Panzer Flammpanzer Panzer-Abteilungen (Flamm) und -Kompanien
Panzer-Abteilungen (Flamm) und -Kompanien

Panzer-Abteilung 100 (Flamm)

Die Abteilung 100 wurde am 1. März 1940 gebildet und die 3 Kompanien bis 21. März 1940 aufgestellt.
Die Einheit verfügte über einen Abteilungs-Stab (nach KStN 1110 vom 28. Februar 1940) mit Stabskompanie (nach KStN 1151 vom 28. Februar 1940) mit Aufkärungs-Zug, Flak-Zug, Pionier-Zug und Verbindungs-Zug, einer Reserve-Einheit mit 2 Panzer II Sd.Kfz. 121 und 6 Panzer (F) Sd.Kfz. 122, eine Nachschub-Kolonne (nach KStN 1188 vom 28. Februar 1940) und einen Werkstatt-Zug (nach KStN 1185 vom 1. Oktober 1937). Den Kern einer solchen Abteilung bildeten später 3 Kompanien (nach KStN 1177 vom 1. Februar 1941) die jeweils 3 Züge mit jeweils 4 Panzer (F) Sd.Kfz. 122 hatten. Zusätzlich gab es einen Zug mit 5 Panzer II Sd.Kfz. 121.
In den ersten Tagen des Russlandfeldzuges kam die Panzer-Ateilung 100 (Flamm) innerhalb  der 18. Panzerdivision zum Einsatz. Bei den Kämpfen musste die Abteilung hohe Verluste hinnehmen. Einige Panzer brannten aus, nach ihr ihr Behälter mit Brennflüssigkeit getroffen wurde.
Während des ersten Monats verlor die Einheit 6 Panzer II, einen Panzer III und 11 Panzer II (F) (Flammpanzer II). Bis zum 1. September gingen 3 weitere Panzer verloren, davon 1 Flammpanzer. Bis Ende September verlor die wieder 3 Panzer. Als Ersatz erhielt sie nur einen Flammpanzer II.
Die Abteilung kämpfte später bei Smolensk. Am 5. November 1941 wurde sie schließlich von der Front abgezogen und nach Deutschland verlegt. Am 22. Dezember 1941 wurde die Abteilung in eine normale Panzer-Abteilung umgewandelt und wurde die 1. Abteilung des Panzer-Regiment 100. Am 5. Februar 1942 wurde die Einheit in Panzer-Abteilung "Großdeutschland" umbenannt und der Division "Großdeutschland" (mot) unterstellt.

Panzer-Abteilung 101 (Flamm)

Panzer-Abteilung 101 (Flamm)
Fahrzeuge der Panzer-Abteilung 101 (Flamm) im Juli 1941 an der Ostfront
Die Abteilung 101 wurde am 4. Mai 1940 gebildet und die Kompanien wie folgt aufgestellt: 1. Kompanie am 26. April, 2. Kompaie am 10. Mai und die 3. Kompanie am 1. Mai 1940. Aufgrund von technischen Defekten nahm die Abteilung an keinen Kampfhandlungen während des Frankreichfeldzuges teil. Die Abteilung besaß die gleiche Gliederung wie die Panzer-Abteilung 100 (Flamm).
Die Abteilung wurde erstmals in Litauen eingesetzt. Am 26. August war sie der 7. Panzerdivision unterstellt. Sie unterstützte das I. Bataillon des 7. Schützen-Regiment und Operationen des Panzer-Regiment 25.
Panzer II (F) Sd.Kfz. 122 wurde im bewaldeten Gebiet von Bolochin eingesetzt, wo sie die Stellungen der sowjetischen Infanterie in Brand steckten. Der Angriff wurde von Panzern III Sd.Kfz. 141 Ausf. G unterstützt, die jeder Kompanie zugeteilt waren.
Die Abteilung operierte bis Anfang Dezember 1941 an der Ostfront. Am 10. Dezember 1941 wurde sie zurück nach Deutschland verlegt. Dort wurde die Abteilung aufgelöst. Das Personal kam zum neu aufgestellten Panzer-Regiment 24 der 24. Panzerdivision.
Bis 8. November hatte die Abteilung 7 Panzer II, 17 Panzer II (F), 2 Panzer III und Panzerbefehlswagen III verloren.
Ende 1941 wurde die Abteilung aufgelöst.

