Panzer Flammpanzer Flammpanzer I
Flammpanzer I
Flammpanzer I R15
Der "R15" Flammpanzer I im Mai 1941 in Tobruk.
Im Spanischen Bürgerkrieg 1936-39 konnten sich die Deutschen erstmals ein Bild von Flammpanzern in Aktion machen, als dort italienische Tanketten mit Flammenwerfern ausgerüstet (CV 33/35 (L3) Lancia Fiamme) gegen Infanterie und schwer befestigte Stellungen vor ging.
1939 veröffentlichte Oberleutnant Olbrich einen Bericht, der das deutsche Interesse an Flammpanzern zeigte. Der Bericht enthielt detaillierte Angaben zu verschiedenen Flammenwerfer-Geräten und die Möglichkeiten zur Befestigung in Panzern.
Erste praktische Tests mit Flammenwerfern wurden vom Wa Prüf 6 durchgeführt.
Bereits während des Spanischen Bürgerkriegs gab es Planungen Panzer I mit Flammenwerfern anstelle der MG auszurüsten. Diese Planungen wurden aber während des Krieges in Spanien nicht mehr umgesetzt.

Der erste deutsche Panzer der mit einem Flammenwerfer ausgerüstet wurde war der Panzer I Sd.Kfz. 101 Ausführung A.
Im Mai 1941, während der Belagerung von Tobruk in Libyen, wurde experimentell ein Panzer I Sd.Kfz. 101 Ausf. A "R15" des 5. Panzer-Regiment der 5. leichten Division mit einem Flammenwerfer 40 ausgerüstet. Dieses Modell wurde bis dahin eigentlich nur von der Infanterie genutzt. Die MG des Panzer I wurde im Turm abmontiert und an seine Stelle der Flammenwerfer angebracht. Der Mischcontainer befand sich im Inneren des Panzers. Das brennbare Gemisch wurde mittels Druckluft projiziert. Die Reichweite von 3-5 "Schüssen" lag bei bis zu 40 m.
Flammpanzer I wurden gegen starken Befestigungen vor Tobruk eingesetzt.

Flammpanzer I in Tobruk
Flammpanzer I im Kampf in Tobruk (April 1941)


Quellen und Literatur:
Janusz Ledwoch, "Tank Power Vol. LVI", Wydawnictwo Militaria
Thomas L. Jentz, "Die deutsche Panzertruppe 1943-1945"


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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 23:24 Uhr
 

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