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| Lufttransport von Verwundeten und Kranken |
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Der Lufttransport von Verwundeten und Kranken kann als die bedeutendste Neuerung des Zweiten Weltkrieges in sanitätsdienstlicher Hinsicht gewertet werden. Eine weißgespritzte, mit rotem Kreuz auf Tragflächen und Rumpf versehene Ju 52 war der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Sanitätsflugzeuge. Sie besas erst vier, dann acht Spezialtragen, bequeme Sitze sowie Behälter für die Aufnahme von Arznei- und Verbandmitteln. Aufgrund der gewonnenen Erfahrungen entschloss man sich dazu, Sanitätsflugbereitschaften aufzustellen. 1. Die Sanitätsflugbereitschaften wurden den Fliegerkorps unmittelbar unterstellt. Der Einsatz selbst hing von der Wetterlage, den geographischen Gegebenheiten, der Luftlage und der Dringlichkeit ab, wobei besonders die Luftlage wichtig war. Bei eigener Luftüberlegenheit verliefen die Flüge ohne Schwierigkeiten, bei feindlicher Überlegenheit mussten die FLugzeuge entweder einzeln auf Sichtweite oder Nachts fliegen. Kursabweichungen, unruhige Luftschichten, häufiger Blindflug mussten hierbei in kauf genommen werden. Wolken waren als Sicherung der Strecke besonders beliebt und Tiefflüge über Wasser in 2 m bis 3 m Höhe wurden zur Selbstverständlichkeit. Die Zusammenarbeit zwischen Heer und Luftwaffe verlief nicht immer reibungslos, da das Heer nicht mit den Einsatzgrundsätzen und Einsatzmöglichkeiten der Luftwaffe vertraut war. Der Lufttransport von Verwundeten konnte bereits am Truppenverbandsplatz beginnen, was besonders den abgelegenen Sanitätseinheiten zu Gute kam. Der Transport vom Truppenverbandsplatz zum nächst gelegenen, für Transportflugzeuge benutzbaren Feldflugplatz wurden u.a. mit den im Zubringerdienst eingesetzten Flugzeugen vom Typ "Fieseler Storch", die jeweils zwei verwundete übereinander transportieren konnten, durchgeführt. Auf dem Feldflugplatz gab es eine Verwundetenumschlagstelle. Hierher kamen nicht nur Verwundete von der Front, sondern auch von den Hauptverbandsplätzen und den Lazaretten in der Umgebung. Von diesem Feldflugplatz aus erfolgte der Rücktransport mit Sanitäts- oder Transportflugzeugen, in der hauptsache mit der Ju 52. Durch die Benutzung der Krankentrage 37, die in alle Krankentransportmittel passte, wurde der Verwundetentransport vom Truppenverbandsplatz zum Lazarett ohneUmbetten, d.h. mit größter Schonung für den Verwundeten durchgeführt. Vom April 1944 existierte auch ein Befehl zur Aufstellung einer Großraum-Sanitätsflugbereitschaft, die mit der schesmotorigen Messerschmitt 323 ausgerüstet werden sollte. Große bedeutung haben diese Großraumsanitätsflugzeuge nicht erlangt, da sie technisch noch nicht vollendet waren und deshalb zu oft ausfielen. Um auf dem Feldflugplatz unnötige Wartezeitn für Sanitätsflugzeuge zu vermeiden, waren die Sanitätsflugbereitschaften mit Krankenkraftwagen ausgerüstet, die die Verwundeten aus der Umgebun zur Umschalgstelle brachten. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. März 2009 um 23:02 Uhr |