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| Jagdgeschwader 26 "Schlageter" |
Bei Kriegsausbruch bestand das Jagdgeschwader aus dem Geschwaderstab, der I. und der II. Gruppe. Noch im September 1939wurde die III. Gruppe aufgestellt. Bis zum Beginn des Frankreichfeldzuges hatte es den Auftrag, das Industriegebiet und die Westgrenze zu schützen, Einsatzplätze waren Odendorf und Bönninghardt. Am Frankreichfeldzug nahm das Geschwader mit wechselnden Unterstellungsverhältnissen teil. Der Einsatzweg führte über Antwerpen bis in den Raum Paris. Nach kurzer Rückverlegung auf die alten Plätze in Deutschland marschierte das Geschwader gegen Ende Juli 1940 im Raum Calais zur Beteiligung an der Luftschlacht um England auf. Von Anfang Februar bis April 1941 weilte das Geschwader zur Auffrischung in der Heimat. Die 7. Staffel jedoch wurde in das Mittelmeergebiet verlegt, wo sie von Sizilien aus an den Luftkämpfen über der Insel Malta teilnahm und im Juni/Juli 1941 in Nordafrika eingesetzt war. Anfang April 1941 bezog das Geschwader Einsatzplätze in der Bretagne. Dort wurde es Anfang Juni 1941 vom JG 2 abgelöst und belegte am Kanal Plätze um St. Omer. Der Sommer 1941 war gekennzeichnet durch die sogenannte „Nonstopoffensive“ der RAF, die den Zweck hatte, möglichst viele deutsche Jagdverbände am Kanal zu binden. Um diese Zeit fand eine allmähliche Umrüstung des Geschwaders auf die Fw 190 statt. Nach dem Abflauen der britischen Einflüge deckte das Geschwader den Küstenraum von der Norrnandie bis zur Schelde. Im Februar 1942 war das Geschwader am Unternehmen „Donnerkeil“, dem Durchbruch der deutschen Schlachtschiffe durch den Kanal, beteiligt. Im März 1942 wurde die 10. (Jabo)/JG 26 aufgestellt, deren Aufgabe Angriffe auf Ziele in Südengland war. Im Februar 1943 schied sie aus dem Geschwader aus und ging im SKG 10 auf. Große Erfolge hatte das Geschwader bei der Abwehr des britischen Landeunternehmens bei Dieppe im August 1942. Im selben Monat wurde die 11./JG 26 als Höhenjagdstaffel aufgestellt, die Anfang November ins Mittelmeergebiet verlegt und vom JG 51 übernommen wurde. Als Ersatz stellte das Geschwader eine neue 11. Staffel auf. Das Jahr 1943 brachte keine wesentliche Veränderung im Einsatz des Geschwaders, wenn es auch immer wieder zu Verlegungen, zum Beispiel nach Holland und ins Reichsgebiet, kam. Die I. Gruppe wurde im Januar 1943 an die Ostfront verlegt und kämpfte zusammen mit der 7. Staffel bis Ende Juni 1943 im Nord- und Mittelabschnitt. Nach der Rückkehr bezog die Gruppe wieder Plätze im belgischen Raum. April 1943 wurde die 12. Staffel aufgestellt. Auch im ersten Halbjahr 1944 stand das Geschwader im Brennpunkt der alliierten Luftoffensive. Am Invasionstag war das Geschwader gerade in Verlegung auf Plätze in Ostfrankreich begriffen oder lag in Südfrankreich zur Auffrischung, wurde aber sofort im Raum Paris zusammengezogen. Ende August zog sich das Geschwader auf Plätze am Niederrhein zurück. Der Rest des Jahres war gekennzeichnet durch schwere, verlustreiche Kämpfe im Gebiet Aachen - Arnheim - Lüttich, der Beteiligung an der Ardennenoffensive und der Verlegung in das Gebiet von Rheine gegen Jahresende. Am Neujahrseinsatz 1945 griff das Geschwader Flugplätze um Brüssel mit großem Erfolg an. über Plätze in Norddeutschland zog sich das Jagdgeschwader „Schlageter“ 26 bis Kriegsende Schritt für Schritt nach Schleswig-Holstein zurück. Am 25. Februar 1945 wurde die III./JG 54, die schon viele Monate den Einsatzweg des Geschwaders geteilt hatte, als IV. Gruppe in das JG 26 eingegliedert. Die III. Gruppe wurde Ende März aufgelöst, die IV. bis zum 20. April, der Rest des Geschwaders kapitulierte im Mai 1945 in Schleswig-Holstein. Kommandeure (Geschwaderkommodore)
Oberst Eduard Ritter von Schleich, 1. Mai 1939 |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 18:38 Uhr |