Panzerspähwagen (PSW) Schwere Panzerspähwagen Die Panzerspähwagen der GS-Reihe
Die Panzerspähwagen der GS-Reihe
Als Krönung der seit Mitte der zwanziger Jahre laufenden Entwicklung deutscher Panzerspähwagen kam 1937 der "Achtrad" (wie er allgemein hies) zur Truppe. Seine spezielle Entwicklung lief zuerst bei der Büssing-NAG unter der Bezeichnung ARW (Achtradwagen), anfänglich auch als Versuchskraftwagen (Vs.Kfz.) 623. Hierzu wurde das Fahrgestell Baumuster "GS" geschaffen, so dass die früheren Achtrad, zum Unterschied zur späteren ARK-Reihe, auch "GS"-Wagen genannt wurden.
Das fahrgestell zeigte acht angetriebene, jedoch unabhängig aufgehängte Räder, die von vorn gelenkt werden konnten, wobei beide Lenkungen auf alle Räder wirkten.
Hierdurch wurde eine große Wendigkeit und gleiche Geschwindigkeit nach beiden Richtungen (es gab einen Vorwärts- und Rückwärtsfahrer) erreicht. Der im Heck befindliche Motor war ein 8-Zylinder mit einer Leistung von 150 PS, später wurden durch Vergrößerung der Bohrung 180 PS erreicht.
Der Panzeraufbau war fest mit dem Rahmen des Fahrgestells verbunden. Seine Frontpanzerung betrug 10 bis 14,5 mm, an den Seiten und am Heck 8 mm. Im Kriege wurde vor dem Bug als zusätzlichen Schutz noch eine weitere Panzerplatte als "Zerschellerplatte" und daher im Abstand von der Randumpanzerung angebracht. Sie schützte vor allem den Fahrer.

Analog zum 6-Rad-Panzerspähwagen gab es auch bei ihm drei verschiedene Aufbauten, um folgende Funktionen zu erfüllen:
- Panzerspähwagen
- Panzerfunkwagen
- Befehlspanzerwagen
Da die Achtrad die Sechsrad ablösen sollten, erzielten seine Ausführungen die selben Sd.Kfz. Nummern. Durch den Krieg waren jedoch beide schweren Panzerspähwagen (länger als beabsichtigt) nebeneinander im Einsatz. So mussten, um Verwechslungen zu vermeiden, noch jeweils die Bezeichnung (8-Rad bzw. 6-Rad= hinzugefügt werden.

Die amtlichen Bezeichnungen waren daher:
- Schwerer Panzerspähwagen (8-Rad), Sd.Kfz. 231
- Schwerer Panzerspähwagen (Fu) (8-Rad), Sd.Kfz. 232
- Schwerer Panzerfunkwagen (8-Rad), Sd.Kfz. 263

1942 wurden Panzerspähwagen unter Abmontierung ihrer Türme mit 7,5 cm Sturmkanonen L/24 (Stummel) bestückt. Diese Ausführung erhielt die Bezeichnung Schwerer Panzerspähwagen (7,5 cm Kan), Sd.Kfz. 233.
Da es beim Sechsrad keinen 233 gab, entfiel hier der Zusatz (8-Rad).
Sein Gesamtgewicht lag, je nach Ausführung und Beladung, zwischen 8 t und 9 t. Die 231 und 232 hatten an Bewaffnung jeweils eine 2 cm KwK und ein MG 34 im Drehturm, der Funkwagen war nur ein MG 34 im nicht drehbaren Turmaufbau. Die Besatzungen bestanden bei den Spähwagen aus vier, beim 263 aus fünf und beim 233 aus drei Mann.
Zum Zeitpunkt der Einführung (1937) war der Achtrad das modernste Fahrzeug seiner Art in der Welt. Im Kriege zeigten sich jedoch bald Schwächen. Er war zu hoch und wegen seiner Kompliziertheit zu schwierig zu warten und instand zusetzen. So kam schon 1940 der Auftrag zu einem neuen Achtrad (Baureihe ARK). Diese Spähwagen gelangten jedoch erst 1943 zur Truppe. Der GS-Wagen war daher noch bis zum Kriegsende im Einsatz.
Insgesamt wurden vom GS 1.235 Fahrzeuge hergestellt.

Gemessen am Auftrag (aufzuklären)m ist der Bau von schweren Panzerspähwagen nicht notwendig. Sie schafften nicht mehr als die leichten auch konnten. Nur um Bügelantenne tragen zu können, um mit ihr größere Entfernungen durch Funk zu überbrücken, war es - zumindest zu dem Zeitpunkt, als diese Entfernugnen auch durch leichtere Schirmantennen geschafft wurden - überflüssig. Auch die BEwaffnung des 8-Rad war nicht stärker als die des 4-Rad (Sd.Kfz. 222).

Als man später überging, den 8-Rad stärker zu bewaffnen, ging es in eine noch falschere Richtung. Aufgabe der Spähpanzer ist es, zu sehen, zu hören und zu melden. Hierzu genügen kleine, wendige, schnelle, mit weitreichendem Funk ausgestattete Fahrzeuge mit leichter Panzerung und Selbstverteidigungs-Bewaffnung. Alles,was darüber hunais geht wie Größe, stärkere Kaliber und Kette statt Rad, lässt diese Truppengattung immer mehr zur Kampftruppe werden und damit zu Einsätzen kommen, wofür sie nicht vorgesehen, und die - so auch im letzten Krieg - zu ihrem Verscheliß führen. Erdaufklärung verlangt das Spähen und nicht den Kampf.
So gesehen war der 8-Rad zu groß und wegen der Forderung nach Wendigkeit zu kompliziert - kurz gesagt, er war im Verhältnis zum 4-Rad 222 keine Verbesserung.
Kommentare (1)Add Comment
Eduard Leis
Juni 16, 2011
95.208.159.137
...

Die Grammatik-Fehler hier überall sind gravierend und gleichbleibend:
Überall "auser" - anstatt "ausser".
Wieso???

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