Panzerspähwagen (PSW) Leichte Panzerspähwagen Sd.Kfz. 221 - Leichte Panzerspähwagen (M.G.)
Sd.Kfz. 221 - Leichte Panzerspähwagen (M.G.)
Leichte Panzerspähwagen Sd.Kfz. 221Der erste wirklich brauchbare leichte PSW deutscher Fertigung war das Sd.Kfz. 221. Es wurde im Eisenwerk Weserhütte AG in Bad Oeynhausen entwickelt und bei den beiden Firmen Schichau in Elbing und der Maschinenfabrik Niedersachen in Hannover montiert. Das Fahrgestell stammte von Horch in Zwickau und nannte sich Einheitsfahrgestell I (801) für schwere (gepanzerte) Pkw. Also Motor diente ein wassergekühlter Horch V-8 Bezinmotor mit 75 PS.

Vorerst als Panzerspähwagen 35 (MG) bezeichnet, wurde die Bezeichnung im Juli 1935 in leichter Panzerspähwagen (MG) Sd.Kfz.221 geändert.
Die Produktion begann 1935 mit insgesamt bis September 1940 339 fertig gestellten Fahrzeugen. Für die Waffen-SS und für den Export nach China wurden noch einige weitere Fahrzeuge gebaut.

Gegenüber seinem gleichzeitig gebauten, etwas größeren Bruder, dem Sd.Kfz. 222 (und 223) unterscheidet er sich durch eine einzelne große Fahrersichtluke, ein glatt abfallendes Schrägheck, den rechteckigen Kühler am Heck und der aus 2 Mann bestehenden Besatzung (Kommandeur/MG-Schütze und Fahrer).
Neben dem reinen MG-Wagen gab es noch einige Exemplare mit der 2,8 cm Panzerbüchse 39, später 41, hinter einem flachen Schutzschild und in einem etwas offenen veränderten Turm. Über seinen oben offenen Turm konnte zum Schutz gegen Handgranaten Drahtgitter geklappt werden.
Während der Produktion kam es zu einigen Modifikationen, so wurde 1938 das 7,92 mm MG 34 eingeführt und die Frontpanzerung auf 14,5 mm erhöhte.
Ab 1941 wurde ein Funksprechgerät nachgerüstet.
Die 8 mm dicken Panzerplatten waren in einem Winkel von 35° angebracht und konntenbis 7,92 mm panzerbrechende Munition, wie sie von MGs verschossen wurden, abwehren.

Mit dem im Heck untergebrachten 75 PS-Motor war er bei seinem Gewicht von 4 t untermotorisiert. Sein Vierradantrieb (für Strassenfahrt auf Zweirad umschaltbar) gab ihm eine zufriedenstellende Geländegängigkeit. Die Geschwindigkeit auf der Strasse betrug 80 km/h bei 3.600 U/min. Das Leistungsgewicht betrug 18,75 PS/t.
Insgesamt war das Fahrzeug jedoch kompliziert und dadurch reparaturanfällig.

Jede Panzer-Späh-Kompanie verfügte nach dem K.St.N.1162 (Kriegsstärkenachweis) zwischen 1936 und Februar 1941 über 10 Fahrzeuge Sd.Kfz.221.
Im Herbst 1936 wurden drei Sd.Kfz.221 jeder SS-Standarte im I. Panzer-Späh-Zug zugeteilt. 1938 folgte die Zuteilung von zwei Sd.Kfz.221 pro Kavallerie-Panzer-Späh-Zug.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. November 2009 um 02:10 Uhr
 

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