Polen Die polnische Armee Russisch-polnische Beziehungen
Russisch-polnische Beziehungen
Nach weiteren Politikerdebatten und Diplomatenverhandlungen, teilte die sowjetische Führung mit, nicht alle polnischen Kräfte auszurüsten und stimmte dem Transfer von polnischen Soldaten nach Großbritannien und in den Iran zu. Dort konnten sie dann von den Briten ausgerüstet werden.
Die Beziehungen zwischen der sowjetischen Führung und den ehemaligen polnischen Kriegsgefangenen war äußerst angespannt. Die Polen kritisierten immer wieder die mangelnde Unterstützung seitns der Sowjetunion. Weiters verbot Stalin den Polen Ukrainer, Weißrussen oder Juden, die 1939 polnische Bürger in der östlichen Hälfte Polens, die von der Sowjetunion annektiert wurde, zu rekrutieren. Die Situation schien langsam aus dem Ruder zu laufen, als dann 1942 amerikanische und britische Diplomaten intervenierten und Stalin überzeugten, die Erlaubnis für den Transfer der polnischen Soldaten in den mittleren Osten zu erlauben. Die Frage nach der Rückgabe der annektierten polnischen Ostgebiete lies Stalin erst gar nicht aufkommen.
Bis zum Frühling 1943 wurden 115.000 polnische Soldaten und einige ihrer Familien evakuiert. Dies war nur ein Bruchteil der insgesamt 1,5 Mio. Polen die sich zu diesem Zeitpunkt in sowjetischen Lagern. bereits in den jahren 1940 und 1941 deportierte der NKVD sämtliche Polen in die Sowjetlager.

Die polnischen Truppen erreichten den mittleren Osten genau in dem Moment, als die russisch-polnischen Beziehungen endgültig auseinander brachen. Grund dafür war das von deutschen Soldaten entdeckte Massengrab in Katyn, in dem 4.000 von der Roten Armee erschossene polnische Offiziere aufgefunden wurden. Insgesamt nahm die Rote Armee 1939 15.000 polnische Offiziere Gefangen. Die Polen verstanden schnell das der alleinige Übeltäter nicht nur Deutschland sei und verstanden nun auch die äußerst zögerlichen Bemühungen der Roten Armee bei der Hilfe zur Aufstellung einer Exil-Armee.
Die Polen forderten eine Untersuchung durch das Rote Kreuz. Die sowjetische Führung nahm dies als Vorwand um alle diplomatischen Beziehungen umgehend einzustellen und bezichtigten die Polen als Kollaborateure mit den Deutschen. Die Sowjets forderten eine sowjet-freundliche Nachkriegsregierung. Als "Geste der Freundschaft" versprach die sowjetische Führung der polnischen Exilregierung, rund die Hälfte des 1939 von der Sowjetunion annektierten Gebietes, an die Polen zurückzugeben und forderte im Gegenzug ab einige Teile Polens, die von den Deutschen besetzt wurden. Churchill und Roosevelt akzeptierten diese Forderungen. Die amerikanische und britische Außenpolitik war vom Wunsch dominiert, Stalin zu beschwichtigen, da Russland zu diesem Zeitpunkt die Hauptlast des Krieges zu tragen hatte.
Kommentare (0)Add Comment
Kommentar schreiben

busy
 

Unterstützung

Sie finden diese Seite hilfreich oder wollen unser Projekt unterstützen?
 PayPal
Mit den eingegangenen Spenden finanzieren wir ausschlieslich diese Homepage und garantieren eine stetige Fortentwicklung.

Unser Newsletter

Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!


Banner