Schützenpanzerwagen: wz. 28
wz28Der gepanzerte Wagen wz. 28 wurde in Polen auf Grundlage des französischen Citroën-Kegresse B2 10CV entwickelt.
Die polnische Armee verfolgte  mit großem Interesse die Entwicklungen in Frankreich. Der Schützenpanzerwagen schien eine perfekte Lösung für schlechten Straßen in Polen zu sein. Die Armee schickte eine Gruppe Ingenieure nach Frankreich um das Fahrzeug zu testen.
Die polnische Regierung entschied dann nur das Chassis des Fahrzeugs aufzukaufen und den Aufbau selbst zu entwickeln. So wurden ab 1924 135 Chassis des Citroën-Kegresse B2 10CV gekauft. Davon sollten 90 Fahrzeuge als Schützenpanzerwagen und der Rest als LKW oder Spezialfahrzeug dienen.

Beim in Polen entwickelten und gefertigten gepanzerten Aufbau orientierte man sich grob am französischen AMC M23. Als Bewaffnung wählte man eine 37 mm Puteaux Kanone oder eine MG im Turm.
Bis 1925 wurden zwei Prototypen fertig gestellt, die ausgiebig in der zentralen Kavallerie-Schule getestet wurden. 1928 akzeptierte die polnische Armee das Fahrzeug für den Einsatz und gab ihm die Bezeichnung "gepanzerter Wagen wzór 28 (wz. 28)". Allgemein wurden die Fahrzeuge "CK" (Citroën-Kegresse) genannt.
Ende 1929 wurde dann ein erweiterter Rumpf entwickelt, der etwas enger war und eine genietete Rückplatte besaß. Bis 1930 waren alle 90 wz. 28 fertig gestellt, davon war rund ein Drittel mit einer Kanone bestückt.

Nach den ersten Dienstjahren stellte sich jedoch heraus, dass die Erwartungen an das Fahrzeug nicht gänzlich erfüllt werden konnten. Das Fahrzeug war mit seiner Straßengeschwindigkeit von 30 km/h sehr langsam. das Laufwerk musste sehr oft gewartet werden und die Haltbarkeit der Gummiketten war sehr gering. Auch die Geländegängigkeit war nicht wie gewünscht. Durch den hohen Schwerpunkt und der geringen Breite war die Gefahr eines Kippens des Fahrzeuges sehr hoch.
Aus diesen Gründen wurde 1933 beschlossen alle Fahrzeuge auf Räder umzurüsten. Das erste Fahrzeug wurde 1934 umgerüstet und bewährte sich bei ersten Tests. Zwar wurde die Geländegängigkeit weiter verschlechtert, doch die Fahreigenschaften auf der Straße wurden sehr verbessert. Das Fahrzeug erhielt dann die Bezeichnung "gepanzerter Wagen wz. 34".

Einsatz

Die ersten beiden Prototypen des wz. 28 wurden im August 1925 bei Manövern in Wohlyn getestet. Ab 1927 startete die Auslieferung der produzierten Fahrzeuge, welche die Peugeot-Fahrzeuge in den gepanzerten Einheiten ersetzten. Im Februar 1935 befanden sich die Fahrzeuge in verschiedenen gepanzerten Abteilungen.

Als der polnischen Armee 1931 alle 90 bestellten wz. 28 zur Verfügung standen wurden 30 von ihnen als Ausbildungsfahrzeuge genutzt und 60 als mobile Reserve. Im ersten halbjahr 1931 waren 18 fahrzeuge im Einsatz bei der ponischen Polizei.
Nach dem die meisten Fahrzeuge in wz. 34 umgerüstet wurden, befanden sich bei Ausbruch des Krieges noch 3 wz. 28 in Reserve. Diese kam nur kurz zum Einsatz und gingen beim Rückzug der polnischen Armee verloren. Der letzte wz. 28 wurde von den sowjetischen Truppen auf dem Weg zur ungarischen Grenze zerstört.

Bewaffnung und Panzerung

30 Fahrzeuge waren mit der 37 mm SA-18 Puteaux L/21 Kanonen mit 96 Schuss bewaffnet. Die Waffe entsprach den Standards des Ersten Weltkriegs, konnte jedoch noch ziemlich effektiv gegen Infanterie oder MG-Nester eingesetzt werden. Auf kürzeste Distanz war es damit auch möglich leicht gepanzerte Fahrzeuge zu beschädigen.
Die anderen 60 Fahrzeuge waren mit der 7,92 Hotchkiss wz. 25 MG mit 2.000 Schuss bewaffnet. Wagen die mit einer Kanone bewaffnet waren wurden von Schwadron- oder Zugführern genutzt.
Die Panzerung bestand aus gewalzten Stahlplatten die vernietet wurden. Die Stärke lag bei 3-8 mm. Der Boden des Fahrzeugs bestand aus Holzplatten und war nicht gepanzert.

Technische Daten

Besatzung 3
Gewicht 2,3 t
LxBxH 3,50 x 1,40 x 2,10
Motor Citroën B-14, 4-Zylinder
Leistung 20 PS
Geschwindigkeit 30 km/h
Reichweite 200 km

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Januar 2010 um 02:42 Uhr
 

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