Panzer Kampfpanzer Panzer V "Panther" - Sd.Kfz. 171
Panzer V "Panther" - Sd.Kfz. 171

Entwicklung

Panther Ausf. D in RomDie Entwicklung eines besseren Panzers als Ersatz für den Panzer IV ging zum Teil nur zögernd voran, weil sich der Panzer IV als zuverlässig und vielseitig erwiesen hatte. Bereits im Polen- und Frankreichfeldzug war man auf deutscher Seite zufrieden mit den Panzern II, III und IV. Obowhl gewisse Zeichen darauf hinwiesen, dass die Sowjetunion neue und schwere Panzerverbände aufrüstete, missachtete die deutsche Führung diese Warnung. Ein weiterer Hinweis kam im Frühjahr 1941, als Hitler befahl, einer russischen Militärkommission die neuesten Entwicklungen der Panzermodelle vorzuführen. Nach dem diese den Panzer IV gesehen hatten, weigerten sie sich, ihn als neuestes und schwerstes deutsches Panzermodell zu akzeptieren. Sie besatanden derart fest auf ihrer Meinung, dass das Heereswaffenamt zu dem Schluss kam, die Russen verfügten selber bereits üebr bessere und schwerere Panzer.

Beim Angriff auf die Sowjetunion sties man dann auf die schweren KW-1 und KW-2, sowie den mittelschweren T-34/76. Völlig neue Panzer, die sich bald als sehr ernste Bedrohung für das Unternehmen Barbarossa heraus stellten. Nur ihre anfängliche noch geringe Anzahl und die schlechte Ausbildung ihrer Besatzungen verringerte die Wirkung dieser hervorragenden Panzertypen.
General Guderian verlangte zur Wiedererlangung der deutschen Überlegenheit sofort den Einsatz einer Studienkommission, die so schnell wie möglich einen fortschrittlichen Panzer entwicklen sollte. Er ging dabei so weit, vorzuschlagen, den T-34 so bald wie möglich selbst zu bauen. In dieser kritischen Situation entstanden zwei neue Panzer: Der Tiger I und der Panther.
Ende 1941 gab das Rüstungsministerium Daimler-Benz und MAN den Auftrag zur Entwicklung eines 30-35 t mittelschweren Panzers mit geneigter Panzerung von 40-60 mm Stärke, einer 7,5 cm L/48 als Hauptwaffe und einer maximalen Geschwindigkeit von 55 km/h.
Der Daimler-Benz Vorschlag war fast eine getreue Kopie des T-34 Modells, mit hinterem Dieselmotor, Ganzstahllaufrädern und Blattfederaufhängung. Wahrscheinlich wäre dieses Modell besser zu entwickeln und zu fertigen gewesen als das MAN Modell, das ein rein deutscher Entwurf war, bei dem nur die geneigte Panzerung des T-34 übernommen worden war. Der Turm war zurück gesetzt, um das Übergewicht der neuen längeren L/70 Kanone un der Mündungsbremse zu reduzieren. Die technische Ausführung des Modells war mit seiner Drehstabfederung, dem Benzinmotor im Heck, Getriebe und Endantrieb auserordentlich hoch entwickelt. Das Fahrzeug selbst (vorerst VK 3002-MAN genannt) war viel größer als der T-34 und die DB-Entwicklungen. Sein Gewicht lag auch etwas über das befohlene Limit.
Totz allem wurde das MAN-Modell, vielleicht aus nationalen Erwägungen, akzeptiert, obwohl Hitler anfänglich der Daimler-Benz Ausführung den Vorzug gegeben hatte. Ein schon gegebener Auftrag über 200 Daimler-Benz-Panzer wurde deshalb storniert.

Das VK 3002-MAN Baumuster wude im Sepember 1942 fertig gestellt und "erfolgreiche" Tests erlaubten einen sofrotigen Produktionsbeginn mit höchster Prioritätsstufe. Die ersten Serienmodelle, nun mehr Panzerkampfwagen V "Panther" Sd.Kfz. 171 genannt, wurden im November 1942 von MAN, Daimler-Benz und MHN ausgeliefert. 1943 trat in diesen Produktionskreis noch die Firma Henschel.

