Panzer Jagdpanzer, Panzerjäger und Panzerartillerie Jagdpanzer Tiger (P) "Elefant" (Ferdinand)
Jagdpanzer Tiger (P) "Elefant" (Ferdinand)
Jagdpanzer Tiger (P)

Entwicklung

Im Zuge der Entwicklung des Panzerkampfwagens Tiger I konkurrierten zwei unterschiedlich Fahrgestell-Prototypvarianten (VK 4501), zum einem von Porsche und zum anderen von der Firma Henschel.
Alle Bemühungen seitens Porsche, seine Version zur Serienreife weiterzuentwicklen, konnte nicht erfolgreich beendet werden.
Nicht zeitgerecht zu behebende technische Probleme am Laufwerk, Motor und Getriebe, sowie die Ergebnisse der technischen Erprobungen führten am 31. Oktober 1942 zur Entscheidung, die Henschel-Version auszuwäheln.
Zwischenzeitlich war ohnehin in Kassel bei Henschel die Serienfertigung angelaufen, aber auch Porsche hatte in den Niberlungenwerken die Produktion aufgenommen.
Beim vefügten produktionsstop waren 91 Wannen fertiggestellt. Diese wurden für den Bau eines schweren Sturmgeschützes "umgeplant".

Die Altmärkischen Kettenwerke GmbH (ALKETT) legten im Dezember 1942 entsprechende Konstruktionszeichnungen vor. Zwingend vorgegeben war der Einbau der langrohrigen 8,8 cm L/71 Pak und eine Strinpanzerung von 200 mm.
Noch ehe die nach wie vor bestehenden technischen Mängel hätten beseitigt werden können, verfügte Hitler am 7. februar 1943 die beschleunigte Fertigstellung des zunächst "Ferdinand" (Porsche) genannten, nunmehr als Panzerjäger konzipierten Fahrzeugs.

So standen Entwicklung und Einführung dieses Panzerjägers von vornherein unter einem ungüstigen Stern; Mängel in der Standfestigkeit wichtiger Baugruppen und ein durch den Bau der schweren Waffenanlage und des erhöhten Panzerschutzes völlig überlastetes Laufwerk hatten gravierende Einschränkungen in der Truppenverwendbarkeit zur Folge.

Ferdinand Skizze

Umbaumasnahmen

Im Zuge der Entwicklung des Panzerkampfwagens Tiger I konkurrierten zwei unterschiedlich Fahrgestell-Prototypvarianten (VK 4501), zum einem von Porsche und zum anderen von der Firma Henschel.
Alle Bemühungen seitens Porsche, seine Version zur Serienreife weiterzuentwicklen, konnte nicht erfolgreich beendet werden.
Nicht zeitgerecht zu behebende technische Probleme am Laufwerk, Motor und Getriebe, sowie die Ergebnisse der technischen Erprobungen führten am 31. Oktober 1942 zur Entscheidung, die Henschel-Version auszuwäheln.
Zwischenzeitlich war ohnehin in Kassel bei Henschel die Serienfertigung angelaufen, aber auch Porsche hatte in den Niberlungenwerken die Produktion aufgenommen.
Beim vefügten produktionsstop waren 91 Wannen fertiggestellt. Diese wurden für den Bau eines schweren Sturmgeschützes "umgeplant".

Die Altmärkischen Kettenwerke GmbH (ALKETT) legten im Dezember 1942 entsprechende Konstruktionszeichnungen vor. Zwingend vorgegeben war der Einbau der langrohrigen 8,8 cm L/71 Pak und eine Strinpanzerung von 200 mm.
Noch ehe die nach wie vor bestehenden technischen Mängel hätten beseitigt werden können, verfügte Hitler am 7. februar 1943 die beschleunigte Fertigstellung des zunächst "Ferdinand" (Porsche) genannten, nunmehr als Panzerjäger konzipierten Fahrzeugs.

