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| Marder I (Sd.Kfz. 135) |
Marder I der Panzerjäger-Abteilung 15/15. Inf.Div. an der Ostfront 1943.
Panzerjäger auf Selbstfahrlafette wie der Marder I gehörten zwischen 1942 und 1945 zu Standardausrüstung der Infanterie uund gepanzerten Einheiten. Sie wurden bis Ende des Krieges eingesetzt. Marder I wurden in den Panzerjäger-Abteilungen an der West und Ostfront eingesetzt. Für schnelle Vorstöße waren die bespannten Pak ungeeignet, mit dem Marder konnte man die vorstoßenden Panzer dagegen gut unterstützen. Im Juni 1942 wurde mit der Produktion der 7,5 cm Pak 40 begonnen. Während des Frankreichfeldzuges konnte eine Großzahl von einsatzfähigen französischen Lorraine 37L erbeutet werden. Dieses Fahrzeug wurde seit 1937 als gepanzertes Infanteriefahrzeug "VBCP" gebaut. Das Getriebe befand sich vorn im Fahrzeug, dahinter befand sich die 2-Mann-Fahrerkabine. Der Motor befand sich in der Mitte des Fahrzeugs. Hinter dem Motor war ein Transportraum angebracht, in dem Soldaten, Munition oder Ausrüstung transportiert wurde. Das Fahrzeug hatte gute Fahreigenschaften und konnte auch im Gelände eingesetzt werden. Angetrieben wurde es von einem 70 PS starken Delahaye 135 Motor. Bis zur französischen Kapitulation im juni 1940 konnten 432 dieser Fahrzeuge erbeutet werden. 1940 mangelte es in der französischen Armee an mobiler Panzerabwehr. Der VBCP wurde daher modifiziert und als VBCP39L bezeichnet. Dafür montierte man eine Puteaux 37/39 47 mm Pak auf das Fahrzeug. Auch dieses Fahrzeug (noch als Prototyp) wurde von den Deutschen erbeutet und dann als 4,7 cm Pak 181(f)" oder "183(f) auf Panzerjäger LrS(f) eingesetzt. 7,5 cm Pak 40/1 L/46 auf Panzerjäger LrS(F) Sd.Kfz. 135 "Marder I"Die erbeuteten Lorrraine 37L wurden in Deutschland überarbeitet. Das Fahrwerk wurde mit einer 7,5 cm Pak 40/1 L/46 Pak ausgestattet und so entstand der Marder I. Der Überbau wurde vom Baukommando Becker in Zusammenarbeit mit Alkett entworfen. Am 25. Mai 1942 erging der Befehl einer Serie von 170 Fahrzeugen mit der 7,5 cm Pak 40/1 L/46 zu bauen. Es sollten 40 Schuss für die Pak mitgeführt werden. Zusätzlich wurde das Fahrzeug mit einer 7,92 mm MG-34 ausgerüstet, die auch zur Luftabwehr am Fahrzeug befestigt werden konnte. Da die 7,5 cm Pak nicht ausreichend zur Verfügung stand wurden einige Fahrzeuge mit einer 5 cm Pak 38 L/60 ausgerüstet. Die Pak wurde in einem offenen Überbau befestigt der mit 5-12 mm gepanzert war. Im Juli 1942 wurden 104 Fahrzeuge und im August nochmals 66 Fahrzeuge fertig gestellt. Die ersten Fahrzeuge wurden an der Ostfront eingesetzt. Die meisten Marder I wurden Einheiten zugewiesen die sich im besetzten Frankreich aufhielten. Hier gab es ausreichend Ersatzteile und die Fahrzeuge konnten schnell einsatzfähig gemacht werden. Die meisten Marder gingen während der Kämpfe in der Normandie im Sommer 1944 verloren. Einige überlebten das Ende des Krieges. 