Polen Die Polnische Panzertruppe im Zweiten Weltkrieg Bewaffnung polnischer Panzer: Maschinengewehre
Bewaffnung polnischer Panzer: Maschinengewehre

7.92 mm wz. 08 (Maxim MG-08)

Maxim MG 08Dieses MG war im Ersten Weltkrieg das Standard-MG der deutschen Armee und das am weitesten verbreitete Model von Maxim weltweit.
In der polnischen Armee wurde das wz. 08 als schweres MG seit 1918 genutzt. Zum Teil wurden Panzerzüge damit bewaffnet. Anfang der 30-er Jahre wurde das MG zur Standardbewaffnung für die polnischen Panzerzüge.
5.964 MGs dieses Modells befanden sich 1936 in Polen. Die polnische Infanterie musterte das MG noch in der 30-er Jahren aus, die Kavallerie folgte 1938. Im September 1939 wurde das MG hauptsächlich noch in den Reserve-Divisionen und bei Flugabwehr-Einheiten genutzt.

Das wz. 08 war vollautomatisch und wassergekühlt (Radiator mit 4 l).
Insgesamt war das Maxim MG sehr kompliziert aufgebaut und bestand aus 236 Teilen. Weiters war es sehr anfällig für Ladehemmungen. Dennoch war es für erfahrene Schützen, dank seiner guten Genauigkeit und Schussrate, eine gute Waffe.

8 mm wz. 14 (Hotchkiss Mle 1914)

Das Hotchkiss-MG war die Standrad-MG der französischen Armee in beiden Weltkriegen. Es wurde hauptsächlich bei Panzern und gepanzerten Fahrzeugen eingesetzt. Die Polnische Armee führte das MG ab 1919 als schweres MG ein. Insgesamt gab es innerhalb der polnischen Armee rund 2.600 MGs dieses Modells. Bis 1936 wurden die meisten MGs von der regulären Truppe ausgemustert. 1939 wurde das MG noch vereinzelt genutzt.
Das MG wz. 14 wurde in gepanzerten Fahrzeugen oder dem Ranualt FT-17 Panzer genutzt. In den späten 20-er Jahren wurde das MG durch das wz. 25 MG ersetzt.

Das Hotchkiss-MG wz. 14 war automatisch und luftgekühlt. Der Lauf war sehr schwer und war teilweise ummantelt um so eine bessere Kühlung zu erzielen. Das MG war insgesamt eine recht einfach Konstruktion, es bestand aus nur 78 Teilen. Es war sehr zuverlässig und die Feuerrate war nicht viel schlechter als bei wassergekühlten MGs.
Die Munition wurde mit 24 oder 30-Schuss-Gurten eingeführt. Später wurden 249-251-Schuss-Gurte eingeführt.
In den polnischen Fahrzeugen wurden 128-Schuss-Gurte genutzt.

7.92mm wz. 25 (Hotchkiss)

7,92 mm wz.35 hotchkissDieses MG war die Exportversion des wz. 14. Sie wurde so modifiziert das sie 7,92x75mm Mauser Munition verschießen konnte. Polen kaufte 1.249 dieser MG aus Frankreich, welche ab 1926 in der polnischen Armee genutzt wurden.
Durch die höhere Mündungsgeschwindigkeit der stärkeren Munition die nun verschossen werden konnte, erhitzte sich der Lauf nun sehr schnell und so lies auch die Genauigkeit nach. das MG w. 25 hatte bei Feuerstößen die Tendenz zum Springen, was wiederum dazu führte, dass Bauteile beschädigt wurden. Hier war besonders der Schlagbolzen sehr anfällig.
Aufgrund der Mängel wurden keine weiteren MGs dieses Typs gekauft. Als schweres MG wurde es bis 1934 eingesetzt.

Trotz seiner Mängel blieb das wz. 25 bis 1939 die Standradbewaffnung für gepanzerte polnische Fahrzeuge. Das MG ersetzte das Hotchkiss wz. 14 in den Renault FT-17 Panzern und in einigen gepanzerten Fahrzeugen. Das wz. 25 wurde später auch bei den Radpanzern wz. 34 eingebaut und diente als Bewaffnung von rund 570 Tanketten der TK-Serie.