So standen Entwicklung und Einführung dieses Panzerjägers von vornherein unter einem ungüstigen Stern; Mängel in der Standfestigkeit wichtiger Baugruppen und ein durch den Bau der schweren Waffenanlage und des erhöhten Panzerschutzes völlig überlastetes Laufwerk hatten gravierende Einschränkungen in der Truppenverwendbarkeit zur Folge.

Im Kampfraum waren Antrieb, Kühlsystem und die Betriebsstofftanks eingebaut.
Die Frontplatte der Wanne und des Wannenaufbaus wurden durch je eine 100 mm Stahlplatte auf die geforderte Stärke von 200 mm gebracht.
Der hintere Teil des Panzerjägers wurde eingenommen durch einen kastenförmigen, sich nach oben verjüngenden Panzeraufbau zur Aufnahme der Waffenlage; die Panzerung betrug 200 mm, seitlich 80 mm.
In einer kreisförmigen Blende wurde die Pak teilschwenkbar eingebaut.
Auf dem Dach des Kapmfraumes befanden sich zwei Lunken und die Öffnunf für das mit den Seitenrichtbewegungen der Kanone mitschwenkende Winkelzielfernrohr des Richtschützen.
An beiden Seiten befanden sich im hinteren Teil des Aufbaus je eine von innen zu öffnende Nahkampföffnung. Der rückwärtige Teil des Kampfraumes verfügte über eine große kreisförmige, verschraubte Abdeckplatte, durch deren Öffnung Rohr und Bodenstück der Kanone bei Bedarf nach rückwärts herausgezogen wurden.

In diese Platte eingelassen war eine schwenkbare kreisrunde Luke für den Hülsenauswurf.
Beiderseits der Wartungsplatte waren ebenfalls zwei Nahkampföffnungen eingelassen.
Das relativ ungeschützte, konische Blendenrohr wurde noch vor dem Abtransport an die Ostfront mit einem aus zwei Hölften bestehenden Panzerschild befehlsmäsig geschützt.
Der Umbau der Panzerjäger wurde bis zum 8. Mai 1943 abgeschlossen. Ihre offizielle Bezeichnung wurde mit "Panzerjäger Tiger (P) - Elefant - für 8,8 cm Pak 43/2 L/71 (Sd.Kfz. 184)" festgelegt.
Fünf Fahrgestelle wurden als Bergepanzer hergerichtet (Panzerbergewagen Tiger (P).

Technik

Antrieb

Der von der technischen Konzeption her sehr fortschrittliche Elektoantrieb, der für den VK 4501 (P) vorgesehen war, wurde auch beim "Elefant" beibehalten.
Zwei nebeneinander quer im Fahrzeugheck eingebaute Elektromotoren der Firma Siemens-Schuckert, Berlin, trieben direkt jeweils eines der beiden Antriebsräder an, bei einer Seitenvorgelegeübersetzung von 1:16,75.

Die Stromversorgung der E-Motoren erfolgte mittles je eines Generators, der wiederum durch einen Otto-Vergasermotor angetrieben wurde.
Anstelle der ursprünglich für den Porsche-Tiger vorgesehenen luftgekühlten Porsche-Mototren, die technisch noch nicht serienreif waren, wurden luftgekühlte Maybach-Triebwerke des Typs HL 120 TRM verwendet.
Dieser 12-Zylinder-V-Motor (Bohrung 105 und Hub 115 mm) hatte 11.867 ccm und entwickelte max. 300 PS bei 3.000 U/min und wies ein Verdichtungsverhältnis von 6,5:1 auf. Als Vergaser diente ein Solex40JFF II Fallstrom-Typ.
Zwei HL 120 TRM waren nebeneineander im Triebwerkraum eingebaut. Der am Motor montierte Stromerzeuger wurde mittels Keilriemen angetrieben.
Je ein 540 Liter-Betriebsstofftank war neben jedem Triebwerk eingebaut.
Das Porsche/Siemens Getriebe hatte drei Vorwärts- und drei Rückwärtsgänge und wurde elektrisch geschaltet. Die Steuerung des Fahrzeugs erfolgte hydro-pneumatisch.
Die elektrisch betätigte Druckluft-Bremsanlage (Porsche/Siemens) wirkte mittles Innenbacken direkt auf die Antriebsräder.
Für den Einbau zweier Motoren anstelle eines einzigen entschied man sich in erster Linie wegen der zu geringen Wannenhöhe und der Größe der beiden Generatoren.

