Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!
| Mobile Sanitätseinheiten der Luftwaffe |
LwSanitätsbereitschaft (mot.)Shon zu Beginn des Aufbaus der Luftwaffe entschloss man sich, für den Luft- wie für den Bodendienst die "LwSanitätsbereitschaft (mot.)" als bewegliche Mehrzewcksanitätseinheit zu schaffen. Ihre Aufgaben waren: Dies setzte voraus, dass das notwendige Gerät und Personal unabhängig von den Krankenkraftwagen in einem einzigen Kraftwagenmarsch zum Einsatzort befördert werden konnte. Da das Hauptgewicht der Arbeit auf der Sicherstellung der chirurgischen Versorgung lag, wurden als Kernstück dieser Einheiten bewegliche Chirurgengruppen aufgestellt, die schwerpunktmäsig eingesetzt wurden. Die LwSanitätsbereitschaft (mot.), die je Flughafenbereich aufgestellt wurde, folgte mit Kriegsbeginn den vorgehenden Truppen. Im Laufe des Krieges erweiterte man die Ausstattung der Bereitschaften so, um eigene Lazarette aufbauen zu können. Einige Sanitätsbereitschaften waren lediglich für die Versorgung von Kopf- und Rückenmarkverletzungen vorgesehen. Sie wurden so frontnah wie möglich eingesetzt, wobei jeweils zwei Einheiten in überholendem Einsatz zusammenzuarbeiten hatten. Zum ärztlichen Personal gehörten neben zwei bis vier Hirnchirurgen auch neurologen und Psychiater. Diese hirnchirurgischen Lazarette befanden sich in unmittelbarer Nähe eines Flugplatzes, um sowohl Verbindung mit der Front als auch mit dem Hirnchirurgenlazarett in Berlin (später Bad Ischl) zu haben. Die Luftwaffen-Sanitätsbereitschaften wurden nicht nur den klimatischen Verhältnissen und den Sonderaufgaben, sondern auch besonderen technischen Verhältnissen angepasst. Das betraf vor allem die LwSanitätsbereitschaften der Luftlande- und Fallschirmtruppe. Die Sanitätsbereitschaften bei den Luftwaffen-Felddivisionen wurden mit Abgabe dieser Divisionen an das Heer 1943 gleichfalls abgegeben. LwSanitätskompanie
Auf dem Hauptverbandsplatz erfolgten die ersten, lebensrettenden Eingriffe wie Blutstillung, Schockbekämpfung, Tracheotomie, erste chirurgische Wundversorgung, Versorgung der Kampfstoffverletzten sowie Lagerung und Behandlung von nicht transportfähigen Verwundeten. Auser den Fallschirmsanitätskompanien (mot.) und (sp.) bestanden noch Fallschirmkrankentransport-Kompanien (mot.), eine Sanitätskompanie (sp.) einer Fallschirmsanitätslehr-Abteilung und eine Krankenkraftwagen-Kompanie. LuftwaffenfeldlazarettPersonell und materiell entsprachen die Luftwaffenfeldlazarette einem chirurgischen Feldlazarett. Der Schwerpunkt dieser Lazarette lag auf der chirurgischen versorgung der Verwundeten bei Luftwaffenfelddivisionen und Fallschirmtruppen. Hier konnte schon eine krankenhausähnliche Behandlung und Pflege durchgeführt werden. Lwkrankenkraftwagenzug- siehe Abschnitt "Verwundetentransporte" - LwFeldlaboratorium (mot.)- siehe Abschnitt "Hygienischer Dienst" - LwRöntgenbildzug (mot.)Die LwRöntgenbildzüge (mot.) bestanden aus einem Wagen, auf dem ein handelsübliches Röntgenschirmbildgerät montiert war, und aus Wagen für die notwendigen Zusatzgeräte. LwSanitätszug (mot.)Die LwSanitätszüge (mot.) stellten eine reserve an personal und krankenkraftwagen dar. Gegen Ende des Krieges wurden die LwSanitätszüge (mot.) aufgelöst - das freiwerdende Personal wurde teils zur Besetzung freier Planstellen in anderen Einheiten der Luftwaffe, teils dem Heer zur Verfügung gestellt. LwZahnstation (mot.)Die Zahnstationen (mot.) wurden in italien und Nordafrika eingesetzt. Als eigene Einheit waren sie nicht an Sanitätsbereitschaften gebunden und konnten je nach den Erfordernissen der Truppe auch im Frontgebiet (z.B: Nettuno) eingesetzt werden. LwPrüfstelle auf Höhenwirkung (mot.)In den Prüfstellen auf Höhenwirkung wurde das fliegende Personal mit den Erscheinungsformen des Sauerstoffmangels (der "Höhenkrankheit") bis zu 7.500 m vertraut gemacht. Dieses Training, bei dem die Übenden die rettende Wikrung des Sauerstoffs kennenlernten, trug dazu bei, die Zahl der Unfälle wegen Sauerstoffmangels beträchtlich zu senken. Die Prüfstellen auf Höhenwirkung wurden ab herbst 1944 aufgelöst. LwUnterdruckkammerzug (mot.)In den U-Kammerzügen wurde dem fleigenden Personal die Wirkung der Luftdruckminderung in Höhen über 7.000 m demonstriert. Sie lernten hier die Gasausdehnung in den Körperhöhlen bei Höhenflügen und ihre Folgen kennen. LwDrucksturzkammerzugDer Drucksturzkammerzug machte das fliegende Personal mit den Problemen bei Undichtwerden der Kabine (durch Beschuss) vertraut. Ihm wurde gezeigt, wie man in kurzer Rettungszeit auf eine HÖhe unter 12.000 m gelangen konnte, wo Sauerstoffatemgerät allein ausreichten. LwTruppenentgiftungszug- siehe Abschnitt "Hygienischer Bereich" - Ärztliche EinsatzgruppenIm herbst 1942 wurden "ärztliche Einsatzgruppen zu Untersuchung der Todesursachen und Gesundheitsschäden bei der Zivilbevölkerung im Bombenkrieg" gebildet. Sie unterstanden den Luftgauärzten. Kommentare (0)
![]() |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. März 2009 um 00:08 Uhr |