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| Nachtjagdgeschwader 11 |
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Dieses Geschwader hat nie als geschlossener selbständiger Verband mit eigenem Geschwaderstab bestanden. Es gab unter dieser Bezeichnung nur mehrere selbständige Nachtjagdgruppen im Verband der 1., 3. und 7. Jagddivision. Nachdem die drei "WildeSau-Geschwader" 300, 301 und 302 im Sommer 1944 in Tagjagdverbände umgewandelt worden waren, führten eine Reihe von Spezialisten die 1-Mot-Nachtjagd auf Fw 190 und Me 109 mit Bordsuchgeräten fort. Eine Sonderaufgabe war dabei die Jagd auf hochfliegende britische Mosquito-Aufklärer und Störbomber. Die I./NJG 11 wurde am 25. 8. 1944 in Werneuchen aufgestellt. Ihre Staffel entstammte dem Nachtjagdkommando Ploener (ehem.6./JG 300). Die 2. Staffel wurde aus der 1.1NJG 10 gebildet, die 3. Staffel war eine Neuaufstellung. Nach einer kurzen Verlegung nach Köthen lag die Gruppe im November 1944 in Darmstadt und Biblis. Im Januar 1945 schieden die 1. und 3. Staffel aus, die lange Zeit ihre Einsätze von Faßberg und Bonn-Hangelar aus geflogen hatten. Der Rest der Gruppe verlegte Ende März nach Echterdingen und gliederte auf Staffelstärke um mit gleichzeitiger Umbenennung in 2./NJG 11. Unterstellt war sie dem NJG 6. Im Laufe des Monats April 1945 löste sich die Gruppe auf. Die Anfänge der II. Gruppe reichen etwa bis in den August 1944 zurück, als die 10./JG 300 den fliegerischen Kern der Gruppe stellte. Das offizielle Aufstellungsdatum als vollständige Gruppe mit drei Staffeln war jedoch der 30. 11. 1944. Einsatzplatz war von Beginn an Jüterbog-Waldlager, Teile lagen in Köthen. Im April 1945 schrumpfte die Gruppe auf Staffelstärke zusammen und hieß nunmehr 4./NJG 11. Im Zuge des Zusammenbruchs der Ostfront mußte sie zwangsläufig im Laufe des Monats April aufgelöst werden. Die III./NJG 11 wurde am 4. 1. 1945 in Bonn-Hangelar aufgestellt. Ihre 7. und 8. Staffel waren die ehemalige 3. und l./NJG 11, die 9. Staffel wurde neu gebildet. Am 2. 3. 1945 verlegte die Gruppe nach Bad Lippspringe, am 29. 3. 1945 nach Oldenburg, wo sie sich mit der 8. Staffel vereinigte, die dort schon seit längerer Zeit in der Objektnachtjagd eingesetzt worden war. Am 31. 3. 1945 wurde auf Staffel stärke mit gleichzeitiger Umbenennung in 7./NJG 11 umgegliedert. In diesen Schrumpfungsvorgang war auch die 5./NJG 11 in Köthen einbezogen. Truppendienstlich unterstanden diese Staffeln nunmehr dem NJG 2. In den letzten Wochen des Krieges flog der Verband Schlachtfliegereinsätze bei Nacht und Schlechtwetter. Seit 8.4.1945 in Hamburg-Fuhlsbüttel, wurde am 2.5.1945 nach Leck verlegt, wo die Staffel der Befehl der allgemeinen Waffenruhe erreichte. Eine Sonderstellung nahm die 10./NJG 11 ein. Sie wurde Anfang Dezember 1944 als "Einsatzkommando Welter" aufge stellt. Ausgerüstet war sie mit der Nachtjagdversion der Me 262. Truppendienstlich war sie der II./NJG 11 unterstellt. Der erste Einsatzplatz war Rechlin-Lärz. Im Januar 1945 verlegte sie nach Burg bei Magdeburg, im April 1945 nach Reinfeld, wo sie auf der Autobahn Hamburg-Lübeck zu erfolgreichen Einsätzen gegen die hochfliegenden Mosquito-Bomber startete. Die Kapitulation erreichte die Staffel auf dem Fliegerhorst Leck. Kommentare (0)
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