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| Jagdgeschwader 301 "Wilde Sau" |
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Der Geschwaderstab wurde im Oktober 1943 in Neubiberg bei München aufgestellt. Im November 1943 bestand das Geschwader nach Planung aus folgenden Gruppen: I. Gruppe in Neubiberg, II.Gruppe (entstanden aus Abgaben der II./JG 300) in Altenburg (Sachsen), III. Gruppe in Zerbst. Mit der Aufstellung des JG 302 im November 1943 wurde diese Gliederung umgeworfen. Die I. und II. Gruppe wurden in I. und II./JG 302 umbenannt, die III. Gruppe in III./JG 300. Dafür entstanden neu: die I.I/JG 301 in Gardelegen, die II./?JG 301 in Seyring und die III. Gruppe in Zerbst. Der Einsatzweg des Geschwaders ist wegen der ständigen Umbenennungen und Verlegungen sehr unübersichtlich. Die I. Gruppe nahm ab Anfang 1944 folgenden Weg: Neubiberg - Bad Wörishofen - Holzkirchen. Mit Beginn der Invasion verlegte sie nach Frankreich und belegte Plätze im Raum Cambrai. Sie flog dort unter anderem in der Nacht „Wilde-Sau“-Einsätze. Im August 1944 kehrte sie ins Reichsgebiet nach Salzwedel zurück und wurde in der Reichsverteidigung nahezu aufgerieben. Im Januar 1945 wurde sie an die Ostfront verlegt und flog hauptsächlich Tiefangriffe im Raum Posen. Im Februar 1945 lag sie in Finsterwalde und ging im März/ April wieder nach Salzwedel zurück. Die II./JG 301 wurde in Wien-Seyring aufgestellt und flog dort Nachtjagdeinsätze. Im Mai 1944 kam sie in Rumänien – Bulgarien zum Einsatz. Nach der Räumung Rumäniens zog sie sich über Ungarn ins Reichsgebiet zurück. Im Dezember flog sie von Sachau Tageinsätze in der Reichsverteidigung, von da an deckt sich ihr Schicksal mit der I. Gruppe. Die III./JG 301 hatte nur kurzen Bestand. Sie zog über Wiesbaden-Rhein-Main nach Großsachsenheim, wo sie im Mai 1944 aufgelöst wurde. Mitte September 1944 entstand in Alperstedt eine neue III./JG 301, meist aus Personal der I./JG 302. Im November 1944 verlegte sie nach Stendal. Im Februar 1945 lag sie in der Lausitz. Die IV./301 kam als Neuaufstellung Anfang 1945 in Gardelegen zum Geschwader, lag zwischendurch in Wittstock und im April 1945 wieder in Gardelegen. Dort wurde sie aufgelöst. Das Geschwader zog sich bei Kriegsende in den Raum Schleswig-Holstein zurück und erlebte dort den Zusammenbruch. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 18:05 Uhr |