Panzer Flammpanzer Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251/16
Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251/16
Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251/16
Zwei Sd.Kfz. 251/16 der 1. Panzerdivision in Frankreich 1943.
Die Flammenwerfer des Typs Koebe, die in den Panzertypen B2 (F) und Flammpanzer II zum Einsatz kamen, wurden auch auf den Schützenpanzerwagen des Typs Sd.Kfz. 251 montiert. Diese Fahrzeuge erhielten dann die Bezeichnung Sd.Kfz. 251/16.
Das Fahrzeug wurde mit zwei Flammenwerfern mit jeweils 14 mm Durchmesser ausgerüstet. In manchen Fahrzeugen befand sich ein dritter Flammenwerfer mit 7 mm Durchmesser. Diese wurden mit Stahlrohren abgeschirmt. Vor den Flammenwerfern, die an beiden Seiten des Fahrzeugs angebracht waren, befand sich ein Schutzschild. Die Flammenwerfer konnten bis 160° gedreht werden.

Als Brennflüssigkeit diente das "Flammöl Nr. 19", eine Mischung aus Kerosin, Benzin und Öl. Die Flüssigkeitsbehälter waren im im Kampfraum angebracht. Davon zwei im hinteren Teil des Kampfraumes und ein dritter an der rechten Seite. Insgesamt konnten 700 Liter Brennflüssigkeit mitgeführt werden. Dies erlaubte rund 80 Feuerstöße, jeweils einen pro Sekunde. jeder Flammenwerfer hatte eine Reichweite zwischen 50 und 60 m. Wurden mehrere Flammenwerfer gleichzeitig genutzt, verringerte sich die Reichweite auf 30-35 m.
Als Pumpe diente eine Koebe II 40/40 1000/20.

Im Mai 1944 gab es verschiedene Modifikationen, so wurde z.B. der 14 mm Flamenwerfer überarbeitet und auch der Schutzschild erweitert. Zusätzlich wurde ein MG 31 am Wagen angebracht. Die Mannschaft wurde zudem mit zwei MP 38/40 bewaffnet.
Die Besatzung bestand aus 4 Mitgliedern: dem Fahrer, dem Kommandeur (Flammführer) der gleichzeitig Schütze und Funker war und zwei Flammschützen, die die Flammenwerfer bedienten. Die Fahrzeugbesatzung wurde mit Feuerfesten Anzügen ausgestattet.

Die ersten Sd.Kfz. 251/16 wurden Anfang 1943 eingeführt. Als Grundlage dienten die Ausführungen Sd.Kfz. 251 Ausf.B und Sd.Kfz. 251 Ausf. C. Zwischen Januar und Juli 1943 wurden ca. 96 Sd.Kfz. 251 in die Flamm-Version umgewandelt. Die Umbauten wurden durch dir Firma Wümag in Görlitz durchgeführt.
Am 1. September 1944 befanden sich 293 Sd.Kfz. 251/16 bei der Truppe. Die Fahrzeuge blieben bis zum Kriegsende im Einsatz.

Die Schützenpanzerwagen die mit Flammenwerfern ausgerüstet waren (Sd.Kfz. 251/16) wurden in Stabskompanien der Panzer-Grenadier-Regimenter eingesetzt. Üblicherweise wurden 6 Fahrzeuge in einem Zug gruppiert. Die Gliederung eines solchen Zuges entsprach dem KStN 1130 vom 1. August 1943.
Am 1. November 1943 wurde die Unterstellung geändert. Der Zug wurde nun in die Stabskompanie integriert. Nach dem KStN 1118 Ausf. B vom 1. April und 1. November 1944 kam es zu weiteren Änderungen. Der Zug wurde nun in der Pionier-Kompanie als 4. Zug eingesetzt.
Später wurde entschieden das jede Panzerdivision über einen solchen Zug verfügen sollte, doch bis 1944 war nur Rund die Hälfte der Einheiten vorhanden.

Quellen und Literatur:
Janusz Ledwoch, "Tank Power Vol. LVI", Wydawnictwo Militaria
Thomas L. Jentz, "Die deutsche Panzertruppe 1943-1945"


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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 23:35 Uhr
 

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