Panzer Prototypen Die E-Serie
Die E-Serie
Die E-Serie E-100Zu Beginn des Jahres 1943 wurde vom Heereswaffenamt eine völlig neuartige Serie von Panzerfahrzeugen konzipiert, in der die bisher an Panzerkampfwagen auftretenden Mängel ausgemerzt werden sollten. Zur Planung und Produktion wurden die jenigen Firmen mit einbezogen, die sich zur damaligen Zeit zwar nicht mit der Kampfwagenfertigung befassten, aber dennoch fähig sein sollten, Panzer herzustellen.
Im ganzen sah man für diese Serie 6 Grundmodelle vor: E 5, E 10, E 25, E 50, E 75 und E 100, wobei die Zahl jeweils das angestrebte Gewicht das Fahrzeugs in Tonnen angab.
Es war jedoch von vornherein klar, dass diese Gewichtsklassifikation überschritten werden würde. Mit diesen Entwicklungen befassten sich folgende Firmen: Adler, Argus, Auto-Union, Weserhütte und Klöckner-Humboldt-Deutz.
Die einzelnen Fahrzeuge werden nur kurz erläutert:

E 5
Der E 5 war von der Planung her als Kleinstpanzer der 5 t-Klasse vorgesehen. Dieses Fahrzeug sollte als Funklenkpanzer, Spähpanzer oder als leichter Mannschafsttransporter Verwendung finden. Ob bei diesem Projekt ebenso wie bei dem schon als Prototyp gebauten rumänischen Kleinstpanzer ein Holzvergasermotor Verwendung finden sollte, bleibt fraglich

E 10
Der Typ E 10, der von der Firma Klöckner-Humboldt-Deutz in Ulm entworfen wurde, war ein leichter Mehrzweckpanzer, der auch die Basis füe einen Schützenpanzerwagen und einen leichten Jagdpanzer sein sollte. Die Erstellung eines Prototyps wurde durch Kriegsende unterbrochen. Die ebenso geplante Variante eines Waffenträgers kann nur als unsinnig betrachtet werden, da das gesamte Waffenträgerprogramm schon viel zu viele Modelle beinhaltete. Weitere Angaben zu diesem Panzer liegen nicht vor.

E 25
Die Firma Adler zeichnete für das dritte Modell der E-Serie verantwortlich: der E 25, der als Jagd- und Aufklärungspanzer mit ca. 25-28 t Gewicht eingesetzt werden sollte.
Um bestmögliche Panzerung sowie niedrige Silhouette zu gewähren, wählte man bei diesem Panzer die sog. Käferform, die sich beim Jagdpanzer Hetzer bestens bewährt hatte. Damit eine bestmögliche Nutzung des Innenraums erzielt werden konnte, verwendete man bei diesem Projekt sog. Tellerfedern mit Hydraulikdämpfung, die ausen an der Wanne des Fahrzeugs angesetzt wurden. Der so entstandene Raumgewinn konnte für den Höhenschwenkbereich ausgenützt werden.
Eine andere technische Neuheit war der quergestellte Motor, dessen Leistungsübertragung auf das Laufwerk durch Stirnräder erfolgte. Das Laufwerk seblst war gleich dem beim Panther eingeführten Staffellaufwerk.
Die Beendigung des Krieges bedeudete auch gleichzeitig die Aufgabe dieses Projektes. Lediglich 5 Prototypen wurden von Alkett bis Kriegsende erstellt.
IM Zusammenhang mit diesem Modell soll erwähnt werden, dass die Porsche-Projekte 245/1, 245/2 und 255 nicht mit dieser Serie zu tun haben. Bei Porsche handelte es sich nur um werksinterne Studien, die nicht über das Reißbrettstadium hinaus gelangten.

E 50, E 75 und E 100
Die Entwicklungen der Fahrzeuge E 50 und E 75 kann in einem Zusammenhang erläutert werden, da diese Typen viele Gemeinsamkeiten aufwiesen.
Bei beiden Fahrzeugen war die Wanne, die Ketten, das Ventilationssystem, Kraftstoffbehälter und anderer Zubehör identisch. Die so entstandene Einsparung an Arbeitskräften und Betriebskosten lag bei ca. 25%. Die einzigen Unterschiede zwischen dem E 50, der als Ersatz für den Panther geplant war, und dem E 75 (Nachfolger des Tiger) waren nur die folgenden:
Höchstgeschwindigkeit E 50: 60 km/h, E 75 40km/h
Laufräder pro Seite E 50: 6 Stück, E 75 8 Stück
Auch bei diesen Projekten sollte die Tellerfederung die sonst übliche Tornisonsstabfederung ersetzen. Eine Variante des E 75 war als Sturmgeschütz geplant. Auch diese Projekte mussten bei Kriegsende fallen gelassen werden.

Am weitesten fortgeschritten von allen Fahrzeugen war der E 100, der von der Firma Adler konzipiert worden war. Ein Prototyp ohne Turm wurde von den Alliierten auf dem Erprobungsplatz Haustenbeck/Paderborn aufgefunden.

Technische Daten E-100

 Hersteller
 Henschel
 Baujahr
 1944 - 1945
 Prod.Zahl.  1 Prototyp 1945 ind Fertigung
 Gewicht
 150 t
 Maße
 Länge: 8,6 m (ohne KwK)
 Breite: 4,48 m
 Höhe: 3,32 m
 Motor  12 Zylinder V Maybach HL 320 P 30
 Leistung  700 PS
 Kettenbreite
 1 m
 Panzerung  Front: 200-240 mm
 Seiten: 120-200 mm
 Heck: 150-200 mm
 Bewaffnung  17,4 cm KwK bzw. 12,8 cm KwK + 1-2 MG 34
 Kraftstoffvorrat
 1200 l
 Verbauch 100 km
 1001 l
 Höchstgeschw.
 23km/h
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