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| Jagdgeschwader 3 "Udet" |
Bei Kriegsbeginn bestand das Jagdgeschwader 3 neben dem Geschwaderstab nur aus der I. Gruppe, II. und III. Gruppe wurden erst im Februar/März 1940 aufgestellt.Am Frankreichfeldzug nahm das Geschwader mit wechselnden Unterstellungen teil und lag Ende Mai auf Flugplätzen um St. Pol. Zur Luftschlacht um England wurde von Absprungplätzen im Raum Calais gestartet; das Geschwader blieb- abgesehen von einer kurzen Auffrischung im März/ April 1941- bis zum Juni am Kanal. Im Russlandfeldzug 1941 wurde das Geschwader zunächst im Südabschnitt, ab Ende September im Mittelabschnitt eingesetzt; die II. Gruppe nahm ab Oktober am Einsatz gegen die Krim teil. Im September Abgabe der I. Gruppe an das JG 1, dafür Aufstellung einer neuen I. Gruppe. Gegen Ende des Jahres für gesamtes Geschwader Auffrischung im Raum Wiesbaden/Mannheim; dort am 17. November Verleihung des Namens „Udet“ mit Ärmelband. 1942 Das Jahr 1942 begann für die II. Gruppe mit einem Einsatz (bis Ende April) auf Sizilien, Schwerpunkt Malta. Die III. Gruppe verlegte von Februar bis April in den Nordraum der Ostfront; Ilmensee, Demjansk und Cholm. Die große Sommeroffensive in Richtung Stalingrad erlebte das Geschwader im Verbande des VIII. Fliegerkorps. Stab und zwei Gruppen lagen alsdann von Mitte November bis Mitte Dezember im Kessel Stalingrad (Pitomnik); eine verstärkte Staffel verblieb dort bis Anfang Januar 1943 (Gumrak), wobei das Bodenpersonal weitgehend das Schicksal der 6. Armee teilte. 1943 Das Jahr 1943 begann für das gesamte Geschwader mit der Teilnahme an der Abwehrschlacht zwischen Don und Donez; anschließend folgte mit Teilen Einsatz am Kuban-Brückenkopf sowie in der Schlacht um Kursk-Orel. Inzwischen hatten schon Geschwaderstab und I. Gruppe ins Reich zur Auffrischung verlegt, wo sich bis Anfang August das gesamte Geschwader versammelte. Damit begann der Einsatz in der verlustreichen Reichsluftverteidigung: Stab und I. Gruppe als Höhenjagdgruppe im westdeutschen Raum bereits ab Juni, desgleichen II. Gruppe im holländisch-belgischen Raum, III. Gruppe ab August in Süddeutschland. Die neuaufgestellte IV. Gruppe wurde von Juli bis September nach Italien verlegt zur Abwehr der alliierten Invasion Südeuropas. 1944 Im Jahr 1944 lag der Schwerpunkt des Einsatzes weiterhin in der Reichsverteidigung; die IV. Gruppe wurde zur „Sturmgruppe“ mit der gepanzerten Fw 190 umgerüstet. Zur Abwehr der alliierten Landung in der Normandie verlegten Geschwaderstab, II. und III. Gruppe in den Invasionsraum und erlitten dort große Verluste. Im September wurden sie ins Reich zurückverlegt und aufgefrischt. Ab Mitte November stand das Geschwader wieder im Westen in der Reichsverteidigung, dabei I. Gruppe als Höhen-, IV. Gruppe als Sturmgruppe; ab 16. Dezember Einsatz in der Ardennenoffensive. 1945 Das Jahr 1945 begann mit der Teilnahme am Unternehmen „Bodenplatte“, Ziel des Geschwaders ist am 1. Januar Eindhoven. Nachdem im Osten die Front vor dem Ansturm der sowjetischen Truppen zerbrochen war, wurde das Geschwader dorthin verlegt. Der Einsatz an der Oderfront, die Schlacht um Berlin, der Sondereinsatz gegen die Oderbrücken kennzeichnen diese letzten vergeblichen Anstrengungen des Geschwaders, der fliegenden Besatzungen und der unermüdlichen Techniker. Ende April erfolgte der Rückzug nach Schleswig-Holstein und dort die Auflösung des Jagdgeschwaders „Udet“ 3. Kommandeure (Geschwaderkommodore)
Oberleutnant Max Ibel, 1. Mai 1939 |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 18:27 Uhr |