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| Beutepanzer - Einführung |
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Unter dem Begriff "Beutepanzer" sind erbeutete, gepanzerte Fahrzeuge zu verstehen, die von der eigenen Truppe wieder- oder weiterverwendet wurden. Es handelt sich hierbei einmal um von der kämpfenden Truppe fahrbereit erbeutete oder kurzfristig fahrbereit gemachte Panzer, um eigene Verluste zu ersetzen oder die eigene Kampfkraft zu verstärken. Solche Panzer gab es - insgesamt war es jedoch eine größere Zahl - als Einzelstücke in sehr vielen Verbänden, auch innerhalb der Infanterie-Divisionen. Hauptsache, es fanden sich hierfür Fahrer und Männer, die die Waffen bedienen konnten. Die Panzer hatten jedoch meist nur ein sehr kurzes Leben, da Ersatzteile fehlten oder die Munition aufgebracht war. Im letzteren Falle wurde sie oft noch als Zugmittel weiterverwendet. Um Verwechslungen mit Feindpanzern zu vermeiden, wurden die an der Front eingesetzten Beutepanzer meist mit überdimensionalen Balken- und/oder Hakenkreuz - auch am Bug - versehen. Desweiteren handelt es sich bei Beutepanzern um auf dem Gefechtsfeld geborgene oder in den Produktionsbetrieben aufgefundene Panzer, die von der Industrie (auch der in besetzten Ländern) oder größeren Instandsetzungseinheiten der Truppe überholt und fahrbereit gemacht wurden. Mit diesen Panzern wurden dann ganze Truppenteile von Zug- bis Brigadestärke ausgerüstet. Der Einsatz derartiger Truppenteile hatte in der deutschen Armee schon Tradition, da im Ersten Weltkrieg aus Mangel an eigenen Panzern auch schon 6 Beute-Kampfwagen-Abteilungen aufgestellt worden waren. Im Zweiten Weltkrieg wurden diese Einheiten bzw. Verbände meist nicht an der kämpfenden Front, sondern in rückwärtigen Gebieten zu Sicherungs- und Ausbildungszwecken verwendet. Für sie wurden auch eigene Werkstätten sowie Munitions- und Ersatzteildepots unterhalten. Nicht als Beutepanzer im eigentlichen Sinne sollen die österreichischen und vor allem tschechischen Panzer verstanden werden, die nach dem Anschluss bzw. Annektion dieser Länder von der Wehrmacht in großer Zahl übernommen wurden. Vom Heereswaffenamt wurde vor und während des Krieges Material zu den Waffen anderer Länder gesammelt und sogenannte "Kennblätter Fremdgerät" angelegt. Hierbei wurde ein System verwendet, bei dem zuerst der deutsche Name des Geräts stand, gefolgt von einer Kennzahl und einem in Klammern gesetzten Buchstaben für das Herkunftsland. Für Kampfpanzer wurde der 700er Nummernkreis verwendet, und so lautete die offizielle Bezeichnung für den T-34 z.B.: Panzerkampfwagen T-34 747 (r). Kommentare (0)
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