Panzer Kampfpanzer Panzer VI - Tiger II "Königstiger" - Sd.Kfz. 182
Panzer VI - Tiger II "Königstiger" - Sd.Kfz. 182

Panzer VI - Tiger II KönigstigerDurch eine Weisung Hitlers erhielten im Frühjahr 1941 die Firma Henschel sowie Prof. Porsche den Auftrag, einen Kampfpanzer mit einem Gefechtsgewicht von rund 40 t und einer entsprechend schweren Bewaffnung zu entwickeln. Als noch im selben Jahr die deutschen Truppen den russischen KW-I und II sowie T-34 kennen lernten, wurde die Dringlichkeitsstufe erhöht.
Bereits im Frühjahr 1942 wurden daher beide Prototypen vorgestellt. Hierbei erwies sich der technisch mehr konservative Panzer von Henschel als der bessere, der mit vielen technischen Neuerungen versehene Porsche-Prototyp versagte dagegen völlig. Dennoch lies Hitler, wohl auch wegen des Ansehens des bekannten Panzerkonstrukteurs, beide Typen weiterentwickeln.

So entstanden der Tiger I von Henschel und der "Ferdinand"/"Elefant" von Prof. Ferdinand Porsche, beide mit einer 8,8 cm KwK versehen.
Da bei beiden Panzern das geforderte Gewicht nicht eingehalten wurde, (Tiger I 60 t, Ferdinand 70 t) wurde der Bau eines neuen schweren Panzers beschlossen. So entstand der Panzer V "Panther" mit rund 40 t.
Bereits im Frühjahr 1943, nach dem ersten Einsatz des Panzer IV Tiger I und nach Abzeichnung der Produktionsschleife des Panther sowie Planung eines Panther II, verlangte das Waffenamt zur Vereinfachung der Fertigung und des Ersatzteilwesens eine weitgehende Angleichung von Baugruppen. Da außerdem der erste Einsatz des Tiger I die Erfahrung erbrachte, mehr schussabweichende Formen einzuführen, entstand ein neuer Tigertyp: der Tiger II.
Die Bezeichnung "Königstiger" erhielt er erst vom Feind und wurde dann auch auf deutscher Seite so genannt.
Er ging zu Beginn 1944 bei Henschel in Serie. Der Einbau einer längeren 8,8 KwK (L/71 statt L/56 des Tiger I) erzwangen ein anderes Laufwerk. Dies alles in Verbindung zu einer etwas stärkeren Panzerung führte aber zu einer Gewichtszunahme von 11 t gegenüber dem Tiger I.
Man hatte mit diesem Gewicht von rund 70 t aber nicht nur den Wagen untermotorisiert, sondern auch die Zweckmäßigkeit überschritten. Es gab nur noch wenige Brücken, die ihn trugen und es mussten Sepzialwaggons bzw. Ketten für seinen Transport gefertigt werden.

Sein äußerlicher Hauptunterschied zum Tiger I ist der optisch gefälligere Turm. Von ihm gab es zwei Ausführungen. Die ersten 50 trugen den sogenannten Porscheturm, der ursprünglich für den Porschetiger vorgesehen war. Ab dem 51. Wagen erhielt der Königstiger einen neuen Turm (Produktionsturm genannt) der Firma Krupp.
Dieser Turm zeichnete sich durch eine verstärkte Frontpanzerung und durch eine kleinere vordere Fläche aus. Außerdem erlaubte er, insgesamt 84, und damit 6 weitere Granaten, aufzunehmen.
Er ist vom Porschturm auch durch die fehlende Ausbuchtung der Kommandantenkuppel an der linken Turmseite zu unterscheiden.

