Polen Feldzüge und Schlachten der polnischen Armee Kämpfe der polnischen Volksarmee (LWP)
Kämpfe der polnischen Volksarmee (LWP)
Im Oktober 1943 hatte die LWP ihre Feuertaufe bei der Schlacht um Lenino, nahe Smolensk. Hier wurden die Polen zwischen 12. und 14. Oktober in schwere Kämpfe verwickelt und verlor dabei rund ein Viertel ihrer Stärke. Schließlich musste die LWP nach Smolensk zurück gezogen werden.
Als die Rote Armee immer weiter westwärts marschierte, stiegen auch die Freiwilligenmeldungen der polnischen Kriegsgefangenen. Somit konnte die LWP weiter ausgebaut werden und die 1. polnische Armee gebildet werden. Kommandeur wurde Berling. Die Armee setzte sich aus der 1., 2., 3. Infanterie-Division und einigen kleineren Einheiten zusammen und hatte im Sommer 1944 eine Stärke von 90.000 Mann.
Später wurden zwei weitere Armee gebildet (2. und 3.), die allerdings zu ener Armee zusammengefasst wurden. Es gab Pläne die polnische Armee noch weiter auszubauen, doch es fehlte letztendlich an Offizieren und Stäben dafür.
Im Juli 1944 betrat die 1. polnische Armee als Teil des russischen 8. Garde-Korps innerhalb der 1. Weißrussischen Front das Schlachtfeld und nahm an der Offensive über den Bug teil. Sie war die erste Einheit, die die Grenze nach Polen überschritt. Ende Juli und Anfang August nahm die Einheit am Angriff gegen Deblin und Pulawy teil. Die 1. polnische Panzer-Brigade kämpfte am Westufer der Weichsel, südlich von Warschau, um den Brückenkopf bei Studzianki zu halten. Im September wurde die Armee in Vorbereitung eines Angriffes auf Warschau nach Praga verlegt.
Am 16. September wurden mehrere Versuche unternommen die Flüsse zu überqueren, Brückenköpfe zu errichten und sich mit Einheiten der Roten Armee zusammen zu schließen, doch diese Versuche wurden am 23. September aufgrund starken deutschen Widerstandes eingestellt. Die Sommeroffensive endete, als die 1. und 2. Infanterie-Division den deutschen Brückenkopf an der Weichsel , nördlich von Warschau, zurück auf das Westufer drängte.

Den Winter verbrachte die 1. Armee in ihren Stellungen bei Praga. Im Januar nahm sie an der Erstürmung Warschaus teil. Am 8. Januar wurde Bydgoszez eingenommen. Danach wurde die 1. Armee  Richtung Norden verlegt und nahm dort an den Kämpfen an der Ostseeküste teil. Der Großteil der Armee wurde in heftige Strassenkämpfe in der Hafenstadt Kolberg verwickelt. Zu dieser Zeit wurde die 1. polnische Panzer-Brigade bei den Schlachten in Danzig und Gdynia eingesetzt.
Während der Winterkämpfe verlor die 1. polnische Armee 20.000 Männer. In Stettin formierte sich die Armee neu und bereitete sich auf den Vorstoss in Richtung Berlin vor.

Marsch nach Berlin

Während der Neuformierung der 1. Armee, traf die 2. polnische Armee unter dem Kommando von General K. Swierzczewski ein. Sie beinhaltete die 5., 6. und 8. Infanterie-Division und das 1. polnische Panzer-Korps. Nördlich der tschechischen Grenze wurde die 2. Armee der 1. Ukrainischen Front unterstellt. Mittlerweile bestanden die polnischen Kräfte auf sowjetischer Seite aus rund 200.000 Soldaten. Damit stellten sie rund 10% der gesamten Roten Armee, die in Richtung Berlin vorstiess.
Die 1. polnische Armee überquerte die Oder und anschließend die Hohenzollern Kanäle. Am 1. März 1945 unternahm die 1. Kavallerie-Brigade Warschau den letzten polnischen Kavallerie-Angriff während des Krieges. Sie erstürmten deutschen Pak-Stellungen nahe Schonfeld.
In den letzten Tagen der Kämpfe gab die Rote Armee der polnischen 1. Infanterie Division Kosciuszko die "Ehre", einige ihrer Truppen nach Berlin zu senden. Hier kämpften sie u.a. in der Näher der Reichskanzlei und beim Reichstag.
Die 2. polnische Armee stieß in Richtung Süden vor und Kämpfte in den Gebieten um Prag. In den letzten Schlachten des Krieges verlor die LWP nochmals 32.000 ihrer Männer.
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