Panzer Spezialpanzer Sprengladungsträger Einleitung
Sprengladungsträger Einleitung
Schon zu Beginn des Krieges erhob sich das Problem, Sprengladungen unter Beschuss an Hindernisse etc. heranzubringen und man versuchte den Pionieren hierfür Panzerschutz zu verschaffen. Ein schnell zu bewerkstellige provisorische Lösung war die Ausrüstung von Panzern I mit einer Gleitrampe am Heck, die eine 75 kp schwere Ladung trug. Zum Absetzen führ man rückwärts an das Ziel heran, löste die Verankerung der Ladung, die dann durch ihr eigenes Gewicht zu Boden glitt. Eine Spätzündung ermöglichte das Entfernen des Fahrzeugs vor der Detonation.
1940 entwickelte man dieses recht primitive System weiter, in dem man zum Auslegen der Sprengladung einen von innen bedienbaren Schwenkarm anbrachte. Noch im selben Jahr griff das HWA jedoch auch die Idee eines fernsteuerbaren Ladungslegers auf und betraute die Firma Borgward mit der Kosntruktion eines entsprechenden, unbemannten Kleinpanzers, der seine Steuerbefehle allerdings noch über ein kabel erhalten sollte. Am Ende dieser Entwicklung standen die beiden Versionen des oliath mit Elektro- und Vergasermotor.
Das Fahrzeug enthielt die Sprengladung fest eingebaut und wurde somit bei der Detonation selbst zerstört. Gleichzeitig bemühte man sich bei Borgward aber auch, die bereits beim B I zum Einbau gelangte Fernsteuerung für einen gepanzerten Ladungsleger nutzbar zu machen. Gepaart mit dem verlängerten Fahrwerk des Munitionsschleppers VK 301/302 entstand daraus der ab 1942 gebaute schwere Sprengladungsträger B IV, der seine Ladung am Ziel über eine schiefe Ebene absetzte, sich vor der Detonation entfernte und somit mehrfach verwendbar war. Sowohl Goliath als auch B IV wurden bis kurz vor Kriegsende in mehreren tausend Fahrzeugen verschiedener Ausführungen gebaut.
Während man den Goliath vorwiegend einzeln gegen statische Ziele (Bunker etc.) einsetzte, fasste man die B IV zeitweise in speziellen Funkpanzerkompanien (FKL-Lp.) zusammen und unterstellte sie einer Panzer- oder Panzerjäger-Abteilung. Dort wurde sie zur Gefechtsaufklärung, Sprengung von Gassen in Minenfeldern, Vernichtung von schwer zu bekämpfenden Zielen und gegen überschwere Feindpanzer eingesetzt. Die nachfolgende Panzereinheit sollte den Funklenkpanzern Feuerschutz gewähren und das gewonnene Terrain sichern.

1944 versuchte man diese Doppelgleisigkeit zu überwinden und plante ein Nachfolgemodell für beide Fahrzeuge, in dem alle bisher gesammelten Erfahrungen vereint sein sollten. Der daraufhin bei NSU in Neckarsulm entwickelte mittlere Sprengladungsträger wurde wie der B IV per Funk fern gesteuert, konnte aber seine Sprengladung nicht ablegen und zerstörte sich somit bei jedem Einsatz selbst gleich dem Goliath.
Bis Kriegsende konnten von diesem fortschrittlichen Fahrzeug allerdings nur 50 Stück gefertigt werden, von denen wiederum höchstens drei zur Truppe gelangten.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Juni 2009 um 17:23 Uhr
 

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