Panzer Flammpanzer Panzer B2 (F) - Beutepanzer
Panzer B2 (F) - Beutepanzer
Während des Frankreichfeldzuges erbeutete die Wehrmacht große Mengen an Material, u.a. auch schwere Panzer des Typs "Renault Char B1 bis". Dieser Panzer wog rund 32 t, hatte eine Panzerung von bis zu 60 mm und wurde von einem 300 PS starken Vergasermotor von Renault angetrieben. Die Besatzung bestand aus 4 Mann.
Der relativ langsame Panzer erhielt innerhalb der Wehrmacht die Bezeichnung Panzer B2 740(f). Da er geschwindigkeitsmäßig nicht mit den deutschen Panzern mithalten konnte, war er für den Einsatz innerhalb der deutschen Panzertruppe nicht geeignet.

Panzer B2 (F) Beutepanzer Flammpanzer
Panzer B2 (F) Beutepanzer bei ersten Testversuchen.


Am 26. Mai 1941 ordnete Hitler die Produktion von weiteren Panzern die mit Flammenwerfern bestückt waren an. Hierzu nutzte man dann die erbeuteten Panzer B2 740(f). Die mit Flammenwerfern ausgerüsteten Panzer nannte man dann Panzer B2 (F).
Die Flammenwerfer (gleicher Typ wie beim Panzer II (F)) wurden hier nicht an die Stelle der 75 mm Kanone montiert, sondern im Rumpf.
Hitler befahl bis 20. Juni 1941 die Aufstellung von 2 Kompanien mit jeweils 12 Panzern.

Ende 1941 wurde eine zweite Produktionsserie gestartet. Diesmal wurden die panzer mit Flammenwerfern des Typs "Koerbe" ausgerüstet. Dieser Flammenwerfer hatte eine Reichweite von 40-45 m. Bis zu 200 "Schüsse" konnten abgegeben werden.
Ein Produktionsauftrag vom 3. Dezember 1941 sah die Modifizierung von 10 Panzern und weiteren 10 Panzern im Januar 1942 vor. das Waffenamt lies im November 1941 5 Panzer, 3 im Dezember 1941, 3 im März 1942, 2 im April, 3 im Mai und im Juni 1942 4 Panzer B2 (F) umrüsten.
Insgesamt wurden 60 dieser Panzer umgerüstet. Während der Umrüstung gab es mehrere Modifikationen. So wurde der Platz des Flammenwerfer-Schützen vergrößert und ein Visier aus Kugelsicherem Glas hinzugefügt. Daimler-Benz nahm für verschiedene Flammenwerfer-Typen entsprechende Änderungen vor. Größere Flüssigkeitsbehälter wurden im hinteren Teil des Panzers platziert und eine bessere Halterung für die Flammenwerfer entwickelt.

Am 31. Mai 1943 befanden sich Panzer B2 (F) in folgenden Einheiten:
- Panzer-Kompanie 223 mit 12 Panzern an der Ostfront
- Panzer-Brigade 100 (Panzer-Brigade West) mit 24 Panzern
- Panzerkompanie 224 der Panzer-Abteilung 213 mit 10 Panzern
Weiters besaß die 7. SS-Gebirgs-Divsion "Prinz Eugen" einige Flammpanzer und nutzte diese in Bosnien und Kroation.

Panzer B2 (F) der späteren baureihe werden im Sommer und Herbst an der Westfront eingesetzt. Die 224. Kompanie kämpft mit ihnen in Holland. Die letzten Fahrzeuge wurden im Frühjahr 1945 zerstört.

Quellen und Literatur:
Janusz Ledwoch, "Tank Power Vol. LVI", Wydawnictwo Militaria
Thomas L. Jentz, "Die deutsche Panzertruppe 1943-1945"


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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 22:58 Uhr
 

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