7,5 cm Pak 40/1 L/46 auf Panzerjäger 38H(f)Während des Frankreichfeldzuges erbeuteten die Deutschen rund 600 Hotchkiss H-35, H-38 und H-39 Panzer. Davon wurden 60 H-38 Fahrwerke genutzt um sie mit einer 7,5 cm Pak 40/1 L/46 zu bestücken. Zusätzlich wurde eine 7,92 mm MG angebracht, welche auch zur Luftabwehr genutzt wurde. Die Panzerung des offenen Kampfraumes betrug 10-34 mm. Der Schild für die Pak wurd.e von Alkett gefertigt und vom Baukommando Becker im Sommer 1942 überarbeitet. Die meisten dieser Fahrzeuge wurden innerhalb der 21. Panzerdivision eingesetzt. 7,5 cm Pak 40/1 L/46 auf Panzerjäger FCM(f)1940 erbeutete die Wehrmacht 50 von 100 Panzern des Typs FCM 36. Im Herbst 1943 baute das "Baukommando Becker" die Fahrzeuge um und montierte eine 7,5 cm Pak 40/1 L/46. Zusätzlich wurde eine 7,92 mm MG angebracht. Diese Fahrzeuge kamen bei verschiedenen Einheiten zum Einsatz, u.a bei der Sturmgeschütz-Abteilung 200, welche ein Teil der "Schnellen Brigade West" und später der 21. Panzerdivision war. Produktion und das Baukommando BeckerGeschütze auf Selbstfahrlafetten die auf französischen Fahrzeugen basierten wurden vom Baukomamndo Becker gefertigt, das speziell für Umbauten und Reparaturen von erbeuteten französischen Fahrzeugen gebildet wurde. Der Kommandeur des Baukommando Becker war der Hauptmann der Artillerie Alfred Becker, welche in den Jahren 1939-1941 die 12. Batterie des 227. Artillerie-Regiment der 227. Infanteriedivision kommandierte. Er wurde nach der Kapitulation Frankreichs für die Umbauten von französischen Fahrzeugen zuständig. Beckers Aktivitäten wurden in Berlin sehr geschätzt und im Frühjahr 1942 erhielt er vom Rüstungsminister den Auftrag die erbeuteten Fahrzeuge zu modernisieren. Daraufhin bildete der das Baukommando Becker, für das er Soldaten seiner ehemaligen Einheit der 227. Infanteriedivision rekrutierte. Für weitere Arbeiten wurde eine Zusammenarbeit mit der Firma Alkett in Berlin abgeschlossen. Insgesamt baute das Baukommando Becker mehrere Hundert verschiedene gepanzerte Fahrzeuge, die in Frankreich und an der Ostfront eingesetzt wurden. Gliederung und Einsatz der Marder-Einheiten
Marder I unterstützten die Verteidigung, insbesondere die Panzerabwehr, welche hauptsächlich aus bespannter Pak bestand, in den Infanteriedivisionen. Die 7,5 cm Pak 40 L/46 war oftmals das einzige Geschütz das erfolgreich gegen die sowjetischen T-34 oder KV Panzer eingesetzt werden konnte. Durch die Marder erhielten die Panzerjäger-Abteilungen einen erhöhten Grad an Mobilität. |
| Technische Daten | Panzerjäger LRS(F) | Panzerjäger 38H(f) | Panzerjäger FCM(f) |
|---|---|---|---|
| Besatzung | 5 | 4 | 4 |
| Maße LxBxH |
4,93x1,99x2,25 | 6,05x2,35x2,17 | 6,47x2,14x2,34 |
| Gewicht | 8.000 kg |
12.500 kg |
12.850 kg |
| Geschwindigkeit | 32 km/h |
35 km/h |
23 km/h |
| Reichweite Straße/Gelände |
135 km / 95 km |
150 km / 80 km |
225 km / 140 km |
| Verbauch 100 km Str./Gel. |
82 l / 118 l |
140 l / 230 l |
90 l / 100 l |
| Tank Fassungsvermögen |
112,5 l |
207 l |
260 l |
| Panzerung | 9-12 mm |
12-32 mm |
20-40 mm |
| Motortyp | Delahaye 135 (103TT) | Hotchkiss 6 L 6 | Berliet MDP |
| Bewaffnung | 7,5 cm Pak 40/1 + MG 34 | 7,5 cm Pak 40/1 + MG 34 | 7,5 cm Pak 40/1 + MG 34 |
| Produziert | ca.170 | 24 | ca. 10 |
