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| Jagdgeschwader 76 |
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Die Umrüstung der Zerstörergeschwader auf einmotorige Jagdflugzeuge führte zur Aufstellung des JG 76, das nie Geschwaderstärke erreichte. Seine I. Gruppe war die ehemalige I./ZG 76, die bereits im Juli 1944 ihre Me 410 gegen die Me 109 ausgetauscht hatte. Unter der Bezeichnung I./JG 76 flog sie im September 1944 im mitteldeutschen Raum in der Reichsverteidigung und wurde dann in IV./JG 300 umbenannt. Die geplante Eingliederung der II./ZG 76 als II. Gruppe kam wahrscheinlich nicht zustande, denn noch im Februar 1945 lag sie unter der alten Bezeichnung in Großenhain und wurde schließlich in IV./G 54 umbenannt. Geplant war ferner die Übernahme der I./JG 302 als IV. Gruppe. Bei der III. Gruppe handelte es sich um die ehemalige II./ZG 1, die im Juli 1944 in Stade von Me 110 auf Me 109 umgerüstet hatte. Mitte August 1944 wurde die Gruppe in Westfrankreich eingesetzt und verlegte Anfang September in den Raum Freiburg zurück. Dort traf zur gleichen Zeit der neu aufgestellte Geschwaderstab ein. Im Oktober schied die IlI. Gruppe als IV./JG 53 aus, das Jagdgeschwader 76 hatte somit keinen eigenen fliegenden Verband mehr. Der Geschwaderstab setzte sich Anfang Oktober nach Ungarn in Marsch, um die im ungarischen Raum befindlichen deutschen und ungarischen Jagdgruppen unter seine Einsatzführung zu stellen. Dies waren: die l./JG 53, II./JG 52, II./JG 51 und das ungarische Jagdgeschwader 101. Ende März 1945 musste Ungarn geräumt werden. Geschwaderstab und unterstellte Verbände sammelten auf Plätzen um Wien, dort wurden sie bis auf die II./JG 52 aufgelöst, die sich mit dem Geschwaderstab in Richtung Alpen absetzte und schließlich Anfang Mai 1945 in einem Auffanglager im Raum Salzburg in Gefangenschaft kam. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. März 2010 um 18:06 Uhr |