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| Jagdgeschwader 53 "Pik As" |
Die Keimzellen des JG 53 bestanden mit Geschwaderstab und zwei Gruppen bereits seit 1937. Kurz nach Kriegsausbruch wurde die III. Gruppe aufgestellt. Bis zum Mai 1940 hatte es die Grenzüberwachungim Abschnitt Eifel - Saarbrücken wahrzunehmen. Der Frankreichfeldzug führte es bis in den Raum Rennes. Der Einsatz gegen England erfolgte bis August 1940 von Cherbourg und Brest aus, später von Plätzen um Calais. Ab Dezember wurde in Deutschland aufgefrischt, im März 1941 ging es wieder zurück an den Kanal. Und bald darauf zum Aufmarsch gegen Russland. Die I. Gruppe war bis Anfang August 1941 im Südabschnitt (Tarnopol- Shitomir) eingesetzt, die II. Gruppe blieb bis Mitte September in Russland und kämpfte bei Smolensk und am Wolchow. Die III. Gruppe verlegte über Wilna - Witebsk in das Gebiet Smolensk - Wjasma - Welikije-Luki und wurde Ende September aus dem Einsatz gezogen. I. und II. Gruppe gingen an die holländische Küste, die 6. Staffel war ohnehin in VIissingen geblieben. Im Dezember 1941 wurde das Geschwader in den Mittelmeerraum abgezogen. Stab, I. und II. Gruppe trugen von Sizilien aus die Hauptlast der Luftschlacht um Malta, Teile der II. Gruppe kamen im Sommer 1942 bei EI-Alamein in Nordafrika zum Einsatz: Die III. Gruppe kämpfte im Dezember 1941 zunächst in Nordafrika, bis Mai 1942 von Comiso aus gegen Malta und dann bis Ende Oktober in Nordafrika. Von Juni bis Ende September 1942 kämpfte die I. Gruppe in Südrußland und stieß von Kursk bis nach Stalingrad vor. Danach wurde sie nach Sizilien zurückverlegt. Im November 1942 landeten die Me 109 des JG 53 als erste auf den Flugplätzen in Tunesien. Nach der Räumung Tunesiens im Mai 1943 war die Verteidigung Siziliens die nächste Aufgabe. Der darauffolgende Einsatz in Italien war durch die Kämpfe um Neapel - Salemo - Nettuno - Volturno - Monte Cassino - Rom – VeronaRavenna - Udine markiert. Die II. Gruppe hatte Italien bereits im November 1943 verlassen, lag zunächst im Wiener Raum und war ab März 1944 in der Reichsverteidigung eingesetzt. Die I. Gruppe verließ im Mai 1944 Italien. Bis August 1944 kämpfte sie noch in Rumänien. Dann waren Siebenbürgen und Ungarn ihr Einsatzgebiet, im April 1945 erreichte sie österreichischen Boden, wo sie sich gegen Kriegsende auflöste. Die II. Gruppe wurde mit Beginn der Invasion im Juni 1944 in den Westen verlegt und kämpfte über Caen und Paris. Im August 1944 stieß bei La Fere der Geschwaderstab zur Gruppe, der kurzfristig im litauischen Raum eingesetzt worden war. Ab September 1944 war das Geschwader mit II. und III. Gruppe gemeinsam im Einsatz und lag auf Plätzen in Baden, um Stuttgart und Heidelberg. Im Oktober 1944 stieß die IV. Gruppe dazu (die ehemalige III./JG 76). Am Neujahrsmorgen 1945 waren II. und IV. Gruppe gegen alliierte Flugplätze um Metz angesetzt. In den letzten Kriegsmonaten zog sich das Geschwader nach Oberschwaben zurück und löste sich schließlich in der Gegend Landsberg - Schongau auf. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 18:07 Uhr |