Der Tiger II war in selbständigen Verbänden (schwere Panzerabteilungen) zusammen gefasst, die als Schwerpunktwaffe Armeen oder Korps vorübergehend unterstellt wurden. Er kam fast nur im Westen zum Einsatz.
Es gab vom Königstiger auch Befehlswagen. Sie unterschieden sich jedoch nur durch die vermehrte Funkausstattung auf Kosten der genannten Munitionsmenge. Darüberhinaus wurde noch ein von ihm abgeleiteter "Jagdtiger" gebaut.

Der Königstiger hat einen legendären Ruhm, allerdings etwas unberechtigt.
Einmal aus den bereits erwähnten Gründen, zum anderen wegen der zu langen "unhandlichen" Kanone, die zwar eine höhere Durchschlagskraft ihrer Geschosse erbrachte, aber einen hohen Verschleiß aufwies und wegen ihrer Instabilität ungenauer als die L/56 schoss.
Auch musste sie sehr häufig nachjustiert werden. Der Innenraum des Tiger II war sehr beengt, enger als der des Tiger I und Panther. Es steht jedoch auser Zweifel, dass der Königstiger trotz all seiner Kinderkrankheiten, die schnelle Entwicklungen immer zeigen, und noch mehr von der von ihm abgeleitete "Jagdtiger", zu ihrer Zeit allen Panzern der Welt überlegen waren. Seine Hauptnachteile waren sein zu hohes Gewicht, aber vor allem seine zu geringe Zahl.

Insgesamt wurden gabut und an folgende Einheiten ausgeliefert:
Königstiger Auslieferungsliste

Technische Daten

 Motor
 12 Zylinder Maybach HL 230 P 45, 23.880 ccm 
 Höchstleistung
 700 PS bei 3000 U/min
 Getriebe  Maybach Olvar 40 12 16
 Vorw. 8, Rückw. 4
 Kettenbreite  80 cm
 Maße  Länge: 7,26 m
 Breite: 3,62 m
 Höhe: 3,09 m
 Panzerung  Front: 100 bis 185 mm
 Seite und Heck: 80 mm
 Wendekreis  5 m
 Zul.Gesamtgew. 
 68 t
 Höchstgeschw.
 40 km/h
 Verbrauch 100 km
 Strasse: 680 l
 Gelände: 1000 l
 Kraftstoffvorrat  870 l in 7 Tanks
 Fahrbereich  Strasse: 120 km
 Gelände: 80 km
 Besatzung
 5 Mann
 Bewaffnung  8,8 KwK 43 L/71
 2x MG
Kommentare (10)Add Comment
Alexander
Januar 12, 2011
91.54.237.68
...

Der Königstiger ist eher als eine Fehlkonstruktion zu bezeichnen, da er bei allen Kriterien, die einen Kampfpanzer ausmachen, ungenügende Leistungen vorweisen konnte. Schlechte Geländegängigkeit und eingeschränkte Beweglichkeit schlossen einen Einsatz als Angriffspanzer komplett aus. In der Defensive war seine dicke Frontpanzerung sicherlich von Vorteil und die starke KwK 43 L/71 blieb ein schlagkräftiges Argument, dennoch konnten die wendigen T-34 durch geschickte Manöver die KöTi´s überlisten und ausschalten. Die 122-мм - Д-25Т eines IS-2, die als stärkste Serienpanzerbewaffnung während des Zweiten Weltkriegs gilt, konnte die Frontpanzerung eines Königstiger aus einer Entfernung von weniger als 1000m durchschlagen, dennoch aufgrund der sehr hohen Geschossenergie (bei der 122-мм - Д-25 betrug diese 820 т.м und bei der KwK 43 L/71 nur 520 т.м ) und dadurch resultierenden Wucht wurde bei einem Treffer dem Königstiger glatt der Turm abgesprengt (Es existieren keine Wehrmachtsberichte über solch ein Treffer, da der Wehrmachtsoldat zu dem Zeitpunkt nur mit einem beschäftigt war – sein A… zu retten!).

