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Mittlerer Sprengladungsträger "Springer" - Sd.Kfz.304 |
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Der 1944 bei NSU in Neckarsulm entwickelte mittlere Sprengladungsträger "Springer" sollte die beiden bisher gefertigten Fahrzeuge dieser Gattung, "Goliath" und B IV ablösen. In Folge der sich immer mehr zuspritzenden Kriegslage war man auch bei NSU bestrebt, den späteren Produktionsprozess so rationell wie möglich zu gestalten. Daher legte man dem Entwurf ein auf fünf Laufräder erweitertes Fahrgestell das ebenfalls in diesem Werk gefertigten Kettenrades zu Grunde. Allerdings stellte sich bei den danach gebauten Prototypen eine ungenügende Geländegängigkeit während der Versuchsfahrten heraus. Durch das Hinzufügen eines weiteren Laufrades beim zweiten Entwurf glaubte man diese verbessern zu können. Die so entstandene Version war wie der B IV sowohl fernsteuerbar als auch manuall von einem im Heck angeordneten Fahrersitz zu bedienen, die 330 kg schwere Sprengladung konnte jedoch nicht abgesetzt werden, so dass sich der "Springer" bei jedem Einsatz selbst mit zerstörte. Im Gegensatz zu den späteren Serienfahrzeugen waren bei denen der sogenannten Null-Serie die Ketten durch seitlich angebrachte 3 mm starke Bleche geschützt. DIe anfänglichen Schwierigkeiten mit der Kühlung des 38 PS starken Motors behob man, in dem man die Motorraumabdeckung etwas hochzog. Bereits im Oktober 1944 lief bei NSU der Fertigung der ersten Serienfahrgestelle und die Montage des "Springers" an. Die für den Zusammenbau benötigten Wannen wurden von der Firma Bohemia (Böhmisch-Leipa) und Jessen (Hamburg-Wandsbeck) angeliefert. Insgesamt konnten bis Kriegsende 50 Fahrzeuge produziert werden, von denen aber nur drei zu Versuchseinheiten an die Front gelangten.
(Quelle: BA)
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. November 2009 um 02:45 Uhr |