Laufwerk

Ähnlich innovativ wie der Antrieb war auch die Laufwerksfederung.
Um gegenüber der querliegenden Drehstabfederung, die in der Panzerfertigung Eingang gefunden hatte, platzsparender verfahren zu können und mittels kleiner dimensionierter Laufräder höhere Federungswege zu erzielen, hatte Porsche das sogenannte Federstab-Rollenwagen-Prizip mit längsliegender Drehstabfederung entwickelt.
Dieses Prinzip war 1941/42 im VK 3001 (P) erprobt worden.

Je zwei Laufräder waren paarweise an einer zentralen Aufhängung befestigt. An dieser Aufhängung war freischwingend ein Tragarm mit einer Spindel für das eine Laufrad (Primärrad) angebracht.
Der Innenteil dieser Spindel war zugleich Befestigungselement für den zweiten Tragarm für das benachbarte Laufrad.
Dieser Tragarm war hohl ausgebildet und gleichzeitig das gehäuse für den Drehstab.
Dieser war am freien Ende des Hohlarmes fixiert. Mit dem anderen Ende wirkte er - auf einen Nocken umgelenkt - gegen die Unterseite des Primärarmes.
Wurde nun Druck auf das Primärrad ausgeübt, schwang der Tragarm nach oben, wirkte aber entgegen der Drehstabfederung.
Dieser Gegendruck stellte sich gleichermasen bei einer Aufwärtsbewegung des zweiten Tragarms ein.
Je Laufwerkseite wurden drei dieser Rollenwagen verwendet mit sechs Doppelstrahlrollenpaaren. Die hinten liegenden Antriebsräder hatten einen Durchmesser von 794 mm, die vorn liegenden Leiträder hatten zwecks besserer Kettenführung gleichfalls Zanhkränze. Die Kettenspannung wurde mit einer Drehspindel reguliert, die gegen das Leitrad wirkte.
Die ungeschmierte Stahlgliederkette Kgs 62/640/130 hatte eine Auflagelänge von 4.175 mm.
Der Bodendruck von 1,23 kp/cm² war um mehr als 20 % ungünstiger als beim Panzerkampfwagen Tiger I.
Bei einer Spurweite von 2.680 mm betrug die Bodenfreiheit des Panzerjägers 480mm.

Beweglichkeit

Der hohe Bodenruck, das überlastete Fahrgestell und der letztlich ungünstige Leistungsbereich des zu schwachen Antriebs hatten eine äusert unbefriedigende Beweglichkeit zur Folge. So betrug die Geschwindigkeit auf der Strasse höchstens 30 km/h bei einem Fahrbereich von maximal 150 km. Im Gelände konnte der Elefant oft nur im Schritttempo fahren. Gewässer von lediglich einem Meter Tiefe konnten durchwatet werden.

Bewaffnung

Als Hauptwaffe diente die 8,8 cm Pak 43/2 mit der Kaliberlänge L/71 (Hersteller Dortmund-Hoerder Hüttenverein, Lippstadt). Der links der Waffen sitzende Richtschütze richtete die Waffe mechanisch mit Hilfe eines Handhöhen- bzw. Seitenrichtrades bei einem Seitenrichtbereich von +/- 14 Grad und einem Höhrenrichtbereich von - 6 bis + 14 Grad.

