Polen Die Polnische Panzertruppe im Zweiten Weltkrieg Die polnische Panzeraufrüstung
Die polnische Panzeraufrüstung
Im Juli 1939 waren 102 Panzer "FT" im Dienst der polnischen Armee. Davon waren 32 in gepanzerten Zügen eingesetzt und 70 bildeten ein Panzer-Bataillon. Nach einigen Tests wurde klar, dass dieser Panzer total veraltet war und so wurden 50 Panzer des Typs Vickers E und eine Produktionslizenz für diesen Panzer erworben. Von den 50 bestellten Panzern wurden bis Kriegsausbruch nur 38 geliefert. Alle 38 dieser Panzer verfügten über einen Zwillingsturm in dem ein 7.92 mm oder 25 Hotchkiss MG in jedem Turm angebracht war.
Im Mai 1932 wurde mit Vickers ein Vertrag abgeschlossen, nach dem Vickers 22 47mm Pak-Geschütze an Polen liefert. Mit diesen wurde der Zwillingsturm in ein einen Eingeschützturm umgewandelt. Der Umbau fand im Jahr 1934 statt. Die restlichen 16 Panzer mit Zwillingsturm wurden in den 30er-Jahren immer wieder neu ausgerüstet, u.a. mit 13,2 mm MG und 37mm L/21 Kanonen. Letztendlich wurden 1937 wieder die 7,92 cm MG eingebaut.

Der Plan, die Vickers E-Panzer strickt nach der Lizenz zu bauen, wurde fallen gelassen, als polnische Ingenieure an diesem Panzer einige Änderungen vornahmen. Der neue Panzer erhielt den Namen Leichter Panzer 7TP. Im März 1935 gab die polnische Armee 24 dieser Panzer in Auftrag. Ein jahr später lieferte der Hersteller PZInz diese Panzer. Bis zum Kriegsbeginn wurden insgesamt 135 7TP ausgeliefert. Während des Krieges wurden weitere 12 direkt vom Fließband an die Front gebracht.

Aufgrund der niedrigen Produktionsrate des 7TP wurde versucht im Ausland weitere Fahrzeuge zu erwerben. 1938 wurden zwei französische R-35 Panzer getestet, doch dieser erwies sich als zuu langsam und schwach bewaffnet. Dennoch wurden im Februar 1939 rund 100 Fahrzeuge dieses Typs bestellt. Die erste Teillieferung von 47 Fahrzeugen traf im Mai 1939 ein. Aus diesen wurde eine Panzer-Abteilung gebildet. der zweite Teil der Lieferung konnte aufrgrund des Kriegsausbruches nicht mehr erfolgen.
Aus England wurde 1929 von Vickers der Vickers Carden Loyd MG-Carrier (VCL) gekauft. Von diesem wurde auch eine Modifikation mit der Bezeichnung TK-3 als Prototyp an Polen geliefert. Die polnischen PZInz-Werke bauten bis 1939 300 Fahrzeuge auf Grundlage dieses Prototypes. Das größte Problem des TK-3 war sein schwacher Motor. Die letzten 18 Fahrzeuge wurden daher mit Polski-Fiat Motoren ausgerüstet, dieser erhielt dann die Bezeichnung TKS.
Im Januar 1939 gab die polnische Armee die Modernisierung der Fahrzeuge in Auftrag und so sollten 150 TK und TKS mit einer 20mm Kanonen ausgerüstet und dies als leichte Panzerjäger eingesetzt werden. Bis zum Kriegsausbruch gelang jedoch nur die Umrüstung von 24 Fahrzeugen.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Januar 2010 um 02:13 Uhr
 

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