935, an seinem 76. Geburtstag. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden die Junkers-Werke zum reinen Rüstungsbetrieb umfunktioniert und gleichgeschaltet. Die Junkers AG umfasste zum Schluss, 11 Motoren- und neun Zellenwerke mit 140.000 Mitarbeitern. Nach Kriegsende ging das Dessauer Stammwerk samt Nebenwerken verloren.

Die Flugzeuge:

1915 - Junkers J I, Versuchsflugzeug
1917 - Junkers B 1 J4, Kampfflugzeug
1918 - Junkers J 9, Kampfflugzeug
1918 - Junkers D I, Jagd- und Kampfflugzeug
1919 - Junkers F 13 a, Passagierflugzeug
Die F13 wurde direkt nach dem 1.Weltkrieg speziell zum Passagiertransport konstruiert. So war sie der erste "echte" Airliner. Die F13 wurde in der ganzen Welt eingesetzt. Die 350 gebauten Exemplare dienten als Fracht- und Passagierflugzeuge, zur Postbeför- derung und für Expeditionen. Die F13 wurde in vielfältigen Versionen gebaut, z.B. mit offenem oder mit geschlossenem Cockpit, als Land- oder als Seeflugzeug, mit verschiedenen Motoren, etc.
1922 - Junkers A 20 a, Aufklärungsflugzeug
Auch als Seeaufklärer auf Schwimmern
1923 - Junkers L 1 a, Luftgekühlter 6-Zylinder-Reihenmotor
1924 - Junkers H 21, Jagd- und Aufklärungsflugzeug
1924 - Junkers L 2, Wassergekühlter 6-Zylinder-Reihenmotor
1925 - Junkers G 24 a, Passagierflugzeug, Transportflugzeug, Bomber
1925 - Junkers L 5, Wassergekühlter 6-Zylinder Reihenmotor
1926 - Junkers A 35 a, Übungsflugzeug
1926 - Junkers H 22, Jagdflugzeug
1926 - Junkers K 30, Bomber, Torpedobomber
1926 - Junkers K 39 a, Fernaufklärer, Bomber
1926 - Junkers K 43 a, Aufklärer, Bomber
1926 - Junkers R 42, Bomber, auch als Seegestützter Bomber, Torpedobomber
1926 - Junkers R 53, Aufklärungsflugzeug, auch als See-Aufklärer
1926 - Junkers W 34 b, Passagierflugzeug, Transport, Aufklärer, Bomber
1927 - Junkers K 37 I, Fernaufklärer (I), Bomber (II), Schlachtflugzeug (III)
1927 - Junkers L 55, Wassergekühlter 12-Zylinder-V-Motor
1927 - Junkers W 33 "Bremen", Atlantik-Rekordflugzeug, Transportflugzeug
Die Junkers W 33 ist ein Transport- und Postflugzeug der Aera des beginnenden Luftverkehrs. berühmt geworden ist diese Maschine dadurch, daß mit Ihr die erste Non-Stop-Atlantik-Überquerung am 12.4.1928 gelang. Sie hat alle typischen Merkmale der Junkers- Transportflugzeuge wie die Alu-Wellblech-Bauweise, die kantigen Formen und der stabile Aufbau.
1928 - Junkers A 50 Junior, Sportflugzeug
1929 - Junkers A 48 b, Jagdflugzeug, Sturzbomber
1929 - Junkers K 47, Jagdflugzeug
1929 - Junkers L 88, Wassergekühlter 12-Zylinder V-Motor
1931 - Junkers / Mitsubishi K 51, Schwerer Bomber
1932 - Junkers Ju 52 cao, Seegestütztes Transportflugzeug
1935 - Junkers Ju 52/3M "Tante Ju", Verkehrsflugzeug und Transporter
Die JU 52 wurde als Passagierflugzeug für den Liniendienst entworfen, ähnlich der DC 3. Sie hatte in dieser Rolle auch einigen Erfolg. Im Krieg war sie als zuverlässiges Flugzeug bekannt und überall im Einsatz. In Frankreich und Spanien wurden auch nach dem Krieg noch etliche gebaut und genutzt.
1937 - Junkers Ju 290, Langstrecken Seepatrouillenflugzeug
1938 - Junkers Jumo 004, Strahltriebwerk
1938 - Junkers Ju 86 D-1, Kampfflugzeug
1938 - Junkers Ju 87 B-2 "Stuka", Sturzkampfbomber
In den 30er Jahren wurde zum genauen Abwurf von Bomben die Sturzkampftaktik eingeführt. Die Ju87 war eine darauf spezialisierte Konstruktion. Sie war langsam und verwundbar. Später kam die Ju87 als Schlachtflugzeug zum Einsatz, mit 3,7cm Kanonen gegen Panzer.
1939 - Junkers Ju 88 A-1, mittlerer Bomber
Die JU 88 war das Standard-Kampfflugzeug der Luftwaffe im 2. Weltkrieg. In Rollen als mittlerer Bomber, Sturzbomber, Schlachtflugzeug, Aufklärer, uvam. wurde sie genutzt. Durch ihre hohe Geschwindigkeit Wendigkeit und Stabilität war sie bei ihren Besatzungen sehr beliebt.
1940 - Junkers Jumo 211, 12-Zylinder V-Motor mit hängenden Kolben
1941 - Junkers Ju 188, Mittlerer Bomber
1943 - Junkers Ju 287
1944 - Junkers Ju 288, Kampfflugzeug
1944 - Junkers Ju 388 L, Fotoaufklärer; Varianten: K-Bomber, Allwetterjäger

 

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