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| Sd.Kfz. 222 und 223 - Leichter Panzerspähwagen |
Fast gleichzeitig zum Sd.Kfz. 221 wurden von 1936 bis 1943 989 leichte PSW vom Typ 222 und von 1935 bis 1944 550 leichte PSW vom Typ 223 gebaut.Sie entstanden nach den Entwürfen der Weserhütte AG in den Werken Schichau, MNH und Büssing-NAG. Die Besatzung bestand bei beiden Typen aus 3 Mann. Während der 222 eine stärkere Bewaffnung gegenüber dem 221 zeigte, war der 223 ein reiner Funkwagen. Er wird daher auch als Standard-Funkpanzerwagen bezeichnet. Er verfügte nur über eine MG zur Selbstverteidigung. Seine Rahmenantenne in Verbindung mit dem FuG 19 SE 30 (später FuG 12) erlaubte ihm eine Überbrückung weiter Entfernungen im Tastverkehr. Sein Fahrgestell und sein Motor waren etwas größer bzw. stärker als beim Sd.Kfz. 221. Spätere Ausführungen zeigten ein verlängertes Heck durch einen vor dem Kühler angebrachten Staubfilter, eine Hängelafette für die Waffen zur besseren Flugabwehr, den Wegfall der dreieckigen Radlager-Panzerung und etwas höheren Gitterklappen über der Turmöffnung. Die Hängelafette wurde als Nachrüstung z.T. auch in früheren Ausführungen eingebaut. Zu leichten Spähtrupps waren zumeist ein 221 und ein 223 oder ein 222 und ein 223 gekoppelt. Alle drei Wagen (221, 222 und 223) einschlieslich der Panzerfunkwagen 260 und 261 wurden in der Truppe auch als "Horchwagen" bezeichnet. Während der 221 eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h schaffte, erreichten 222 und 223 nur 85 km/h, hauptsächlich bedingt durch ihr höheres Gewicht (4,8 bzw. 4,4 t) gegenüber den nur 2 t des Sd.Kfz. 221. Die 8 mm dicken Panzerplatten waren in einem Winkel von 35° angebracht und konntenbis 7,92 mm panzerbrechende Munition, wie sie von MGs verschossen wurden, abwehren. Die Bwaffnung bestand aus aus einer 2 cm KwK 30 und einer MG 13. Die Höchstgeschwindigkeit auf Strassen betrug 80 km/h bei 3.600 U/min. Als Motor diente ein Horch V-8 Benzinmotor mit 75 Leistung. Das Leistungsgewicht betrug 16 PS/t. Die Besatzung bestand aus 3 Mann: Kommandeur/Ladeschütze, Schütze und Fahrer. Während der ersten Produktionsreihe wurden noch keinen Funkeinrichtungen eingebaut. Die Verständigung mit anderen Fahrzeugen erfolgte per hand oder mit Hilfe von Flaggen. Ursprünglich als Panzerspähwagen 35 (2cm) bezeichnet, wurde im Juli 1935 die Bezeichnung leichter Panzerspähwagen S.d.Kfz.222 eingeführt. Die Produktion begann 1937 mit insgesamt 990 bis februar 1944 fertig gestellten Fahrzeugen für das Heer. Für die Waffen-SS und für den Export nach Cina wurden einige weitere fahrzeuge produziert. Während der Produktion gab es einige Modifikationen, so wurde 1938 die 7,92 mm MG 34 eingeführt und die Frontpanzerung auf 14,5 mm erhöht. Eine weitere Frontpanzerungerhöhung auf 30 mm efolgte 1942, als gleichzeitg die 2 cm KwK 38 ausgerüstet wurde und ein Funksprechgerät in den Fahrzeugen eingebaut wurde. Nach dem K.St.N.1162 (Kriegsstärkenachweis) besaß jede Panzerspäh-Kompanie zwischen 1936 und februar 1941 vier Sd.Kfz.222. Ab November 1941 wurde diese Anzahl auf 12 Fahrzeuge erhöht. Ab Herbst 1936 wurden je vier Sd.Kfz.222 den SS-Standarten (1. Panzer-Späh-Zug) zugeteilt. Technische Daten
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. November 2009 um 02:04 Uhr |