Polen Die Polnische Panzertruppe im Zweiten Weltkrieg Bewaffnung polnischer Panzer: Panzerkanonen
Bewaffnung polnischer Panzer: Panzerkanonen

20 mm wz. 38 model A (FK-A)

20 mm wz. 38 model A (FK-A)
Modell A zur Luftabwehr
Diese Waffe wurde 1937 in der Fabryka Karabinów (Gewehrfabrik) in Warschau als FK-A oder FK wz. 38 entwickelt. Eigentlich für die Luftwaffe entwickelt, entschied man sich die Waffe auch bei gepanzerten Fahrzeugen und bei der Infanterie zur Luftabwehr einzusetzen.

Der erste Prototyp Modell A wurde im November 1937 fertig gestellt. Als Panezrwaffe stellte sie sich als besser heraus wie die ausländischen Modelle Oerlikon und Madsen. Sie war sehr zielsicher und zuverlässig. Die Produktion erwies sich als sehr einfach und die Feuerkraft war besser als die der getesteten ausländischen Modelle.
1938 wurde das Modell A als Bewaffnung für Panzer und als Flugabwehrwaffe akzeptiert, bis schließlich die erweiterten Modelle C und D fertig gestellt wurden.

Im Mai 1939 wurde beschlossen 80 Tanketten des Typs TKS und TK-3 mit der 20 mm Kanonen auszurüsten. Insgesamt wurden 200 Kanonen bestellt, die bis zum Februar 1940 gelifert werden sollten. Die Serienproduktion begann in der Zieleniewski-Fabrik in Sanok. 1939 wurde die Produktion der Kanone, geigneter Munition, Halterungen usw. stark vorangetrieben.
Die ersten 10 Kanonen wurden im mai 1939 fertig gestellt, die nächsten im Juli. Bis zum kriegsausbruch waren insgesamt 50 Kanonen einsatzbereit, jedoch wurden höchstens 20-24 TKS damit ausgerüstet. Bis zum August 1939 sollten weitere 16 TK mit der Kanonen ausgerüstet werden, doch dazu kam es aufgrund des Kriegsendes nicht mehr.

Die 20 mm Kanone Modell A war ein Rückstosslader. Sie konnte im Einzelfeuer oder als Feuerstoss abgeschossen werden. Die runden Magazine konnten 5 Schuss aufnehmen. Ein Magazin mit 10 Schuss befand sich in der Entwicklung.
Die Munition wurde nach dem Vorbild der Solothurn 20x138 mm in Polen entwickelt. bei Tests wurden Solothurn Kugeln mit polnischen Hülsen verwendet. Die Hülsenlänge betrug 140 mm.
Noch vor dem krieg wurden rund 90.000 panzerbrechende Schuss bestellt.

Technsiche Daten
Das Gewicht der vollmontierten Kanone betrug 56,7 kg. Der Lauf ohne Mündungsbremse wog 20,2 kg, die Mündungsbremse 1 kg.
Die Länge betrug 2015 mm, ohne Mündungsbremse 1895 mm.
Dei maximale Reichweite betrug ca. 7.000 m und die Mündungsgeschwindigkeit lag bei 820-858 m/s (je nach geschoss, Die theoretische Feuerrate betrug 320 Schuss/min.

Durchschlagskraft
Senkrechte Panzerplatten: 20mm/300m
Schräge Panzerung (30°): 20mm/100m

37mm w37mm wz. 18 (SA-18) Puteauxz. 18 (SA-18) Puteaux

Die französische kurläufige, halbautomatische Puteaux SA-18 hatte ihren ursprung im Ersten Weltkrieg. Sie war eine sehr einfache Waffe, jedoch sehr zuverlässig und Zielsicher. Sie konnte gut gegen Infanterie oder MG-Nester eingesetzt werden. Allerdings war ihre Feuergeschwindigkeit und Durchschlagskraft sehr gering. Dennoch konnte die Kannone 1939 gegen die meisten leichte gepanzerten Fahrzeuge effektiv bei einer Entferung bis zu 500 m eingesetzt werden. Sie konnte von einer Person bedient werden.

Kaliberlänge: L/21
Max. Feuerrate: 15 Schuss/min.
Zielfernrohr: 1,5-fache Vergrößerung

Innerhalb der polnische Armee wurde die 37mm wz.18 Puteaux Kanone in leichten Panzern wie dem FT-17 (ca. 100-120 Kanonen) oder in gepanzerten Fahrzeugen eingesetzt. 30-40 Kanonen wurden beim Radpanzer wz. 34 eingebaut. Die Kanone wurde auch innerhalb der TK-Serie getestet.
Zum Verschuss wurde meist französische Munition (Mle 1892 und Mle 1916) eingesetzt.

Mle 1892, panzerbrechend:

Mündungsgeschwindigkeit: 388 m/s
Gewicht: 500 g (15 g Sprengstoff)
Durchschlagskraft: 12 mm

Mle 1916:

Mündungsgeschwindigkeit: 367 m/s
Gewicht: 555 g (30 g Sprengstoff)
Reichweite: ca. 2.500 m

Bofors 37mm wz. 36

Bofors 37mm wz. 36
Bofors 37mm eines 7TP
Die halbautomatische Bofors Kanone war eine Kopie des schwedischen Originals und wurde in Lizenz in Polen bei SMPzA in Pruszków (Stowarzyszenie Mechaników Polskich z Ameryki) gebaut.
Die wz. 37 Kanone war eine Panzervariante der gezogenen wz. 36-Pak (die Standard-Pak in Polen). Mit den 300 in Schweden gekauften besaß Polen rund 1.200 dieser Kanonen. Einige Kanonen wurden nach Rumänien, Spanien und Großbritannien exportiert.
Eine erste Serie mit 50 Kanonen wurde im März 1937 in Auftrag gegeben. eine zweite Serie mit 61 Kanonen folgte im April 1938. Bis zum Kriegsausbruch konnten 111 Kanonen fertig gestellt werden. Diese Kanonen kamen in 108 eintürmigen 7TP-Panzern zum Einsatz.
Die Zielvorreichtungen wurden nach einem deutschen Modell der Firma Zeiss gefertigt.

Rohrlänge: 1665 mm = L/45
Feuerrate: 10 Schuss /min.

Munition (Panzerbrechend)
Mündungsgeschwindigkeit: 800 m/s
Patronengewicht: 700 g (15 g Sprengstoff), Hülse 1450 g
Splittergranate: Gewicht: 48 g, Reichweite 7.100 m

1939 konnte die 37 mm Bofors jede Panzerung bis zu 1 km Entferung durchschlagen. Sie zählte zu diesem Zeitpunkt zu den besten Pak.

Durchschlagskraft
Senkrechte Panzerung: 48mm/500m, 30mm/1000m, 23mm/1500m, 20mm/2000m
Schräge Panzerung (30°): 40mm/100m (nach Schwedischen Angaben 40mm/300m)

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. Januar 2010 um 02:13 Uhr
 

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