Panzer Sturmgeschütze Entwicklungsgeschichte des StuG III / Sturmgeschütz III
Entwicklungsgeschichte des StuG III / Sturmgeschütz III
Bereits innerhalb eines Jahres nach Aufstellung der Wehrmacht 1934 waren die Forderungen nach Kampfpanzern erfüllt und viele neue taktische Grundsätze in Vorschriften niedergelegt worden. Die neu geborenen Panzerdivisionen waren damit zwar einsatzfähig geworden, doch klagten viele Infanterieoffiziere über das Fehlen eines angemessenen Fahrzeugs zur Unterstützung der zu Fuß vorgetragenen Infanterieangriffe. Der Wunsch nach einer schwer gepanzerten Unterstützungswaffe, die Widerstandsnester und Hindernisse während eines Angriffs zerstören konnte, wurde immer lauter.
Die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges trugen zur Forderung nach einem derartigen Fahrzeug, dass durch die Infanterie selbst eingesetzt werden sollte, bei.
1939 kam es daher zur militärischen Forderung und Entwicklung eines entsprechenden Unterstützungs-Fahrzeugs mit der KwK 7,5 cm L/24, die bereits im Pz.Kpfw. IV Verwendung fand. Daimler-Benz baute danach Fahrgestell und Aufbau, Krupp die Kanone und neue Lafettierung.
Bereits 1938 wurden 5 Nullserien-Prototypen gebaut, die mit dem etwas modifizierten Fahrgestell des Panzer III, Ausf. B ausgestattet waren. Sie nahmen die 7,5 cm-Kanone in einem niedrigen, festen Überbau auf, die Lafettierung hatte eine begrenzte (15°) Seitenrichtmöglichkeit, die kleinere Korrekturen des Anrichten mit dem ganzen Fahrzeug zuließ. Da diese Vorläufermodelle aus Weichstahl hergestellt wurden, waren sie nicht kriegstauglich, sie hatten auch nur die Aufgabe, dass mit ihnen Erprobungen durchgeführt wurden. Aus ihnen entwickelte sich die Ausführung A.

Die ersten Fahrzeuge der Ausf. A wurden durch Alkett in Berlin gebaut und vier Batterien, die jedoch, im Gegensatz zu Vorstellungen der Infanterie, zur Waffengattung Artillerie zählten, wurden Anfang 1940 während des Feldzuges gegen Frankreich und den Niederlanden eingesetzt.
Die folgenden Ausführungen B, C, D und E waren ebenfalls mit der 7,5 cm-Kanone L/24 ausgerüstet und alle - wie ursprünglich geplant - als Infanterie-Unterstützungswaffe eingesetzt.
Erst die Erfahrungen des Russlandfeldzuges brachten weitere Aufgaben. Die russischen Kampfpanzer T-34 und KW-1 zeigten sich den deutschen Standardpanzern deutlich überlegen und nur ihre relativ geringe Zahl, die schlechte russische Taktik, die überlegene deutsche Ausbildung und 8,8 cm Flak im Erdeinsatz erlaubte die anfänglichen deutschen Erfolge.
Hier wies das StuG III seine Eigenschaft als sehr bewegliche Panzerabwehrwaffe, vornehmlich wegen seiner niedrigen Silhouette und seiner dickeren Frontpanzerung. Es war jedoch sofort offensichtlich, dass die L/24-Haubitze keine wirksame Waffen gegen den T-34, noch weniger gegen den schweren KW-1, war.
Es kam daher zur Umrüstung auf eine längere Kanone (Ausf. F), 7,5 cm L/43 (später L/48) im Jahre 1942.
Mit der Einführung dieser Kanone wurde jedoch das StuG III vermehrt als Panzerabwehrwaffe eingesetzt und lies damit erneut die Infanterie ohne Unterstützungsfahrzeug. Als Folge daraus wurde eine neue Version entwickelt, die eine 10,5 cm Haubitze zur größeren Wirksamkeit als Unterstützungsfahrzeug trug. Mit Ausnahme dieser Waffe war die "Sturmhaubitze 42" identisch mit dem Standard-StuG III. Das letzte Modell, die Ausf. G, erschien Anfang 1943 und ihre Herstellung wurde bis zum Ende des Krieges fortgesetzt. Es zeigte nur verschiedene Verbesserungen gegenüber den Vorgängern.

Wegen seiner geringen Kosten und schnelleren Fertigstellung war das StuG III eine sehr wichtige Verteidigungswaffe, die sich besonders in der Panzerabwehr an der Ostfront vorzüglich bewährte. Zimmeritbelag, Seitenschürzen, an der Oberseite angebrachte Maschinengewehre, verstärkter Panzerschutz, teilweise auch in Form eines Zementbelages, wurden u.a. während des Herstellungsvorganges hinzugefügt, jedoch blieb die Grundkonstruktion, da effektiv und beliebt bei den Besatzungen, von 1940 bis 1945 erhalten.
Dennoch wurden gegen Ende des Krieges ein neues Modell, immer noch basierend auf dem Panzer III-Fahrgestell, entworfen. Es besas einen gut geformten Aufbau der beinahe dem des "Hetzer" ähnlich war, nur etwas größer. Es erreichte jedoch keine Serienreife und so wurde das Standard-StuG III und die Sturmhaubitze 42 (Ausf. G) bis zum Ende des Krieges gebaut.

Das StuG III war eine billige und wirksame Waffe. Obwohl es als Unterstützungsfahrzeug vorgesehen war, wurde es überwiegend als Panzerabwehrwaffe eingesetzt. Bis zum Frühjahr 1944 wurde den StuG III die Vernichtung allein von 20.000 russischen Panzern gut geschrieben. Viele andere Panzer wurden aber bis zum Ende des Krieges auch an andere Fronten zerstört.

Nach Kriegsende wurden die StuG III noch zeitweise von anderen Ländern eingesetzt. So tauchten sie auch im Mittleren Osten während der Suezkriese 1956 auf, wohin sie von den Russen aus nach dem Krieg angelegten Lagern geliefert worden waren. Obwohl sich das StuG III, Ausf. A beträchtlich von der späteren Ausf. G unterschied, baute noch jedes Modell eng auf den Vorgänger auf. Die Grundsilhouette und Größe des Fahrzeugs wurden durch das erste Modell fest gelegt und nachfolgende Versionen unterschieden sich nur in Einzelheiten der Bewaffnung, Panzerung, Form und Ausrüstung.
Wie bereits angedeutet, reichte im Krieg die Zeit nicht für eine völlige Neukonstruktion, die folglich eine noch effektivere Waffe hätte sein können. Die Folge daraus war, dass Vorkriegskonstruktionen wie der Pz.Kpfw. IV und das StuG III bis zum Ende des Krieges, ähnlich der Form der ersten Modelle, eingesetzt wurden. Unter Berücksichtigung der Umstände verrichteten sie jedoch ihren Dienst sehr gut.
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 21. Mai 2009 um 21:43 Uhr
 

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