Luftwaffe Gepanzerte Verbände der Luftwaffe
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Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11
Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11Die Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11 wurde im Januar 1944 mit 4 Batterien als Sturmgeschütz-Abteilung 1 der Luftwaffe gebildet. Es war geplant die Einheit als Korpstruppe innerhalb des I. Fallschirm-Korps einzusetzen.
Das Personal kam aus verschiedenen Fallschirm-Einheiten. Offiziere und Fahrer kamen zur Ausbildung in die Sturmgeschütz-Schule in Burg, während die Schützen nach Altengrabow kamen. Weiteres Personal wurde zur Ausbildung der Sturmgeschütz-Ersatz-Abteilung 300 bei Neisse zugeteilt.

Im Dezember 1943 waren bereits 37 Sturmgeschütze des italienischen Typs Semovente M/42 auf dem Weg zum Aufstellungsort. Später wurde die Einheit dann mit 19 M42 75/18 und 5 M42 75/34, 30 M43 105/25 und 4 Kommandowagen ausgerüstet.
Am 22. Januar 1944 wurde die Abteilung, mit 48 italienischen Sturmgeschützen ausgerüstet, vorbereitet um die Straßen von Anzio und Nettuno in Richtung Rom zu sichern. Am 9. Februar war die Einheit dann einsatzbereit. Am 1. März waren allerdings nur 22 Fahrzeuge Einsatzbereit.
Im April erfolgte die Umbenennung in Sturmgeschütz-Brigade 1 der Luftwaffe. Im Juni 1944 erhielt sie dann die Bezeichnung Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11.

Im August 1944 wurde die Brigade unter Hauptann Schäber dazu eingesetzt die Truppen der 7. US-Armee in Süd-Frankreich aufzuhalten. Zu dieser Zeit erhielt die Einheit 22 StuG III und 9 StuH 42. Sie befand sich bei Melun, von wo aus es dann weiter nach Dnmarie und Dontilly ging. Nach dem die Amerikaner bei Nancy einen Durchbruch erreicht hatten wurde die brigade an die Front beordert, wo es zu schweren Kämpfen kam und die Brigade durch die Übermacht der Amerikaner aufgerieben wurde.
Verschiedene Quellen geben an das sich die Einheit zwischen 12. und 18. September 1944 am italienischen Giogo-Pass befand oder zwischen Nancy und Straßburg in Frankreich postiert war.
Die Überlebenden unter dem Kommando des Oberleutnant Hollunder bildeten eine Einheit die sich nach Deutschland zurückzog, wo die Einheit im Oktober und November 1944 neu aufgestellt werden sollte. Dort erhielt die Einheit 19 StuG III und 12 StuH.
Im Dezember 1944 wurde die Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 11 als Teil der Ardennenoffenisve eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Einheit über 20 Sturmgeschütze. Am 16. Dezember 1944 (andere Quellen sprechen vom 3. Dezember) wurde die Brigade der 5. Fallschirmjäger-Division innerhalb der 7. Armee unterstellt. Hier verfügte die Einheit über 27 Sturmgeschütze. Sie erhielt den Auftrag die südliche Flanke der 5. Panzerarmee zu schützen. Sie wurde während der Offensive als "Feuerwehr" eingesetzt und eiligst an die Brennpunkte gerufen, wo hartnäckiger amerikanischer Widerstand vorhanden war. Am 20. Dezember erreichte die Einheit Wiltz, welches zuvor von Fallschirmjägern der 5. Fallschirmjäger-Division eingenommen wurde. Es wurden über 1.000 gefangene gemacht und 25 Sherman-Panzer erbeutet. Am 22. Dezember ging es über Vaux les Rosieres bis 15 km südlich vor Bastogne. Die Brigade musste bei den schweren Kämpfen gegen die 4. US-Panzerdivision schwere Verluste hinnehmen und wurde daraufhin zurückgezogen.
Zurück in Deutschland wurde die Einheit ein letztes mal aufgefrischt. Im Januar 1945 wurde sie dann nach Polen verlegt um dort den sowjetischen Vorstoß zu stoppen.
Am 12.März 1945 wurde die Brigade wieder der 5. Fallschirmjäger-Division bei Niederbreisig, nahe Köln unterstellt. Am 28. März 1945 wurde die Einheit in Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 111 umbenannt.
Im April 1945 ergaben sich die zerschlagenen Reste der Brigade der Roten Armee.

