Luftwaffe Struktur der Luftwaffe Das System der Flugzeugbezeichnungen innerhalb der Deutschen Luftwaffe
Das System der Flugzeugbezeichnungen innerhalb der Deutschen Luftwaffe
Das deutsche System der Flugzeugbezeichnungen kann zu einer gewissen Verwirrung führen, wenn es nicht klar verstanden wird, obwohl es im wesentlichen methodisch angelegt war.
Die Grundbezeichnung bestand aus einer Buchstaben-Zahlenkombination unter Benutzung einer Kurzbezeichnung des Namens der Entwurfsfirma, gefolgt von einer Baumusternummer, z.B. Ju 88 = Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG, Muster 88. Gelegentlich wurden Abweichungen von dieser Praxis gemacht. Gegen Ende des Krieges wurde manchmal eine Abkürzung des Konstrukteurnamens selbst benutzt, so wurde Kurt Tanks Entwicklung der Fw 190D mit einer neuen Baumusternummer gekoppelt, bekannt unter Ta 152.
Die Flugzeuge, die die Baumusternummer 108, 109 und 110 trugen, erhielten davor die Kurzbezeichnung Bf von Bayrische Flugzeugwerke, dem Namen der Messerschmittwerke zur Zeit ihrer Konstruktion.
Die Kurzbezeichnung Ha, die bei einigen frühen Blohm & Voss Baumustern verwendet wurde, weist darauf hin, dass sie aus dem Hamburger Werk der Firma kamen.
Dieser Grundbezeichnung folgte ein angehängter Buchstabe, der auf das Nachfolge-Baumuster (z.B. Ju 88A) hinwies, und schließlich eine Ziffer, welche die Baureihe (z.B. Ju 88A-6) bezeichnete.
Mit einer Ausnahme wurden die Buchstaben für die Nachfolgemuster in richtiger Reihenfolge vergeben, obowhl die infrage kommenden Flugzeuge nicht unbedingt in dieser Reihenfolge in Dienst gestellt wurden. Zum Beispiel war die Ju 88A-5 vor der Ju 88A-4, die eine stark verbesserte Version darstellte, im Truppeneinsatz.

Der angehängte Buchstabe V wurde für Prototypen reserviert:  die He 177V3 war der dritte Prototyp der Heinkel He 177. Man beachte, dass bei diesem beispiel zwischen dem letzten Buchstaben und der Ziffer kein Bindestrich benutzt wurde.
Baumusterbezeichnungen wurden von der Zentrale im RLM (Reichsluftfahrtministerium) vergeben und ein und dieselbe Zahl wurde selten bei zwei verschiedenen Flugzeugbausmustern verwendet.
Beharrliche Behauptungen übe die Existenz eines Fw 198 Jagdflugzeug hätten z.B. niemals Glauben finden dürfen, da diese Baumusterbezeichnung bereits für die Arado Ar 198 vergeben war.
Es gab jedoch ein oder zwei Beispiele, in denen die Baumusterbezeichnungen für Flugzeuge und Motor zusammenfielen wie im Fall der Me 323 und des Breno 323.
Ein weiterer häufiger Bestandteil der deutschen Flugzeugbezeichnungen war die Kurzbezeichnung "Trop" ( wie in der Fw 190A-4/Trop), was darauf hinwies, dass das Flugzeug für den Tropeneinsatz umgebaut war.
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