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| Jagdgeschwader 52 |
Bei Kriegsausbruch bestanden der Geschwaderstab und die I. und II. Gruppe. Im Frühjahr 1940 wurde die III. Gruppe aufgestellt. Bis Mai 1940 schützte das Geschwader die Westgrenze im pfälzischen Raum. Teilnahme am Frankreichfeldzug, verlegte jedoch bereits im Juni 1940 wieder zurück nach Nord- und Mitteldeutschland. DieIII. Gruppe wurde Ende Juli für kurze Zeit am Kanal eingesetzt und verlegte ab Oktober 1940 nach Rumänien. Das übrige Geschwader kämpfte ab August am Kanal. Die I. Gruppe blieb mit kurzen Unterbrechungen bis September 1941 an der Küste und hatte den Raum VIissingen - Esbjerg als Einsatzgebiet. Geschwaderstab und II. Gruppe flogen bis Ende Mai 1941 am Kanal. Dann verlegte der Geschwaderstab nach Rumänien, während die II. Gruppe im Raum Suwalki für den Ostfeldzug bereitgestellt wurde, der sie über Witebsk - Kalinin - Smolensk bis vor Moskau führte. Im Winter 1941/42 griff die Gruppe unter starken Verlusten in die Erdkämpfemit ein. Im Oktober 1941 kam auch die I. Gruppe in den Mittelabschnitt der Ostfront. Die III. Gruppe beteiligte sich im Mai 1941 am Kreta- Unternehmen, verteidigte mit Geschwaderstab bis Ende Juli Rumänien und trat dann den Vormarsch an, der sie in das Gebiet des unteren Dnjepr und nach Poltawa führte. Um diese Zeit wurde der Gruppe die 15. (kroatische) Jagdstaffel angegliedert, der 1942 die 13. ( slowakische) Jagdstaffel folgte. Beide Staffeln flogen bis Ende 1943 im Geschwaderverband. I. und II. Gruppe frischten ab Ende 1941 bzw. Anfang 1942 in Deutschland auf und kehrten im Mai 1942 in den Osten zurück. Das Geschwader nahm geschlossen an der Kesselschlacht südlich Charkow teil. Mit der großen deutschen Sommeroffensive 1942 begann der Aufstieg des JG 52, das als typisches „Ostgeschwader“ mit der höchsten Abschusszahl feindlicher Flugzeuge in die Luftkriegsgeschichte eingegangen ist. Seine Gruppen operierten meist räumlich weit voneinander getrennt selbständig und waren beim Vormarsch und beim Rückzug im Osten „Feuerwehr«“ an fast allen Frontabschnitten. Neben freier Jagd, Begleitschutz und Aufklärung flog es vermehrt Tiefangriffe zur Entlastung der Erdtruppen. Barwenkowo - Kertsch - Stalingrad - Kaukasus - Kubanbrückenkopf – Kursk - Orel Sommer 1943 - Mius - Uman - Verteidigung von Sewastopol waren Meilensteine auf dem Einsatzweg neben vielen anderen Kampfräumen. Im Frühjahr 1944 wurde die Königliche Ungarische Jagdstaffel zeitweilig unterstellt. Nach der Räumung der Krim im Mai 1944 wurde das Geschwader geteilt. Die 2.,4. und 7. Staffel mussten an die Reichsverteidigung abgegeben werden. Der Einsatzweg der II. Gruppe verlief von jetzt an weit abgesetzt vom übrigen Geschwader. Über Rumänien und Galizien zog sie im August 1944 nach Siebenbürgen und Ungarn. Im April 1945 erfolgte der Rückzug auf Plätze um Wien. Zeltweg bei Graz und Bad Aibling waren die letzten Einsatzplätze. Der Geschwaderstab und die beiden anderen Gruppen kämpften ab Mai 1944 in Rumänien, bei Krakau, im Weichselbrückenkopf, in Ostpreußen und Kurland, in Schlesien (Versorgung Breslaus aus der Luft) und in Böhmen. Dort ergab sich das Geschwader der 90. US-Inf. Division nach Sprengung der Flugzeuge. Am 16. Mai 1945 lieferten die Amerikaner die Gefangenen an die Russen aus. Ein Leidensweg begann, den viele nicht überlebten. Erst zehn Jahre später kehrten die letzten Geschwaderangehörigen in die Heimat zurück, so auch der bisher erfolgreichste Jagdflieger der Luftkriegsgeschichte, Erich „Bubi“ Hartmann. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 18:07 Uhr |