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| Sd.Kfz. 231 - Schwerer Panzerspähwagen (8-Rad) |
Der schwere Standard-Panzerspähwagen des deutschen Heeres war der "Achtrad", auch "8-Rad-Einheitswagen" genannt. Ab 1937, verstärkt ab 1938, kam er in die Verbände der Panzeraufklärungstruppe und leistete dort, trotz der schon genannten Schwächen, gemeinsam mit dem 6-Rad, den er ursprünglich ablösen sollte, der aber durch den kriegsbedingten höheren Bedarf in der Truppe vorerst noch verblieb, gute Arbeit in den Kämpfen bis 1941.Im Einsatz war er zumeist mit ein bis zwei leichten oder dem Panzerspähwagen (Fu), dem Sd.Kfz. 232, gekoppelt. Ab 1940 erhielt er vor dem Bug als zusätzlichen Pakschutz eine "Zerschellerplatte". Später wurde die Frontplatte der Gesamtpanzerung etwas verändert (unterschiedliche Lukengröße oder nur eine Luke in der Fahrerfront) und auf 30 mm verstärkt. Die Einsätze in Afrika und Russland zeigten jedoch weitere Schwächen, so dass - auch in Erwartung der anlaufenden ARK-Produktion - Ende 1942 seine Produktion eingestellt wurde. Das Waffenprüfamt 6 beauftragte die Firma Büssing-NAG mit der Entwicklung eines neuen schweren Panzerspähwagen, der diesmal einen Allradantrieb mit 8 Rädern besitzen sollte, geländegängig sein sollte und über eine Geschwindigkeit bis zu 90 km/h besitzen sollte. Weiters sollte er er in beide Richtungen fahren können, 7,92 mm panzerbrechende Munition abwehren und eine 2 cm Kanone und eine 7,92 mm MG aufnehmen können. Anstatt ein modifiziertes LKW-Chassis, wie beim 6-Rad Sd.Kfz.231, zu verwenden, entwickelte man diesmal ein komplett neues Chassis. Als Antrieb diente ein Büssing-NAG L8V/G.S.36, 8 Zylinder-Motor der 150 PS bei 3.000 U/min. lieferte. jedes der acht Räder wurde unabhängig von einander angebracht. Das Gefechtsgewicht gleichmäßig auf die acht Reifen (210x18) verteilt. Die Panzerung variierte je nach dem Winkel der Anbringung. Der Schutzschild vor der kanone hatte eine Panzerung von 14,5 mm. Die Seiten und Rückseite des Motorraumes waren mit 10 mm gepanzert. Die restliche Panzerung betrug 5,5 mm. Während der Entwicklungsphase und den Tests wurden die gepanzerten Fahrzeuge offiziell als schwere Panzerspähwagen (Vskfz.623) und schwere Panzerspähwagen (Fu) (Vskfz.624) bezeichnet. Im März folgte die Änderung in Sd.Kfz.233 und 234. Die endgültige Bezeichnung war dann Sd.Kfz.231 und 232 (8-Rad), welche im September 1940 eingeführt wurde. Zwischen Ende 1936 und 1943 wurden insgesamt 610 Sd.Kfz.231 und 232 (8-Rad) gebaut. Ursprünglich war das Sd.Kfz.231 nicht mit Funk ausgestattet. Nur das Sd.Kfz.232 hatte eine Funkausrüstung mit Rahmenantenne. Während der Produktion gab es verschiedene Änderungen an den Fahrzeugen, so wurde die Zieleinrichtung 1938/39 erneuert und 1939 die hintere Panzerung verstärkt. 1941 wurde ein Motor mit 180 PS eingebaut und 1942 wurde die Frontpanzerung auf 30 mm verstärkt und eine 2 cm KwK 38 und ein Fu 12 eingebaut. Nach dem K.St.N.1162 (Kriegsstärkenachweis) befand sich zwischen 1936 und November 1943 in jeder Panzerspäh-Kompanie 3 Sd.Kfz.231 und drei Sd.Kfz.232. Technische Daten
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. November 2009 um 01:22 Uhr |