Panzer Jagdpanzer, Panzerjäger und Panzerartillerie Panzerhaubitze "Hummel" (Sd.Kfz. 165)
Panzerhaubitze "Hummel" (Sd.Kfz. 165)

{mosimage}Die Gliederung der deutschen Panzer-Divisionen sah schwere und leichte Batterien gepanzerter Artillerie vor. Diese Panzer-Artillerie kam jedoch erst Ende 1942 an die Front, da andere Panzer eine höhere Priorität hatten, aber auch weil die Panzer-Divisionen bis dahin recht erfolgreich ohne sie ausgekommen waren. Die erste gepanzerten Haubitzen, die die Panzer-Divisionen erreichten, hiesen Die Gliederung der deutschen Panzer-Divisionen sah schwere und leichte Batterien gepanzerter Artillerie vor. Diese Panzer-Artillerie kam jedoch erst Ende 1942 an die Front, da andere Panzer eine höhere Priorität hatten, aber auch weil die Panzer-Divisionen bis dahin recht erfolgreich ohne sie ausgekommen waren.
Die erste gepanzerten Haubitzen, die die Panzer-Divisionen erreichten, hiesen "Wespe" und bildeten die Batterien der leichten Artillerie. Als Fahrgestell diente das des Panzer II, auf welches die 10,5 cm Standard-Haubitze ohne ihre Lafette aufmontiert wurde. Die gepanzerte Haubitze, die für die schwere Artillerie vorgesehen war, war ein Zusammenbau der schon bestehenden 15 cm schweren Feldhaubitze, Modell 18/1 und dem sogenannten Geschützwagen III/IV. Sie erhielt die Bezeichnung Sd.Kfz. 165 Hummel und hatte ein Gewicht von knapp 24 t.

Die Hummel trat bei den Panzerverbänden nicht vor Ende 1943 in Erscheinung. Die meisten wurden Verbänden an der OStfront übergeben, wo der Kampf am schwersten war.
Zuerst gingen sie an die SS-Panzer-Divisionen, später in die Panzerdivisionen des Heeres. Insgesamt wurden von ihr 666 Stück gebaut.

Die Hummel hatte den gleichen, offenen Kampfraum wie das Nashorn. Er gab der Besatzung Schtz vor Splittern und Gewehrgeschossen. Die Besatzung bestand aus Artilleristen, die nicht die schwarze Uniformjacke der Panzertruppen trugen. Der Schnitt ihrer feldgrauen Uniformjacken mit roter Paspelierung war jedoch der gleiche wie der der Panzeruniformen.

Die ersten Hummel waren auf ein echtes Panzer IV-Fahrgestell gebaut worden, dass spätere Fahrgestell, unter dem Begriff Geschützwagen (GW) III/IV bekannt, war eine Kombination zwischen dem Laufwerk des Panzer IV und der Kraftübertragung des Panzer III. Dabei wurde der Motor in der Fahrzeugmitte unmittelbar hinter dem Getriebe eingebaut, um im hinteren Teil des Wagens mehr Platz für die Geschützbedienungen zu haben.

Eine Auflistung aller Einheiten die mit Hummeln bestückt waren:
Einheiten mit Hummeln

Technische Daten

 Hersteller
 Deutsche Eisenwerke (1942 - 1944)
 Besatzung  6 Mann
 Bewaffnung  15 cm schw. Feldhaubitze 18 (M)
 Panzerung  2 cm
 Kampfkanzel: 1 cm (alle Seiten)
 Gewicht  24 t
 Motor  12 Zylinder Maybach HL 120 TRM (wassergekühlt)
 Geschwindigkeit 
 40 km/h
 Tankvolumen  ca. 600 l
 Verbauch  Strasse: 240 l/100 km
 Gelände: 360 l/100 km
 Fahrbereich  Strasse: 250 km
 Gelände 160 km
 Maße  Länge: 6,65 m (6,20 m ohne Kanone)
 Höhe: 2,95 m
 Breite: 2,85 m
 Munition  15 cm schwere Feldhaubitze 18 (M): 40 Schuss
 Produktion  ca. 666 Fahrzeuge

Erhaltene Fahrzeuge

5 Hummeln sind derzeit in diversen Sammlungen erhalten geblieben, mit der Möglichkeit, dass weitere Fahrzuege z.B. in syrischen Beständen existieren:

Panzermuseum Munster / Deutschland

Dies ist die einzige derzeit bekannte Ausführung. Sie gehörte ursprünglich zur Sammlung des Patton Museums, Fort Knox in Kentucky/USA und wurde der >Kampftruppenschule 2 (KTS 2) Muntser 1976 zum Geschenk gemacht. Hier wurde das Fahrzueg durch die Panzerwerkstatt des KTS 2 ab 1982 hervorragend restauriert und ist heute in fahrbereitem Zustand. Die Hummel ist bestandteil der ständigen Ausbildung.

Patton Museum Fort Knox / Kentucky, USA
Dieses hat eine weitere, allerdings späte Hummel in einer Sammlung. Diese steht leider seit Jahren im Freien und das harte, nordamerikanische Klima hat seine Spuren hinterlassen.

Ex Aberdeem Proving Ground /Maryland, USA - jetzt WTS Koblenz
Ende der sechziger Jahre wurde diese sehr späte Hummel ebenfalls der Bundeswehr zurück gegeben. Nach längerer Lagerzeit in Depots ist sie von Grund auf im Marinearsenal Kiel restauriert worden. Leider wurde diese Arbeit nicht ganz zu Ende geführt, so dass sie jetzt im Bereich der WTS Koblenz auf ihre Vollendung wartet. Das Fahrzeug ist derzeit nicht zu besichtigen.

Auto und Technik Museum Sinsheim / Deutschland
Dieses hat eine späte Hummel ausgestellt. Ihr Zusatnd ist von weitem betrachtet relativ gut. Das Fahrzueg wurde 1944 während der Ardennen-Offensive von den Amerikanern erbeutet. Die Einheit, bei der das Fahrzeug im Dienst stand, ist nicht bekannt. 1987 kam es aus Fort Knox nach Sinsheim.

Saumur Armur Museum Anjou/Frankreich
Dieses hat ebenfalls eine späte Hummel in seiner Sammlung.

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