R.
Februar 17, 2011
141.15.31.1
...

Wenn der Richtschütze des IS2 mal wieder besoffen war und paar mal daneben geflammt hat, war es mit dem auch vorbei.
Als der Tiger II in die Produktion ging, war Deutschland bereits mehr als in der Defensive und es gab kaum noch Panzer an der Front.
Besorg Dir mal die Verlustlisten an Panzern - Soldaten - an allen Fronten, dann hört Dein Höhenflug hoffentlich mal auf. Der Sieg über Deutschand wurde mit Blut erkauft, viel mehr Blut und Material als auf Deutscher Seite verloren ging - und eben nicht durch bessere Technik. Das haben die Euch nur eingeredet - aber mal ehrlich, selbst heute würde ich einen Leopard 2 A6 jedem russichen Panzer vorziehen.

Gutmacher
Februar 27, 2011
79.191.13.238
...

Kindchen, Du hast Dir doch aber auch was eingeredet. . Die haben den Krieg doch gewonnen. Wenn Du die heutigen deutschen Panzer - die Strohuetten mit russischen vergleichst, das bedeutet: Du hast wirklich keine Ahnung von Panzer und dessen Einsatz. Versuch mal mit Strohhuette in der Stadt oder in unuebersichtlichen Gelaende.Ihr wollt Euch mit Russen messen...? Das ich nicht lache... Ihr war wirklich besser, wenn man in Uebermacht war, das schon. Aber in wirklichen Kampf,da fehlte Euch ganz einfach der Mut, Mann gegen Mann sich zu stellen. Viel Erfolg bei Selbverherrllichung!

Oh je!
März 14, 2011
193.24.32.52
...

Gutmacher=Schwachkopf?
Selten so einen schwachsinnigen Kommentar gelesen. Los, geh in deine Selbsthilfegruppe für anarchistische und kommunistische dem Deutschlandhass verfallenden Idioten.
Es ist ungeheuerlich solche Kommentare über gefallene Soldaten überhaupt hier zu hinterlassen, ganz gleich, für wen sie gekämpft haben. Es ist nicht nur offtopic, sondern auch dumm.
Und nur zur Anmerkung: Hätte der Mut gefehlt, dann wäre Moskau nicht in Schlagweite gewesen. So etwas dämliches...

Michl
Juni 06, 2011
91.14.215.219
...

Technisch gesehen war die Deutsche Technik einfach überlegen. Warum wollten alle "Siegermächte" unbedingt die Deutschen Wissenschaftler und Techniker ?

@ Gutmacher

Einen Krieg kann man nicht gewinnen. Es gibt eigentlich nur Verlierer. Und in einem Krieg wird nie Mann gegen Mann gekämpft. Das gab's vielleicht bei den Steinzeitleuten.

Respekt über den beteiligten ist in jeder Hinsicht angebracht. Und wenn mich nicht alles täuscht, geht es hier um die Technik und nicht um Politische dinge.

Gruß
Michl

Felix
November 06, 2011
84.167.198.181
...

@ Gutmacher

Les ich da richtig??? Uns Deutschen fehlte der Mut???

Mach mal die Augen auf, jeder Deutsche, der ins Feld zog wusste, dass sich sein Land (ca. 14.000.000 Soldaten) der halben Welt (also ca. 100.000.000 Soldaten entgegenstellte!!!! Ich würde mal behaupten, dass das mehr als nur Mutig ist !!! Der deutsche Rückzug aus Russland war taktisch bedingt, da die Truppenstärke für diese lange Front nichtausreichte - so verhinderte man den totalen Zusammenbruch der Ostfront.

Zum Tiger II: Natürlich war er zu schwer, doch die Besatzungen waren besser ausgebildet als die der Aliierten und verfügten im Gegensatz zu diesen über 5 Mann Besatzung und Funk, was das Bewegungsdefizit auf jaden Fall ausgleichte.

Gefreiter
Januar 22, 2012
92.75.120.214
...