Quellen:
Günter Wegmann, Das Ende zwischen Ems und Weser 1945
Heinz Bosch, Der zweite Weltkrieg zwischen Rhein und Maas
Archiv Mehner, RH 7/v.277



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 29. Oktober 2010 um 15:35 Uhr
 
Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 12
Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 12Die Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 12 wurde im Januar 1945 in Melun (südöstlich von Paris) mit 4 Batterien als Sturmgeschütz-Abteilung 2 der Luftwaffe gebildet. Am 26. März erfolgte die Umbenennung in Sturmgeschütz-Brigade 2 der Luftwaffe, als dann die Umwandlung in eine Brigade begann. Am 26. Juni 1944 erhielt die Brigade dann die Bezeichnung Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 12. Es wurde geplant die Brigade als Korpstruppe innerhalb des II. Fallschirmkorps einzusetzen.
Am 17. Mai 1944 hatte die Brigade eine Soll-Stärke von 31 Sturmgeschützen. Der tatsächliche Bestand an Sturmgeschützen war null. Die Besatzungen waren bereits fertig ausgebildet, es fehlte lediglich an Fahrzeugen. Es st nicht ersichtlich wann die Brigade ihre Fahrzeuge erhielt.
Am 15. Juni wurde sie schließlich dem II. Fallschirmkorps zugeteilt. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Brigade auf dem Papier 6 StuG und 3 StuH je Batterie zur Verfügung haben. Noch im gleichen Monat erhielt die Brigade dann 22 StuG III und 9 StuH 42, bevor sie dann in die Normandie versetzt wurde. Auf Fotos ist zu sehen das die Brigade bereits mit den neuen StuG III mit "Saukopfblende" ausgerüstet wurde.

Am 6. Juni wurde die Einheit eilig in den Süden von St. Lo verlegt. Hier war sie der 3. Fallschirmjäger-Division unterstellt. Kommandiert wurde die Brigade von Major Günther Gersteuer. Die Einheit setzte sich aus 3 Batterien mit jeweils 7 StuG und 3 StuH zusammen. Nach ersten Kämpfen an der Contenin-Halbinsel meldete die Brigade am 27. Juni 1944 nur noch 11 einsatzbereite Sturmgeschütze. Am 12. Juli verteidigte die Brigade Hügel 192 östlich von St. Lo.  Gegen Ende des tages hatte die brigade so hohe Verluste erlitten das sie sich zurückziehen musste und eine neue Verteidigungslinie südlich von der St.Lo-Bayeux Hauptstraße errichten musste.

Nach einem Monat Dauereinsatz meldete die Brigade am 29. Juli 7 StuG und 3 StuH als einsatzfähig. Nach dem die Brigade in den Kessel von Falaise geriet überlebte lediglich ein StuG. (Verschiedene Quellen geben 5 erhaltene Stug an). Nach dem sich die Reste der Brigade über die Seine zurückgezogen hatten, ging es weiter über Rouen nach St. Quentin und weiter nach Namur und Lüttich. Von hier aus wurde die brigade nach Köln-Wahn verlegt um dort im September 1944 neu aufgestellt zu werden. Dort erhielt die Brigade 4 instand gesetzte Sturmgeschütze (zum Teil StuG IV).

