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| Brückenleger |
Im Polenfeldzug erwiesen sich die schnell geführten Panzervorstösse als die schlagkräftigste Waffe der Deutschen Wehrmacht. Trotzdem konnte man nicht verhinder, dass Brücken gesprengt und so der Vormarsch unnötig verlangsamt wurde. Daher suchte man noch im selben Jahr nach einer Lösung, die das Überwinden solcher Hindernise beschleunigte.Hierzu erwog man schon damals den Bau von Brückenlegern auf Panzerfahrgestellen, eine heute in allen Armeen üblich gewordene Methode. Noch im Oktober 1939 wurden die Firmen Krupp und Magirus beauftragt, derartige Fahrzeuge auf den Fahrgestellen der Kampfpanzer zu entwickeln. Bereits Anfang 1940 waren Prototypen beider Werke ( 2 Krupp, 4 Magirus) fertig gestellt, die sich beim Panzer IV nur durch das Verfahren beim Absetzen der 9 m langen Brücke unterschieden. Kurz nach ihrer Auslieferung wurden sie den Pionieren der 1. Panzer-Division zum Truppenversuch zugeteilt. Im Mai 1940 konnte man auch die 2., 3., 5. und 10. Panzer-Division mit je 4 Brückenlegern ausrüsten. Obwohl für die Zukunft weitere Bestellungen vorgesehen waren, stornierte man bereits einen Monat später, im Juni 1940, alle Aufträge, um die Monatsproduktion an Kampfpanzer IV steigern zu können. Damit waren die Lieferungen des einzigen in größeren Stückzahlen gebauten Brückenlegers abgeschlossen. Daneben existierte noch ein Probefahrzeug der Firma Magirus auf der Basis des Panzer II b und der Kruppsche Versuchsbrückenleger, dem ein aus dem eigenen Konstruktionsbüro stammendes weiter entwickeltes Fahrwerk für den Panzer IV mit Drehstabfederung zu Grunde lag. Ein besonderes Projekt stellte der ebenfalls Anfang 1940 von Magirus entwickelte Infanterie-Sturmsteg dar. Er legte im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Fahrzeugen keine komplette Brücke aus, sondern lediglich einen Laufsteg für Fußsoldaten, der aus einer ausziehbaren Feuerwehrdrehleiter bestand. Man konnte aber diesen Sturmsteg auch für den Übergang motorisierter Einheiten ausbauen, in dem man zwischen zwei parallele derartige Leitern Bohlenbretter verlegte. Da die beiden gefertigten Versuchsexemplare bei ihrem Einsatz in Frankreich und Russland die in sie gesetzten Erwartungen nicht voll erfüllen konnten, unterblieb ein Weiterbau. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Juni 2009 um 17:31 Uhr |