Die übereilte Entwicklung, so wie die hastige Serienanfertigung führten jedoch zu zahlreichen Schwierigkeiten und Ausfällen an den Panthern während des ersten Einsatzes beim Unternehmen Zitadelle.
Es fielen hierbei mehr Panther (Ausf. D) durch Motorbrände und andere technische Defekte und Schäden aus, als durch russische Kanonen. Sie waren einfach zu früh in den Einsatz geworfen worden.
Die technische Weiterentwicklung wurde aber rasch vorangeführt, so dass nach und nach die schwachen Stellen verbessert werden konnten. Dennoch blieben noch Sorgen bis zum Kriegsende mit den Felgenbolzen oder Scheibenräder.
Trotz seiner technischen Kompliziertheit und der ziemlich hohen Herstellungskosten wurde allmählich der Panther doch noch zu einem sehr erfolgreichen Panzer. Er wird von vielen Waffenexperten noch heute als bester mittelschwerer Panzer angesehen, der im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.
Gegen Ende des Krieges stellte sich sein Benzinmotor als Nachteil heraus, die Serienproduktion reichte jedoch bis weit in das Jahr 1945 hinein. Insgesamt gesehen leistete das Fahrzueg bis zuletzt gute Dienste.

Eine inoffizielle Faustregel der US-Armee besagte, dass man 5 Sherman-Panzer benötigte, um einen einzigen Panther auser Gefecht zu setzen. Deutschland baute etwas über 6.000 Panther, die USA aber 52.000 Sherman-Panzer. Eine große Anzahl von ihnen erbeuteten die Alliierten und testeten sie. Von der französischen Armee wurden Panther noch bis in die 50er Jahre verwendet, was sicher ein gutes zeugnis der Fähigkeit dieses Kampffahrzeuges war.

Panther Ausf. D

Das erste Serienmodell, die AUsf. D, basierte allein auf die Vorserien- und Erprobungsmuster. Die ersten 20 Fahrzeuge von ihnen besasen 21 Liter-Motoren, Kupplungs- und Bremssteuerung, eine große Ausbuchtung für die Kuppel links am Turm und eine 60 mm Frontpanzerplatte.
Die nachfolgenden Panther wiesen hier eine Stärke von 80 mm auf und die Kuppel wurde nach innen verlegt, so dass die Turmausbuchtung wegfiel. Weiterhin wurde ein 23 l-Motor eingebaut und ein verbessertes Getriebe, das zu einer weitgehenden Verbesserung der Beweglichkeit beitrug. Spätere D-Modelle besasen die neue gegossene Kuppel, die dann auch auf die früheren Panther mit der alten Zylinderkuppel montiert wurde, da diese einen besseren Schutz bot. Schürzen wurden zur Standardausrüstung.

Panther Ausf. A

Der genaue Grund für die BEzeichnung "A" des Panthers in der zweiten Ausführung ist nicht ekannt. Die hauptsächlichen Verbesserungen der Ausf. A bestanden aus der gegossenen Kuppel mit 7 Winkelspiegeln und einer Vorrichtung für ein Flugabwehr-MG 34, so wie einer gepanzerten Kugelblende für ein Bug MG 34. Auserdem gab es für die Optik nur noch eine Öffnung in der Walzenblende. Schürzen und Zementbelag gehörten nun zur Standardausführung, wobei letzterer bei den A-Modellen sorgfältiger angebracht wurde. Die Hebewinde wurde senkrecht befestigt, die Auspuffrohre montierte man in neuen Anordnungen. Die Werkzeugausrüstung blieb wie beim "D".
Der A-Turm wurde noch während der Produktion modifiziert, in dem man die Stopfen der seitlichen Waffenöffnungen und die linke Ladeluke weg lies, nur die  hintere Luke und der Kuppeldeckel verblieben.
Der Panther Ausf. A wurde von Mitte 1943 bis Anfang 1944 gefertigt.

