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Bereits zu beginn des 2. Weltkrieges forderte der Oberbefehlshaber des Heeres einen Kleinstminenräumer für die Spezialpioniere. Die Minen sollten durch nachgezogene Räumwalzen zur Detonation gebracht werden. Damit das Fahrzeug dabei keinen Schaden nahm, wollte man den Aufbau vollständig aus Beton gießen. Schon nach einjähriger Entwicklungszeit konnte Borgward im Januar 1940 ein Versuchsgerät des auch als B 1 bezeichneten Minenräumers vorstellen. Bereits bei den Prototypen dieser frühen Entwicklung war neben den für manuelles Fahren vorgesehenen Bedienungselementen eine Fernsteuerung der Firma Hagenuk in Keil eingebaut, die jedoch bei den bis Mai 1940 gefertigten 50 Serienfahrzeugen fehlte. Noch während der Auslieferung des Typs B I ordnete man bei Borgward weitere 100 Stück einer verstärkten Version des Minenräumkarrens. Die neue Ausrüstung wurde mit B II bezeichnet und unterschied sich von der ersten nur durch eine Steigerung des Gesamtgewichts um 0,8 auf 2,4 t und die damit verbundene stärkere Motorisierung. Anscheinend war aber der Methode mit Räumwalzen im Einsatz kein großer Erfolg beschieden, so dass man nich im selben Jahr von einem weiteren Serienbau Abstand nahm. Das Fahrzeug wurde daraufhin bei Borgward zum schweren Sprengladungsträger B IV weiter entwickelt.
Mit der Konstruktion eines größeren und schwereren Minenräumfahrzeugs beschäftigte sich seit 1940 die Essener Firma Krupp. Am Ende der dort betriebenen Produktstudien stand im Jahr 1944 der Bau eines Prototypes des 130 t schweren sogenannten "Räumers S". In Gegensatz zu den bisherigen Entwicklungen war dieser als Radfahrzeug ausgelegt und bestand aus je zwei gleichen Hälften, die durch einen Zapfen und hydraulischen Zylinder miteinander verbunden waren. Neben diesen beiden speziellen Konstruktionen versuchte man aber auch herkömmliche Panzer III und IV zu Minenräumern zu modifizieren. Sie gediehen ebenso wie die anderen Entwicklungen nicht über das Versuchsstadium hinaus. So war bei der Deutschen Wehrmacht kein gepanzerter Minenräumer in größerer Zahl im Einsatz - im Gegensatz zu den Westalliierten, die in dieser Hinsicht einen ungeheuren Ideenreichtum entwickelten und über ein umfangreiches Arsenal derartiger Fahrzeuge, insbesondere auf der Basis der Sherman- und Churchill-Panzer verfügten.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Juni 2009 um 17:29 Uhr |