Luftwaffe Sanitätswesen der Luftwaffe Der Hygienische Dienst in der Luftwaffe
Der Hygienische Dienst in der Luftwaffe

Beim Aufbau der Luftwaffe gleubate man, auf einen eigenen hygienischen Dienst verzichten zu können. Man ging davon aus, dass hygienische Fragen meist territoraler Natur waren und somit in den Aufgabenbereich des Heeres fielen. Die Mobilmachungsvorbereitungen sahen lediglich Beratende Hygieniker bei LIn 14 und den Luftflottenärzten vor. Die Hygieniker der Luftwaffe im Krieg waren sämtliche Reservesanitätsoffiziere. Zuem ersten mal wurde während des spanischen Bürgerkrieges ein beratender Hygieniker bei der Legion Condor eingesetzt.

Im Krieg waren die Truppenärzte hygienische Berater ihrer Kommandeure. Fachhygieniker gab es nur bei den höheren Stäben. Für hygienische Aufgaben standen der LIn 14 zur Verfügung:
- der Beratende Hygieniker und Tropenhygieniker
- der hygienische Sachbearbeiter, in dessen Referat die laufenden Angelegenheiten, Vorschriften und Verfügungen bearbeitet wurden
- der Bearbeiter der Statistik
Aufgrund der Erfahrungsberichte und Vorschläge der Beratenden Hygieniker wurden auch Einheiten für den hygienischen Dienst aufgestellt.

Das Lw. Feldlaboratorium (mot.)
Es war mit einem Hygieniker und einem Bakteriologen besetzt. Die LwFeldlaboratorien (insgesamt acht) wurden von den Luftflottenärzten schwerpunktmäsig eingesetzt.

Die hygienischen bakteriologischen Untersuchungstellen der Luftwaffe
Bukarest, Paris und Herrenalb im Schwarzwald

Der Malaria-Lehrtrupp
Er wurde in Malariagebieten aufgestell und hatte die Aufgabe, Ärzte in der Bekämpfung der Anophelesmücke und in der Brutplatzsanierung zu unterrichten. Auserdem prüfte der Lerhtrupp unter der Leitung des Beratenden Hygienikers und Tropenhygienikers neue Mittel und Verfahen inder Bekämpfung der Anophelesmücke.

Der Truppenentgiftungszug
Diese Züge waren für den Fall der Anwendung von Giftgasen durch den Gegner vorgesehen. Sie waren aber auch ausgerüstet und ausgebildet, um Entseuchungsaufgaben zu übernehmen

Das Institut für Wehrhygiene der Luftwaffe
Ab 1941 begann die Aufstellung eines eigenen Institutes für Wehrhygiene. Zunächst bestand die Abteilung für Fiebertherapie in Pfaffenrode (Thüringen). Am 19. Januar 1945 wurde das Institut um die Abteilungen 1 für Fiebertherapie und 4 für gesundheitsschädlinge erweitert.

Von großer Bedeutung waren die Arbeit und Forschung von Prof. Dr. med. Rose, Beratender Hygieniker und Tropenhygieniker bei LIn 14, über die Kontaktinsektizide. Er prüfte mit seinen Mitarbeitern die Wirkung dieser Stoffe an Läuse und Anophelesmückenstämmen und berichtete bei der Arbeitstagung der Beratenden Fachärzte 1943 über die auserordentliche Wirksamkeit dieser Mittel bei der Insektenbekämpfung.
Sie wurden daraufhin ind er Luftwaffe eingeführt.

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. März 2009 um 23:36 Uhr
 

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