Panzer-Abteilung 102 (Flamm)

Die Abteilung wurde im Frühjahr 1941 gebildet. Im Gegensatz zu den beiden anderen Paner-Abteilungen (Flamm), verfügte die Abteilung 102 nur über 2 Kompanien. Jede der beiden schweren Flammpanzer-Kompanie besaß 12 Panzer B2 (F) und 3 Panzer B2.
Die Gliederung einer Kompanie entsprach dem KStN 1176 vom 30. Mai 1941.
Die Abteilung erreicht am 23. Juni 1941 die Frontlinie an der Ostfront. Am nächsten Tag wird sie der 24. Infanteriedivision zugeteilt. Am 26. Juni erfolgt die Zuteilung zur 296. Infanteriedivision, wo sie beim Angriff auf die "Molotow-Linie" bei Wielki Dzial eingesetzt wird.
Dank den Panzern B2 (F) gelingt es die Hauptverteidigungslinie der Sowjets einzunehmen. Am nächsten Morgen nehmen Flak-Geschütze des Typs Flak 18/36 (8,8 cm) die sowjetischen Bunker unter Beschuss und schalten dabei mehrere Bunker aus. Danach legen Pioniere, die von der Artillerie gedeckt werden, Passagen in die Panzerhindernisse um so den Weg frei für die Panzer zu machen. Zwei Panzer II (F) schalten daraufhin zwei sowjetische Bunker aus. Bei den Kämpfen geraten zwei Flammpanzer durch Feindbeschuss in Brand, die Besatzungen können aber gerettet werden.
Am 27. Juli 1941 wurde die Einheit wieder aufgelöst.

Flammpanzer-Kompanie 352 und 353

Ende 1944 wurde die Flammpanzer-Kompanie 351 gebildet. Sie kämpfte im Januar 1945 in Budapest. Am 10. April 1945 besaß die Kompanie gerade noch 4 Panzer III (Fl) Sd.Kfz. 141/3.
Die Flammpanzer 38 (t) der Flammpanzer-Kompanie 352 und 353 wurden an der Westfront eingesetzt. Hier unterstützten sie die Offensive bei Alsace (Unternehmen "Nordwind") im Januar 1945. Beide Kompanien wurden nach Zweibrücken verlegt.
Die 352. Kompanie unterstützte das Panzer-Bataillon 5 der 25. Panzer-Grenadier-Division beim Angriff auf Hatten. Später verlor die Kompanie bei den Kämpfen in Rittershofen 2 Flammpanzer. Ein dritter Flammpanzer fuhr auf eine Mine und musste aufgegeben werden.
Die Flammpanzer der 353. Kompanie wurden zur Zerstörung von Bunkern und Verteidigungsstellungen eingesetzt. Dabei gingen 7 Fahrzeuge verloren.
Am 15. März 1945 hatte die Kompanie noch 8 einsatzfähige Flammpanzer 38 (t).


Im Juli 1943 wurde in Italien eine Kompanie mit Flammpanzern gebildet. Sie war der 26. Panzerdivision unterstellt. Im November 1943 nahm die Kompanie bei den Kämpfen nahe Mozzagrogna teil.
Am Abend des 27. November 1943 drängen Panzer der Kompanie, mit Unterstützung von Fahrzeugen der Aufklärungs-Kompanie der 26. Panzerdivision und Soldaten der 65. Infanteriedivision, britische Truppen aus dem Ort Mozzagrogna. Die Flammpanzer wurden von Panzer IV Ausf. H und Sturmgeschütz 40 unterstützt.
Am 16. Dezember greift die 2. Flammpanzer-Kompanie der 26. Panzerdivision unter dem Kommando von Leutnant Ruckdeschel die Frontlinie zwischen Ortona und Orsaga an. Bei diesem Angriff vernichten die Flammpanzer mehrere MG-Stellungen und brennen die Tarnvorrichtungen der alliierten Truppen nieder.

Quellen und Literatur:
Janusz Ledwoch, "Tank Power Vol. LVI", Wydawnictwo Militaria
Thomas L. Jentz, "Die deutsche Panzertruppe 1943-1945"

Kommentare (0)Add Comment
Kommentar schreiben

busy
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 19:27 Uhr
 

Unterstützung

Sie finden diese Seite hilfreich oder wollen unser Projekt unterstützen?
 PayPal
Mit den eingegangenen Spenden finanzieren wir ausschlieslich diese Homepage und garantieren eine stetige Fortentwicklung.

Unser Newsletter

Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!


Banner