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| Jagdgeschwader 2 "Richthofen" |
Bei Kriegsbeginn bestand das Jagdgeschwader 2 nur aus dem Geschwaderstab und der I. Gruppe. Während des Polenfeldzuges hatte es die Reichshauptstadt zu decken, eine Staffel kam kurzfristig in Ostpreußen zum Einsatz. Im November 1939 wurde nach Frankfurt (Main) verlegt und von dort aus Grenzüberwachung geflogen.Anfang 1940 wurden die II. und III. Gruppe aufgestellt. Am Frankreichfeldzug nahm das Geschwader mit wechselnden Unterstellungen teil und kämpfte sich bis Dünkirchen durch, die II.Gruppe war anfangs im Raum Rotterdam eingesetzt. Nach dem Frankreichfeldzug bezog das Geschwader seinen neuen Einsatzraum Cherbourg - Le Havre. Von dort aus erfolgte der Einsatz während der Luftschlacht um England, zeitweilig wurde von Absprungplätzen im Raum Calais gestartet. Der Kampfraum Kanal blieb für die nächsten Jahre das Einsatzgebiet des Geschwaders. Das Jahr 1941 war gekennzeichnet durch Jagdvorstöße gegen die britische Südküste, Jabo-Angriffe gegen den Schiffsverkehr im Kanal und die Abwehr der englischen Luftoffensive gegen das nordfranzösisch-belgische Industriegebiet. Die ersten viermotorigen Bomber konnten abgeschossen werden. Im November 1941 wurde eine selbständige 10. Jabo-Staffel aufgestellt. Im Februar 1942 hatte das Geschwader Anteil an dem erfolgreichen Durchbruch der deutschen Schlachtschiffe durch den Kanal, Frühjahr und Frühsommer sahen heftige Einsatztätigkeit gegen die britischen Einflüge. Eine 11. Höhenstaffel wurde gebildet. Bei der Abwehr des Landungsunternehmens bei Dieppe errang das Geschwader große Erfolge. Als „Kanalräumer“zeichnete sich die 10. Staffel mit Jabo-Angriffen gegen britische Schiffe aus; die 8. Staffel stand von Brest aus im Einsatz gegen englische fliegende U-Boot-Jäger. Im November verlegt die II. Gruppe nach Sizilien und wurde bis Ende März 1943 in Tunesien eingesetzt. Auch die II. Staffel ging nach Sizilien und wurde an das JG 53 abgegeben; die 10. Staffel wurde im Frühjahr 1943 in das SKG 10 eingegliedert. Im Jahr 1943/1944 stand das Geschwader im schweren Abwehrkampf gegen den massierten Einsatz der englisch-amerikanischen Luftwaffe im französischen Raum. Die I. Gruppe wurde im Februar/April 1944 in Italien zur Abwehr der alliierten Offensive im Raum Nettuno - Cassino eingesetzt. In den ersten Monaten der Invasion wurde das Geschwader nahezu aufgerieben. Ende August 1944 kehrte es zum ersten mal nach vier Jahren wieder auf deutschen Boden zurück und bezog Einsatzplätze im Raum Taunus - Nordhessen. Herbst und Winter sahen das Geschwader in schweren Abwehrkämpfen, u. a. im Dezember während der Ardennenoffensive, am 1. Januar 1945 griff es die Plätze um Lüttich und St. Trond an. Im April 1945 räumte es die Einsatzplätze in Hessen und zog sich über Mitteldeutschland und Nordböhmen in das Gebiet östlich und südlich München zurück, wo es sich im Zuge des Zusammenbruchs schließlich auflöste. Kommandeure (Geschwaderkommodore)
Major Dipl.-Ing. Johann Raithel, 1. April 1936 – 8.June 1936 |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 18:25 Uhr |