Die Feuerhöhe der in Marschfahrt mit einer abklappbaren Halterung am Fahrzeugbug gezurrten 6,3 m langen Kanone war 2,31 Meter. Das Gewicht der Waffenanlage betrug 2.265 kp.
Verschossen wurden panzerbrechende und Sprengpatronen. Die 22,8 kp schwere PzGr 39/43 erzielte auf 1.000 Meter bei einer V° von 1.000 m/sek eine Druchschlagsleistung von 186 mm Panzerung bei einem Auftreffwinkel von 90 Grad, die 19,9 kp schwere PzGr 40/43 (V° 1.130 m/sek) 233 mm.
Auserdem wurde die 18,6 kp schwere SprGr 43 (V° 750 m/sek) mit einer theoretischen Maximalschussweite von 10 Kilomertern verschossen.
Die Kampfbeladung, insgesamt 55 Patronen, war unter der Kanone quer (14 Patronen) und längs an den beiden Seiteninnenwänden des Kampfraumes verstaut. Zwei Ladeschützen luden im Wechsel.

Auserdem verfügte die Elefant-Besatzung über ein MG 34 mit 600 Schuss und zwei MP 38.
Die nach dem Einsatz beim Unternehmen "Zitadelle" noch übrig gebliebenen 50 Elefanten wurden in den Nibelungenwerken hauptinstandgesetzt.
Wesentliche Änderungen waren der Einbau eines Bugmaschinengewehrs MG 34 in einer Kugelblende beim Funker und einer Kommandantenkuppel anstelle der ursprünglichen Dachluke.

Einsatzgeschichte

Einer der Gründe für das mehrmalige Verschieben des Angriffszeitpunktes für das Unternehmen "Zitadelle", der letzten deutschen Offensivoperation an der Ostfront im Raum Kursk, war das Abwarten, bis die neuen PzKpfw Panther und der Panzerjäger Elefant verfügbar waren.
Es wurden zwei PzJgAbt. 653 (Major Steinwachs) und 654 (Major Noak) aufgestellt und zum Jagdpanzer-Regiment 656 (Oberstleutnant von Jungenfeldt) zusammengefasst.
Jede Abteilung bestand aus drei Kompanien a 4 Zügen (je drei Elefanten) sowie zwei Wagen im Stab, insgesamt also 38.
Darüberhinaus gab es eine Stabs - und Versorgungskompanie. Weitere 14 Panzerjäger waren (z.T. nicht einsatzbereit) Gerätereserven.
Das Regiment kam am Nordflügel der Angriffsverbände beim XXXXI. Panzerkorps zum Einsatz.
Bis zum 27.7.43 vernichteten die Elefanten 502 Feindpanzer, 20 Pak und 100 Geschütze. Aber die eigenen Verluste waren hoch.
Auser der mangelnden Beweglichkeit machte sich u.a. das Fehlen eines Bug-MG bemerkbar. Einmal von der begleitenden Infanterie getrennt, wurden viele Jagdpanzer das Opfer von Panzernahkämpfern oder blieben bewegungsunfähig liegen und mussten aufgegeben werden.
Noch bis Ende 1943 kämpften die Überreste des Regiments beim Brückenkopf Nikopol und im großen Dnjeprbogen und vernichteten mehr als 200 weitere Feindpanzer.
Im Winter 1943/44 wurden die restlichen "Elefanten" zur Werksinstandsetzung ins Reich transportiert.
1944 erfolgten nur noch vereinzelte Einsätze (z.B. Nettuno) in Italien. Dort wurden die Reste der einzigen noch mit Elefanten ausgestatteten 2./PzJgAbt 653 in schwere PzJgKp 614 umbenannt.
Anfang 1945 hörte sie auf zu bestehen.
Kommentare (0)Add Comment
Kommentar schreiben

busy
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. August 2010 um 16:04 Uhr
 

Unterstützung

Sie finden diese Seite hilfreich oder wollen unser Projekt unterstützen?
 PayPal
Mit den eingegangenen Spenden finanzieren wir ausschlieslich diese Homepage und garantieren eine stetige Fortentwicklung.

Unser Newsletter

Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!


Banner