Luftwaffe Tagjagdgeschwader Jagdgeschwader 4
Jagdgeschwader 4
Anfang 1943 wurde in Rumänien die I. Gruppe dieses Geschwaders aufgestellt. Der erste große Einsatz der Gruppe erfolgte am 1. August 1943 von Mizil aus gegen Bomberkräfte der 15. US-Luftflotte, die von Nordafrika aus das Ölgebiet um Ploesti angriff.
Ende 1943 verlegte die Gruppe nach Italien, zunächst auf Plätze um Rom, danach in Norditalien. Einsatzauftrag war die Abwehr amerikanischer Vierrnotangriffe auf das norditalienische Industriegebiet. Das Bodenpersonal wurde zur Partisanenbekämpfung eingesetzt.

Im August 1944 verließ die Gruppe Italien und frischte im Raum Kassel auf.In der Zwischenzeit war im April 1944 in Kassel ein Geschwaderstab z. b. V. aufgestellt worden, der im August 1944 in Geschwaderstab JG 4 um benannt wurde. In diesem Monat entstand auch die II. Gruppe. Ihren Kern bildete die Sturmstaffel des Majors von Kornatzki, ausgerüstet mit gepanzerten Fw 190, in der der Angriff auf viermotorige Bomber bis zum Rammen entwickelt worden war.
Kernteile der späteren III. Gruppe bestanden bereits seit Oktober 1943. Als IV. Gruppe des Geschwaders wurde nach der Invasion die bisherige II./JG 5 eingegliedert. Zu einem geschlossenen Einsatz des Geschwaders an der Invasionsfront Ende August kam es infolge des raschen Zusammenbruchs der deutschen Front nicht mehr.
Im Herbst 1944 versammelte sich das Geschwader auf Einsatzplätzen in der Lausitz und flog von dort verlustreiche Einsätze gegen die Amerikaner im mitteldeutschen Raum. Mitte November 1944 erfolgte die Verlegung in den Raum Frankfurt (Main).
In den schweren Luftkämpfen während der Ardennenoffensive und beim Neujahrseinsatz „Bodenplatte“ wurde es stark dezimiert. Die Angriffsziele Löwen und Le Culot wurden am 1. Januar 1945 nicht erreicht.

Mitte Januar 1945 wurde das Geschwader in den Raum Guben – Jüterbog zum Einsatz an die Ostfront verlegt, wo es besonders über den russischen Oderbrückenköpfen zu schweren Luftkämpfen kam.
Im April 1945 zogen sich die kampffähigen Teile des Geschwaders nach Schleswig-Holstein zurück. Am 1. Mai 1945 wurden sämtliche Gruppen des JG 4 aufgelöst, der Geschwaderstab übernahm die Führung eines neu zusammengestellten Geschwaders, das sich aus Teilen des JG 4, JG 3, JG 11 und JG 51 zusammensetzte.
Die Reste des Geschwaders erlebten die Kapitulation im Raum Leck.

Kommandeure (Geschwaderkommodore)

Major Gerhard Schöpfel, 15. Juni 1944
Oberleutnant Gerhard Michalski, 6. August 1944

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 18:29 Uhr
 

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