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| Die polnische Armee im Exil |
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Frankreich 1940 Es war für die polnische Armee nie eine Frage ob der Kampf weiter geführt werden müsste. Noch bevor Warschau fiel, wurden Pläne über Widerstand im Untergrund geschmiedet. Weiters gab es bereits Befehle die polnischen Truppen nach Frankreich flüchten zu lassen. Bereits im Ersten Weltkrieg kämpften Polen an der Seite Frankreichs und erhielten dort eine hohe Anerkennung. Für die Polen lag das Schicksal Polens in den Händen Frankreichs und Englands. Die Aufgabe zehntausende polnische Soldaten von Rumänien und Ungarn nach Frankreich zu bringen erwies sich als äußerst Schwierig. Die deutsche Führung übte großen Druck auf Rumänien udn Ungarn aus, als sich die polnischen Soldaten dort versteckten. In beiden Ländern wurden Internierungslager errichtet, doch vielen Polen gelang die Flucht auf dem Schiffsweg in Richtung Frankreich, obwohl die jeweiligen Regierungen davon wussten. Vielen führende Offiziere, wie z.B. Smigly-Rydz, wurden interniert und ihnen wurde die Flucht untersagt. In Frankreich richteten polnische Offizielle eine Exilregierung ein. Die polnischen Soldaten sahen die Schuld der Niederlage von 1939 bei den polnischen Kommandeuren, die mit total veralteten Ansichten und Taktiken in den Krieg zogen, daher wurden keine dieser Kommandeure für die Bildung der Exilregierung heran gezogen. Auch auf Druck durch französischer Diplomaten, wurde schließlich General Wladyslaw Sikorski als Kopf der Regierung und der Armee benannt. Sikroski war ein erfolgreicher Offizier von 1920, spielte jedoch 1939 keine Rolle im polnischen Militär. Nach einigen Verhandlungen stimmten die Franzosen der Bildung einer polnischen Armee auf ihrem Boden zu. Der Großteil der Franzosen sah die polnische Niederlage im September 1939 als eine Art Schande und viele waren der Meinung, eine polnische Armee in Frankreich wäre reine Zeitverschwendung. Nach dem genauen studieren des Polenfeldzuges lies die Kritik jedoch allmählich nach. Schließlich wurde zugestimmt 4 Infanterie-Divisionen aufzustellen. Hierzu wurden die bereits über 35.000 polnischen Soldaten, die zuvor aus Polen geflüchtet waren, herangezogen. Weiters wurden 45.000 aus großen polnischen Ansiedlungen in Frankreich rekrutiert. Im Herbst und dem Winter 1939/49 verbrachten die polnischen Soldaten in französischen Lagern und Kasernen ohne eingesetzt zu werden. Dies änderte sich schnell, als Russland Finnland invadierte und Frankreich und England die Finnen unterstützten. Sikorski bot an, mit seinen polnischen Soldaten auf Seite der Finnen gegen die Rote Armee zu kämpfen. Die Soldaten wären hierfür sehr motiviert gewesen, aufgrund der russischen Invasion in Polen im September 1939. Im Januar 1940 begann die französische Armee die 1. unabhängige polnische "Podhale"-Brigade auszurüsten. Noch bevor die Brigade und andere alliierte Einheiten Einsatzbereit waren, kapitulierte Finnland. Bis zum Frühling warn zwei polnische Divisionen ( 1. Grenadier-Division und 2. Schützen-Division) fast einsatzbereit und vollständig ausgerüstet. Weiters stellte die französische Armee zwei Panzerabteilungen mit französischen R-35 Panzern zur Verfügung, um damit die berühmte polnische 10. Kavallerie-Brigade wieder aufzustellen. Diese Brigade wurde auch die "Schwarze Brigade" genannt, das die Uniformen komplett schwarz gehalten wurden. Sie war die einzigste voll mechanisierte Brigade Polens im Jahr 1939. Sie wurde von Stanislav Maczek kommandiert und kämpfte zuletzt an der rumänischen Grenze. Ihr gelang es, fast noch vollständig intakt, Frankreich zu erreichen. Bei Beginn des Frankreichfeldzuges im Mai 1940 waren die ersten beiden Divisionen fast fertig aufgestellt und die 3. und 4. befanden sich bereits in der Ausbildung. Die "Podhale"-Brigade war die erste polnische Exil-Einheit, die an Kämpfen teil nahm. Ende April, unter dem Kommando von General Zygmunt Bohusz-Szyszko, wurde sie mit französischen Gebirgsjägern nach Ankenes in Norwegen verschifft. Ihre ersten Kampfhandlungen fanden am 14. Mai statt, als sie deutsche Sicherungsposten angriffen. Bei den folgenden schweren Hügelkämpfen gewannen die polnischen Soldaten das Vertrauen der Franzosen. Als die Invasion der Benelux-Staaten durch die Wehrmacht am 10. Mai startete, wurden die norwegischen Expeditionstruppen am 26. Mai aus Norwegen abgezogen und die polnische "Podhale"-Brigade erreichte am 14. Juni das französische Brest. Dort wurde sie schnell in die Kampfhandlungen in der Bretagne hineingezogen. Die 1. Grenadier-Division nah an keinen Kampfhandlungen teil, erst zu Ende des Feldzuges deckte sie den Rückzug des französischen 20. Armee-Korps. Als die französische Niederlage kurz bevor stand, befahl Sikorki allen polnischen Truppen nach England zu flüchten. Der Kommandeur der 1. Grenadier-Division, General Duch, entschied jedoch weiter die französische Verteidigung zu stärken. Diese Entscheidung kostete zwischen 17. und 21. Juni rund 45% der Ursprungsstärke der Division. Duch befahl nun die Flucht nach England, doch nur noch wenigen gelang diese. Die 2. Schützen-Division nahm an einigen Gefechten teil und flüchtete gemeinsam mit der französischen 45. Armee am 17. Juni in die Schweiz, wo sie bis 1945 interniert wurde. Die 3. Division, welche nur teilweise aufgestellt und kaum ausgebildet war, wurde in die Schlacht in der Bretagne geworfen, wo sie fast vollständig aufgerieben wurde. Die 4. Division wurde bereits sehr früh über die Biskaia nach England geschifft. Die Panzereinheit unter Meczek nahm an schweren Kämpfen teil, während sie den Rückzug des französischen 7. Armee-Korps über Dijon in der Champagne deckte. Der Panzer-Brigade wurde eine Einheit aus dem Senegal unterstellt. Bis zum 19. Juli verlor die Brigade rund 75% ihrer Männer und alle ihre Panzer. Maczek befahl die Flucht. Kommentare (0)
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