7.92 mm wz. 30

wz30Das wz. 30 MG war eine polnische Kopie der Colt-Browning M1917A1-MG. Es wurde so modifiziert das es 7,92 mm Mauser Munition verschießen konnte und wurde zwischen 1931 und 1939 in Polen produziert. Auf einem Dreibein montiert wurde es die Standard-MG der polnischen Armee. 1939 nutzte die Armee 7.861 wz. 30.

Bei der gepanzerten Truppe wurde das wz. 30 MG so angepasst, das es bis 1939 im 7Tp-Panzer genutzt werden konnte. Die Prototypen des TKS waren ebenfalls mit dieser MG ausgerüstet.
Obwohl das wz. 30 eine gute Waffe war, wurde die Anpassung einer wassergekühlten MG für gepanzerte Fahrzeuge nicht erfolgreich umgesetzt. Es musste ein sehr großer Radiator eingesetzt werden, der zusätzlich gepanzert sein musste. Dies führte zu einem hohen Gewicht und schweren Bedienung der Waffe. Ein weiterer Nachteil war die Länge der MG in einem Panzerturm.

Das wz. 30 war automatisch und ein Rückstosslader. Es wurde Wassergekühlt (Radiator mit 4 l).
Es war eine sehr einfach gehaltene Waffe mit sehr wenigen Teilen. Es besaß eine recht hohe Feuerrate,war allerdings sehr schmutzanfällig.

7.92 mm wz. 08/15 (Maxim MG-08/15)

Dies war ein deutsches leichtes MG, entwickelt auf Grundlage der schweren maxi MG-08. Der Aufbau war ähnlich der MG-08, jedoch mit einem Pistolengriff und einem hölzernen Gewehrkolben. Zusätzlich wurde das Fassungsvermögen des Radiators wurde erhöht.
In der polnischen Armee wurde das wz. 08/15 mit einer Stückzahl von 7.775 seit 1918 eingesetzt. In den 30-er Jahren wurde das MG zum Großteil aus der regulären Armee entfernt. 1939 nutzten hauptsächlich noch Pioniere und Artillerie dieses MG.

Das MG war sehr kompliziert aufgebaut und bedarf einer sorgfältigen Wartung. Es war schwerer als übliche leichte Infanterie-MGs, hatte dafür aber eine höhere Feuerrate und bessere Genauigkeit.
Einige wz. 08/15 wurden in gepanzerten Fahrzeugen eingesetzt. In Deutschland wurde es bspw. in den gepanzerten Fahrzeugen des Ersten Weltkriegs eingesetzt.

7.62 mm wz. 05, wz. 10 (Maxim M.1905, M.1910)

Dies war die russische Variante des Maxim-MG. Es war die Standard-MG der Roten Armee in beiden Weltkriegen. Das MG wurde von den Sowjets erweitert und gleichzeitig das Gewicht gesenkt. Es war die Standradbewaffnung für sowjetische gepanzerte Wagen und Panzerzügen im Ersten Weltkrieg.Eine größere Menge von erbeuteten MGs wurde in den 20-er Jahren auch innerhalb der polnischen Armee genutzt.

1928 modifizierten die Polen 1.835 wz. 10 so, dass sie 7,92 mm mauser Munition verschießen konnten. Sie erhielten dann die Bezeichnung wz. 10/28 und wurden bis 1937 genutzt.

7.5 mm wz. 31 (Châtellerault Mle 31)

Mitrailleuse31Dies war die Standard-MG der französischen Panzer und hatte dort die Bezeichnung "Mitrailleuse de 7,5 Modele 31", auch bekannt als "Châtellerault (MAC)" oder "Reibel". Die MG war eine Weiterentwicklung der französischen FM 24/29 MG. Das MG war gasbetrieben, luftgekühlt und besaß ein Trommelmagazin.
In der polnischen Armee wurden 1939 rund 50 MGs dieses Typs aufgekauft. Unter anderem wurde es im Renault Ft-17 montiert.
In der polnischen Armee wurden bis Ende der 20-er Jahre die wz. 05 und wz. 10 MGs in größerer Zahl in erbeuteten sowjetischen Fahrzeugen und Panzerzügen eingesetzt.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 05. Januar 2010 um 20:03 Uhr
 

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