Nach dem überraschenden Luftlandeangriff innerhalb der alliierten Operation Market Garden wurden die 5 Sturmgeschütze im Raum Niemwegen gegen die 82. US-Luftlande-Division eingesetzt. Am 16. September 1944 sollte die Brigade die neu gebildete 7. Fallschirmjäger-Division unterstützen.  Nach dem alliierten Angriff auf Arnheim ging die Brigade über Weeze und Wesel Ende September bis in das Gebiet von Wyler. Aufgrund der geringen Fahrzeuganzahl wurde die Brigade nur in kleinen Einsätzen eingesetzt. Nach der fehlgeschlagenen alliierten Offensive wurde die Brigade wieder zur Auffrischung nach Deutschland verlegt.
Am 4. Januar 1945 befand sich die Brigade in Amersfoort/Holland wosie zur vollen Stärke aufgerüstet werden sollte. Sie erhielt 10 StuG und StuH. Am 8. Februar 1945 wurde die brigade dann der 7. Fallschirmjäger-Division zugeteilt um diese bei den Kämpfen im Reichswald zu unterstützen. Die ersten Kämpfe gab es hier westlich von Celve und später im Raum Venlo.
Die Brigade befand sich fast pausenlos im Kampfeinsatz und wurde von Brennpunkt zu Brennpunkt gerufen.
Zwischen 24. März und 15. April 1945 schaltete Leutnant Heinz Deutsch 34 Feindpanzer aus. Alleine am 31. März gelangen ihm 5 Abschüsse an einem Tag. Am 24. April gelang ihm bei Edewecht der Abschuss eines M4A3E2 "Jumbo"-Sherman (dieser war besser gepanzert als der deutsche Tiger). Bis dahin hatte er insgesamt 46 Abschüsse zu verzeichnen und erhielt hierfür als einziger Fallschirm-Sturmgeschütz-Schütze das Ritterkreuz. Seine Besatzung erhielt das Deutsche Kreuz in Gold.
Am 29. März 1945 erhält die Brigade dann ihre letzte Bezeichnung und wird in Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 121 umbenannt.
Gegen Kriegsende war das Ziel der Brigade die Überquerung der Elbe bei Cuxhaven. (Rückzugsämpfe über Bocholt - Winterswijk - Stadtlohn - Ahaus - Gronau - Gildehaus - Bentheim - Schüttorf - Lingen - Haselünne - Friesoythe - Altenoythe - Edewechterdamm - Bad Zwischenahn - Oldenburg - Nordham). Dazu kam es allerdings nicht mehr und die Brigade ging am 8. Mai 1945 im Kessel von Cuxhaven in Gefangenschaft. Die Überlebenden wurden später in Wilhelmshafen interniert.
In weniger als einem Jahr gelang es der Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 12 insgesamt 240 alliierte Panzer zu zerstören. Der Schütze mit den meisten Abschüssen war Leutnant Deutsch.
Die letzten Soldaten im Kessel von Cuxhaven legten erst im Sommer 1945 ihre Waffen nieder. Sie waren mit die letzten bewaffneten deutschen Kräfte in Europa.

Quellen:
Günter Wegmann, Das Ende zwischen Ems und Weser 1945
Heinz Bosch, Der zweite Weltkrieg zwischen Rhein und Maas
Archiv Mehner, RH 7/v.277


Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 29. Oktober 2010 um 15:36 Uhr
 
Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 21
Diese Einheit wurde im Juni 1944 als Fallschirm-Sturmgeschutz-Brigade Schmitz aus der 2./Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 2 mit 4 Kompanien als Teil der I. Fallschirm-Armee gebildet. Benannt war sie nach ihrem Kommandeur Oberstleutnant August Schmitz.

Ausgerüstet wurde die Brigade mit italienischen Sturmgeschützen vom Typ M42 75/18, 75/34 und M43 105/25. Ende des Jahres verfügte die Brigade über 49 M43 105/25 und 6 Kommandowagen. 1945 waren es 56 M43.
Ursprünglich mit 3 Batterien gebildet wurde auf 4 Batterien erhöht und die Bezeichnung in Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 21 geändert (1. Januar 1945). Am 2. Februar 1945 unterstand die Brigade dem I. Fallschirm-Korps/10. Armee. Am 28. März 1945 erfolgte die Umbenennung in Fallschirm-Sturmgeschütz-Brigade 210.
Die Einheit war hauptsächlich in Verteidigungskämpfe in Italien verwickelt und schlug sich dort sehr gut. Im Mai 1945 ergab sich die Brigade den amerikanischen Truppen nördlich des Po.
 


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