Die deutsche Wehrmacht war damals die vortschrittlichste und am besten asugerüstete Armee!!
Nur: Während des Krieges erhielten die neu eingezogenen Soldaten eine schlechte Ausbildung und dem isolierten Deutschland gingen die Rohstoffe aus

Nochwas: wieso haben die alliierten nach dem sieg jede menge deutscher panzer zu sich nach hause geholt -> um ihre eigenen nachzurüsten!!!denn die waren im vergleich richtig schlecht!!!

Und deustchland hat HEUTE den geilen Leopard 2 A7 und U-Boot brennstoffzellen, bei denen sogar die Amis neidisch werden...

Hugo
Februar 02, 2012
129.35.201.173
...

Kann es sein das ihr nicht wirklich Ahnung habt?
Im Krieg wurde kein einziger KT oder Tiger durch feindliche Russische Panzer zerstört.
In der Regel war es so, das durch die Schwerfälligkeit der KT die Fahrzeuge aufgrund von Spritmangel aufgegeben wurden und in der Regel von der Besatzung gesprengt wurden.
Die einzigen bestätigten Zerstörungen von Tigern und Königstigern sind von der Luftwaffe der Allierten.

Kane
März 03, 2012
77.5.141.203
...

Wenn man hier einige Kommentare liest, muss man sich wundern, ob sich hier einige überhaupt je mit Panzern beschäftigt haben.

Den Tiger als Fehlkonstruktion zu bezeichnen ist mehr als fraglich.
Panzerung, Feuerkraft wurden auf Kosten der Beweglichkeit erkauft, soviel ist Fakt. Aber was einzelne Tiger bzw. Tiger 2 erreicht haben, Beispiele brauche ich glaube ich nicht nennen, das ist außergewöhnlich.
Des weiteren, hatte Dtl. keine Resourcen mehr. Man kann nicht 5000 Panzer bauen, wenn dafür kein Sprit, geschweige denn Mannschaften vorhanden sind. Deswegen brauchte man einen Panzer der alleine das Schlachtfeld beherrschen kann. Was beim Tiger sehr wohl gelungen ist.

Des Weiteren, diese Halbwahrheiten über Unverwundbarkeit...
Kein Panzer irgendeiner Nation ist unzerstörbar, auch heute nicht.
Selbst Tiger 2 wurden Frontal ausgeschaltet, wer es nicht glaubt, dem empfehle ich: Die Deutsche Panzertruppe, Band 2, S.220 oder die Chronik der s.Pz.Abt.503. Dort wird beschrieben, dass die Turmfront ab 600m von der konischen 57mm Pak mit Kegelmantelgeschoss und der amerikanischen 90mm Kanone durchlagen werden konnte. Dadurch hatten sie 2 Ausfälle an Tiger 2. Auch der IS2/SU100 konnte den Tiger 2 ab 700m frontal (Turmfront) durchschlagen.
Selbst wenn diese nicht durchschlagen wurde, reichte es aus, wenn ein Geschoss die Panzerung traf, um sie zum Splittern, Reißen zu bringen, da die Qualität der deutschen Panzerung zum Ende des Krieges immer schlechter wurde.

Über die Wehrmacht muss ich glaube nichts weiter sagen, zu ihrer Zeit die beste Armee der Welt was Taktik, Ausbildung und Führung anbelangt. Siege über die Wehrmacht wurden immer blutig erkauft. Dazu erlitten die Alliierten in der Regel immer mehr Verluste als die Wehrmacht, egal ob die Wehrmacht im Angriff war oder in der Verteigung stand.

So das war's.
Kane

Harralt
April 23, 2012
95.118.100.35
...

Ich glaube zu behaupten die Wehrmacht wäre eine schlechte Armee, ist schon ziemlich dumm.
Tatsache ist aber, das ich nicht in einer Welt leben möchte in der die Deutschen den Krieg gewonnen hätten.

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