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| Jagdgeschwader 11 |
Die Großeinflüge der US-Luftwaffe in das Reichsgebiet machten im Frühjahr 1943 eine Umgliederung der deutschen Tagjagdverbände erforderlich. Im April 1943 entstand das JG 11 mit Geschwaderstab in Jever, der I. Gruppe (ehemals III./JG 1) in Husum und der II. Gruppe (ehemals I./JG 1) in Rheine. Daneben bestand eine „Jagdstaffel Helgoland“. Danach wurde in Neumünster die III. Gruppe aufgestellt, die im Juni nach Oldenburg in den Einsatz ging.Von wechselnden Einsatzplätzen aus hatte das Geschwader im Jahre 1943 starken Anteil an der Abwehr der amerikanischen viermotorigen Bomber. Die 1. Staffel operierte zeitweilig von Südnorwegen aus. Im August 1943 wurde in Aalborg eine 10. Staffel aufgestellt. Im Januar 1944 wurde die „Jasta Helgoland“ in 11. Staffel umbenannt. Die erste Hälfte des Jahres 1944 sah verlustreiche Kämpfe gegen die den Luftraum beherrschende alliierte Luftwaffe über dem Reichsgebiet. Am Tag der Invasion (6. 6. 1944) verlegten I. und II. Gruppe zusammen mit 10. und 11. Staffel an die Westfront in den Raum Le Mans - Beauvais. Schon bei den ersten Einsätzen über dem Landungsbrückenkopf mit Tiefangriffen hatten die Staffeln schwere Verluste, besonders die II. Gruppe, die als Höhenjäger für diese Kampfart nicht ausgebildet war. Nach wenigen Tagen musste sie deshalb aus dem Kampf gezogen und in Wunstorf aufgefrischt werden. Ein Teil ihrer Flugzeugführer blieb mit den übrigen Staffeln bis Ende August 1944 an der Westfront, wohin auch die II. Gruppe um den 12. August für einige Wochen zurückkehrte. Die III. Gruppe hatte in der Zwischenzeit ab Mitte Juni 1944 an die Ostfront verlegt und war mit vier Staffeln bis Ende August 1944 im Kampfraum Minsk - Wilna - Litauen eingesetzt. Ab September 1944 war das Geschwader wieder in der Reichsverteidigung eingesetzt. Besonders verlustreich waren die Einsätze bei Arnheim, während der Ardennenoffensive und am 1. Januar 1945. Ende Januar 1945 wurde das Geschwader an die Ostfront verlegt und kämpfte zunächst im Raum Posen. Im Februar 1945 lag das Geschwader auf Plätzen in der Nähe Berlins (Strausberg, Döberitz, Gatow, Tempelhof u. a.). März 1945 wurde die I. Gruppe aufgelöst. Teile der II. Gruppe gingen beim Endkampf um Berlin unter, die übrigen Teile des Geschwaders zogen sich im April bis nach Schleswig-Holstein zurück, zum Teil sogar bis nach Dänemark und Südnorwegen. Dort erlebten sie im Mai 1945 die Kapitulation. Kommandeure (Geschwaderkommodore)
Major Anton Mader, 1. April 1943 |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 18:36 Uhr |