Panzer Spezialpanzer Leichter Sprengladungsträger "Goliath"
Leichter Sprengladungsträger "Goliath"

Leichter Sprengladungsträger GoliathIm Jahr 1940 beauftragte des Heereswaffenamt die Firma Borgward, ein Kleinst-Raupenfahrzeug zu entwickeln, das in der Lage sein sollte, eine 50 kg schwere Sprengladung zu tragen. Nach zweijähriger Entwicklungszeit wurde im April 1942 die erste Versuchsversion ausgeliefert. Die Fahrzeuge wurden von zwei Elektromotoren der Firma Bosch angetrieben, die ihren Strom aus zwei Batterien bezogen. Die Fernsteuerung erfolgte im Gegensatz zum B IV über ein Kabel, das bei der Einsatzfahrt von einer im Heck angeordneten Trommel abgespult wurde.

Der maximale Fahrbereich des offiziell als Sd.Kfz. 302 eingereihten Fahrzeugs betrug, bedingt durch die geringe Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebes, nur 1,5 km. Deswegen entschloss sich das Heereswaffenamt, den Elektro- durch einen Verbrennungsmotor zu ersetzen. Da diese Modifizierung jedoch enzige Zeit in Anspruch nahm, produzierte man das Sd.Kfz. 302 in der elektrisch angetriebenen Version bis Januar 1944 weiter und lieferte insgesamt 2.650 Stück aus.
Die ersten leichten Ladungsträger mit Verbrennungsmotor liefen im März 1943 vom Band. Äußerlich waren kaum Veränderungen vorgenommen worden, lediglich die Zahl der Stützrollen wurden von 3 auf 2 Stück reduziert. Ein weiteres Erkennungsmerkmal der V-Version, die als Sd.Kfz. 303 bezeichnet wurde, ist der zusätzlich auf der Decke angebrachte Ansaugstutzen und Wegfall der seitlichen Batteriekästen.
Zum Einbau kam ein Zündapp 2-Zylindermotor mit einer Leistung von 12,5 PS, der die Reichweite auf 12 km ausdehnte. Beim Sd.Kfz. 303 gab es noch zwei Unterausführungen a und b, die sich in der Hauptsache nur durch das unterschiedliche Gewicht der Sprengladung (75 bzw. 100 kg) unterscheiden. Diese befand sich im Vorderteil der Wanne. Insgesamt gelangten von diesem bis Kriegsende gelieferten Fahrzeug 5.079 Stück zur Truppe. Dort wurde der "Goliath" zur Beseitigung von Hindernissen und gegen feste feindliche Stellungen eingesetzt. Bei der Zündung der Ladung wurde das Fahrzeug mit zerstört, war also nicht wie der B IV wiederholt verwendungsfähig. Zum Einsatzort wurde der Goliath auf einem speziell dafür entwickelten 2-rädrigen Transportkarren gezogen.

Goliath Technische Daten
(Quelle: BA)

Leichter Sprengladungsträger Goliath

 

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Juni 2009 um 17:24 Uhr
 

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