Panzer Sturmgeschütze Weitere Entwicklungen
Weitere Entwicklungen
Da die Ausf. G von Anfang 1943 bis zum Ende des Krieges hergestellt wurde, wurden an ihr mehr Änderungen und Modifizierungen als an allen anderen Typen. Zusätzlich zur Einführung der Schürzen wurde, nach dem die Produktion bereits angelaufen war, Zement (Zimmerit) gegen Magnetminen verwendet. Verschiedene Zimmeritmuster, möglicherweise Variationen der Herstellerfirma, wurden verwendet. Ein weit verbreiteter Typ war das mit einer Platte oder Rolle angebrachte Waffelmuster. Auch wurden viele Fahrzeuge nicht mehr mit Nebelwurfbechern ausgerüstet, wobei jedoch nicht bekannt ist, ob ihre Anbringung zu einem bestimmten Zeitpunkt endete oder nicht alle Produktionsstätten die Fahrzeuge zu jeder Zeit damit ausrüsteten.

Die ursprüngliche Kuppel ragte über die seitliche Dachplatten hervor und bot sich als günstiges Ziel dar, da auch die Panzerung nur 30 mm stark war. Deshalb wurde ein gegossener Panzerschutz auf das Dach und an die Vorderseite der Kuppel geschweißt, um Geschosse und Geschosssplitter nach oben oder zur Seite abzulenken. Verbesserungen an der Schürzenaufhängung wurden gemacht und schlossen sowohl das Abschneiden der unteren, vorderen Ecke mit ein, um das Abwerfen der Schürzen an Hindernissen zu vermindern, als auch eine lose Aufhängung der Schürzen statt der festen Anbringung an vorangegangenen Fahrzeugen.

1944 wurde eine Blende für das StuG III, Ausf. G eingeführt. bestehend aus einer abgerundeten Stahlgußorm wurde sie "Saukopfblende" genannt. Der gegossene Saukopf war vorgesehen, die alte, kantige Blende zu ersetzen. Doch gab es eine Anzahl von Fahrzeugen mit neuesten Produktionsdetails, die noch alte block förmige Blenden beibehielten. Die Stützrolle wurde durch Ganzstahl-Stützrollen ersetzt, um Gummi einzusparen.

Auch die StuH 42 erhielt die gegossene Saukopfbelnde, notwendigerweise war diese viel größer als diejenige des Stug III, jedoch ähnlich in der Form. Der Einbau der Saukopfblende wurde nur bei einigen StuH 42 durchgeführt und sie ersetzte niemals eine bereits eingebaute alte, blockförmige Blende. Beide wurden parallel bis zum Ende der produktion hergestellt. Die letzten StuH 42 mit der alten Blende waren erhielten koaxiale Maschinengewehre, die durch die Frontplatte der Blende feuerten. Diese neue Waffe gab den Besatzungen einen besseren Schutz gegen feindliche Infanterie. Die Mündungsbremse wurde bei den späteren Baulosen weg gelassen, ohne damit größere Probleme zu verursachen.

Beide Fahrzeuge, das Stug III (G) udn die StuH 42 erhielten weitere Modifizierungen am Aufbau. Die Dachluken des Ladeschützen wurden um  90° gedreht, so dass sie nach den Seiten öffneten. Eine vom Fahrzeuginneren bediente Lafettierung für das außen auf dem Dach über der Luke angebrachte MG wurde eingebaut. Der äußere, rechte Lukenteil konnte offen gehalten werden, um den Ladeschützen beim Nachladen des MG zu schützen. Der angewinkelte Schild schützte das MG und die Munitionstrommel vor Splitter und Feuer aus kleinkalibrigen Waffen. Zur gleichen Zeit wurde zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit gegen Infanterie im rechten, vorderen Teil des Daches eine "Nahverteidigungswaffe", identisch derjenigen, mit der der Panther und Tiger ausgerüstet waren, eingebaut. Diese Waffe war um 360° schwenkbar und konnte alle Seiten des Fahrzeugs sichern. Die letzten StuG III mit der alten, blockförmigen Blende sowie mit der "Saukopfblende" erhielten ein koaxiales MG für die 7,5 cm StuK 40.

Das belegen mit Zimmerit wurde ab 1945 nicht an allen Fahrzeugen vorgenommen.
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