Panther Ausf. G

Der Panther der Ausf. G der zu Beginn des Jahres 1944 zum Einsatz kam, war eine Abwandlung der Ausführung A unter Berücksichtigung der bisherigen Kmapferfahrungen, so wie einer technischen Weiterentwicklung des gesamten Fahrzeuges. Haupterkennungsmerkmal ist die veränderte Neigung der Seitenpanzerung der Wanne. Die Ursachen dieser Veränderung stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Jagdpanther, bei dem mehr Innenraum benötigt wurde. Die Wannenseiten standen nun etwas steiler, um diesen Raum zu schaffen. Auch Teile des Treibstoffraumes wurden entfernt. So wurde für beide die Fertigung vereinfacht und es entstand der Panther der Ausführung G.
Ein weiteres Merkmal war die Entfernung der Sichtluke des Fahrers in der Frontplatte. Der Fahrer bediente sich nun eines drehbaren Winkelspiegels, der oben auf die Wanne montiert war. Der bisherige unbewegliche Winkelspiegel fiel damit weg. Statt der oberen Wannenluken mit ihrem Hebe- und Schwenksystem bei Ausf. D und A wurden jetzt einfache  Klappen eingebaut, die mit Hilfe einer Feder leicht zu öfnnen waren.

Die  meisten Panther G hatten einzelne Auspuffrohre und kastenförmige Auspuffkrümmer, die aus Panzerplatten zusammen geschweißt waren. Einige G-Modelle besasen auch ein völlig neues Motordeck, das einen verbesserten Luftsaugrost und ein erhöhtes Gehäuse für den linken Kühlventilator, der einen direkten Schacht zum Motorraum besas, aufwies. Der veränderte Rost verrät ein verbessertes Kühlsystem, sowie eine neue Ölkühlung. Ab Mitte 1944 erhielten die Panther G eine neue Walzenblende. Erfahrungsberichte, sowie Versuchsergebnisse ergaben, dass die halbrunde, gegossene Blende eine Trefferfalle in der Form darstellte, dass Geschosse, die auf die untere Hälfte der Blende trafen, fast immer nach unten durch das Wannendach oder in den Turmkranz abgeleitet wurden. Nun wurde an der gegossenen Blende ein verstärkter, senkrecht stehender Rand angebracht, der sich als große Verbesserung erwies.

 
 Panther Übersicht und Unterschiede

Technische Daten

   Ausf. D
Ausf. G
 Motor
 Maybach HL 230 P 30
 Maybach HL 230 P 30
 Höchstleistung
 700 PS bei 3000 U/min
 700 PS bei 3000 U/min
 Getriebe  ZF-Synchron AK 7-200
 7 Vorw., 1 Rückw.
 ZF-Synchron AK 7-200
 7 Vorw., 1 Rückw.
 Kettenbreite  66 cm
 66 cm
 Maße  Länge: 6,87 m/8,65 m
 Breite: 3,27 m/3,27 m
 Höhe: 2,95 m/2,95 m
 Länge: 6,87 m/8,65 m
 Breite: 3,27 m/3,27 m
 Höhe: 2,95 m/2,95 m
 Panzerung  Front: 80 mm / 80 mm
 Seiten: 40 mm / 45 mm
 Heck 40 mm / 45 mm
 Front: 80 mm / 100 mm
 Seiten: 40 mm / 45 mm
 Heck 40 mm / 45 mm
 Wendekreis
 10 m
 10 m
 Zul.Gesamtgewicht
 44 t
 44,8 t
 Höchstgeschw.  46 km/h
 46 km/h
 Verbrauch 100 km
 Strasse: 450 l
 Gelände: 670 l
 Strasse: 450 l
 Gelände: 670 l
 Kraftstoffvorrat  730 l in 5 Tanks
 730 l in 5 Tanks
 Fahrbereich  Strasse: 160 km
 Gelände: 100 km
 Strasse: 160 km
 Gelände: 100 km
 Besatzung  5 Mann
 5 Mann
 Bewaffnung  7,5 cm KwK L/70
 2 MG
 7,5 cm KwK L/70
 3 MG
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